Apple könnte beim iPhone 18 den gewohnten Herbst-Rhythmus durchbrechen. Stattdessen rücken Frühjahrsstart, neue Chips und ein größeres Fokus auf KI in den Mittelpunkt.
Starttermin: iPhone-Event im Frühjahr statt im Herbst
Seit 2019 bringt Apple Standard- und Pro-Modelle des iPhones gemeinsam im September auf den Markt. In der 18er-Generation deutet sich nun eine Abweichung von diesem Muster an. Für Herbst 2026 werden das iPhone 18 Pro und 18 Pro Max erwartet, dazu ein teureres, klappbares iPhone Ultra.
Das reguläre iPhone 18 soll dagegen erst im Frühjahr 2027 erscheinen und damit erstmals rund 18 Monate im Programm bleiben. Wer sein iPhone 17 zum Start gekauft hat und in Jahresabständen wechselt, steht vor der Wahl: entweder im Herbst auf ein iPhone 18 Pro umsteigen oder bis März oder April auf ein zweites iPhone-Event warten.
Parallel zum iPhone 18 wird Apple nach aktuellem Stand auch das günstigere iPhone 18e vorstellen. Beide Modelle sollen also gemeinsam im Frühjahr 2027 starten.
Technik: A20-Chip, 9 GB RAM und neues Modem
Während Pro- und Ultra-Modelle voraussichtlich einen A20-Pro-Chip erhalten, sollen iPhone 18 und 18e mit einer etwas abgespeckten A20-Variante laufen. Der Prozessor soll wie der A20 Pro bei TSMC im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden.
Erwartet wird eine 6‑Kern-CPU, angelehnt an den A19, aber mit höherer Leistung. Die Grafikeinheit dürfte fünf Kerne besitzen, beim iPhone 18e könnte ein Kern deaktiviert sein. Deutliche Fortschritte werden vor allem bei der Neural Engine erwartet, da KI-Leistung im gesamten Tech-Sektor, inklusive Apple, zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Beim Arbeitsspeicher zeichnet sich ein Kompromiss ab. Der A20 Pro dürfte 12 GB RAM nutzen, die A20-Version für iPhone 18 und 18e eher weniger. RAM-Menge und Speicherbandbreite sind jedoch entscheidend für anspruchsvolle KI-Modelle, weshalb Apple grundsätzlich mehr RAM in allen neuen iPhones anstrebt. Gleichzeitig treiben weltweite Engpässe durch KI-Rechenzentren die RAM-Preise nach oben.
Analyst Ming-Chi Kuo rechnet mit 9 GB RAM im iPhone 18 und 18e, verteilt auf sechs Bausteine mit je 1,5 GB. Diese ungewöhnliche Konfiguration könnte dazu führen, dass bestimmte KI-Funktionen auf diesen Modellen fehlen oder künftige iOS-Features eingeschränkt bleiben. Wegen der hohen Speicherpreise könnte Apple dieses 9‑GB-Setup trotzdem wählen.
Zudem sollen iPhone 18 und 18e das neue C2-Mobilfunkmodem von Apple bekommen. Ob es in den USA Millimeterwellen-5G unterstützt, ist offen. Erwartet werden jedoch bessere 5G-Verbindungen, mehr Energieeffizienz und die Option für Satellitenfunktionen. Für WLAN und Bluetooth dürfte Apple beim N1-Chip bleiben, der bereits WLAN 7 und Bluetooth 6 unterstützt.
Kameras, Display und mögliche Preise
Für die Frontkamera kursiert erneut ein Gerücht, das schon vor dem iPhone 17 im Umlauf war: Die gesamte iPhone-18-Reihe, inklusive Ultra und Air 2, soll eine 24‑Megapixel-Selfie-Kamera erhalten. Beim iPhone 17 blieb dieser Schritt noch aus, nun wird er wieder erwartet.
Zu den Rückkameras gibt es bislang wenige Details. Aktuell wird von einer 48‑Megapixel-Weitwinkelkamera auf beiden Modellen ausgegangen, ergänzt um eine 48‑Megapixel-Ultraweitwinkelkamera beim iPhone 18. Das iPhone 18e dürfte bei einer einzelnen Hauptkamera bleiben.
Der Kamera-Steuerungsknopf des iPhone 18 soll überarbeitet werden und laut dem Weibo-Account „Instant Digital“ nur noch druckempfindlich sein, ohne zusätzliche kapazitive Sensoren. Beim iPhone 18e ist ein solcher Kamera-Knopf derzeit nicht zu erwarten.
Beim Display des iPhone 18 rechnet die Gerüchtelage mit dem bekannten Panel des iPhone 17. Dieses erreicht 1.000 Nits maximale Helligkeit (SDR), bis zu 1.600 Nits in HDR und kurzzeitig 3.000 Nits im Freien.
Das iPhone 18e soll dagegen ein deutlich moderneres Display erhalten. Das Panel des iPhone 17e gilt als veraltet, vergleichsweise dunkel und nutzt noch die klassische Notch statt der dynamischen Insel. Für das 18e wird daher ein neues Display mit dynamischer Insel erwartet, vermutlich auf dem Niveau des iPhone 15 mit bis zu 2.000 Nits maximaler Helligkeit im Freien.
Preislich wirkt sich die allgemeine Kostensteigerung in der Tech-Branche aus. Chipknappheit und der Ausbau von KI-Rechenzentren haben Apple bereits zu Preiserhöhungen bei fast allen Macs und iPads sowie Produkten wie HomePod und Apple TV veranlasst. Das iPhone blieb bislang verschont, doch für die neuen Modelle im Herbst werden Aufschläge von 50 bis 100 US‑Dollar (rund 45 bis 90 Euro) erwartet. Diese Entwicklung dürfte sich bis in das Frühjahr fortsetzen.
Entsprechend könnte das iPhone 18 bei 849 oder 899 US‑Dollar (rund 770 oder 815 Euro) starten. Das iPhone 18e wird aktuell bei 649 oder 699 US‑Dollar (rund 590 oder 635 Euro) eingeordnet. Da es sich um die Budget-Reihe handelt, ist aber auch möglich, dass Apple nur die Pro-Modelle teurer macht und iPhone 18 sowie 18e auf dem bisherigen Preisniveau hält.
