Das iPhone Duo soll nicht nur ein größeres iPhone sein: Erste Apps zeigen mögliche neue Nutzungsweisen, während Teardowns die besonderen Herausforderungen des Faltformats offenlegen. Ob daraus ein praktischer Mehrwert entsteht, hängt auch von Bedienung und Reparierbarkeit ab.
Das größere Display eröffnet Entwickler:innen Spielraum, Anwendungen anders zu gestalten. Erste Beispiele zeigen, wie Apps das Format des iPhone Duo nutzen könnten. Damit stellt sich jedoch auch die Frage, ob die zusätzliche Fläche tatsächlich neue Funktionen ermöglicht oder vor allem Anpassungen an bestehenden Apps erfordert.
Der Nutzen hängt nicht allein von der Bildschirmgröße ab. Entscheidend ist, wie sich Apps im geöffneten und geschlossenen Zustand bedienen lassen. Das Faltformat bringt zwei Nutzungssituationen mit sich: ein zusammengefaltetes Gerät und eine größere, aufgeklappte Fläche. Anwendungen müssen mit diesem Wechsel umgehen können, damit die zusätzliche Fläche im Alltag nicht bloß ungenutzter Raum bleibt.
Die frühen App-Beispiele geben einen ersten Eindruck vom Potenzial. Sie belegen aber noch nicht, wie umfassend die Software angepasst werden muss oder wie einheitlich die Bedienung im Alltag ausfällt. Gerade daran dürfte sich zeigen, ob das Duo mehr ist als ein iPhone mit größerem Display.
Teardown-Videos von Phone Repair Guru und REWA Technology zeigen das Innenleben des Geräts. Apple verteilt die Komponenten demnach auf beide Gehäusehälften. Auch der Akku besteht aus zwei Zellen: Eine größere verfügt über eine Kapazität von 2.962 Milliamperestunden, die kleinere über 1.921 Milliamperestunden.
Die beiden Zellen lassen sich mithilfe elektrisch aktivierbarer Klebestreifen entfernen. Die Aufteilung veranschaulicht, wie stark die Bauweise eines faltbaren Smartphones vom herkömmlichen iPhone abweicht. Sie zeigt zugleich, dass das Innenleben auf die Gehäusehälften und den Faltmechanismus abgestimmt ist.
Die Teardowns machen außerdem deutlich, dass Reparaturen unter dem faltbaren Display anspruchsvoll sein können. Wer zentrale Bauteile erreichen will, muss mit der Konstruktion des Geräts umgehen. Damit wird die Reparierbarkeit zu einem wichtigen Teil der Bewertung: Ein größeres Display bringt nicht automatisch einen Vorteil, wenn Eingriffe in die Hardware komplizierter werden.
Das iPhone Duo verändert somit mehr als die Größe des Displays. Die geteilte Hardware, zwei Akkuzellen und die schwieriger zugänglichen Komponenten prägen das Gerät ebenso wie die Möglichkeit, Apps auf einer größeren Fläche zu nutzen.
Ob das Faltformat einen echten Mehrwert schafft, lässt sich anhand der ersten App-Beispiele und Teardowns noch nicht abschließend beurteilen. Klar ist jedoch, dass der zusätzliche Bildschirm neue Anforderungen an Entwickler:innen und Reparaturen mit sich bringt. Für Euch zählt am Ende, ob Apps beide Zustände sinnvoll unterstützen und die Vorteile der größeren Fläche die Kompromisse der Bauweise aufwiegen.
Via: www.iClarified.com · www.macrumors.com · techcrunch.com
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