In der Entwickler-Beta von iOS 27 testet Apple einen neuen Siri-Modus direkt in der Kamera-App. Damit könnt Ihr Objekte vor der Linse analysieren lassen, Fragen dazu stellen oder zusätzliche Aktionen auslösen – ohne die Kamera zu verlassen.
Siri-Modus statt separater Visual-Intelligence-Funktion
Der neue Siri-Modus reiht sich in der iOS‑27-Kamera zwischen bekannten Modi wie Foto, Video, Porträt und Pano ein. Wenn Ihr durch die Kamera-App etwa ein Tier, eine Pflanze, ein Gebäude, ein Gemälde oder einen anderen Gegenstand seht, tippt Ihr einfach auf das Siri-Modus-Symbol. Anschließend könnt Ihr Siri per Sprache befragen, eine Google-Suche starten oder das Bild direkt zur Analyse an Siri schicken.
Funktional entspricht das dem bereits mit iOS 18.2 eingeführten Feature Visual Intelligence. Der Unterschied: Bislang müsst Ihr die Kamera verlassen und Visual Intelligence separat starten. In iOS 27 entfällt dieser Umweg, Ihr bleibt in der Kamera-App und könnt Siri sofort nutzen. Dadurch bleibt das Objekt im Bild, während Ihr die Analyse anstoßt.
Wie bei jedem Foto könnt Ihr im Siri-Modus hinein- und herauszoomen, um nur einen Ausschnitt oder das gesamte Objekt aufzunehmen. Je nach Motiv blendet Siri eine erkennbare Bezeichnung ein. Ein Tipp auf den Auslöser nimmt das Bild auf und startet eine ausführlichere Analyse. Über das Bildsymbol rechts löst Ihr eine Google-Suche mit ähnlichen Bildern aus. Über das „Ask Siri“-Symbol links öffnet sich ein Eingabefeld mit Vorschaubild, in das Ihr Eure Frage tippen oder diktieren könnt.
Abhängig vom Bildinhalt zeigt Siri weitere Optionen an. Richtet Ihr die Kamera auf ein Datum mit Ort und Uhrzeit, kann Siri anbieten, einen Kalendereintrag zu erstellen. Zeigt Ihr ein Menü, Schild oder anderen Text in einer fremden Sprache, kann Siri eine Übersetzung vorschlagen.
Voraussetzungen: Geräte, Beta und Siri-AI-Warteliste
Für den neuen Modus braucht Ihr ein iPhone, das Apple Intelligence und die neue Siri AI unterstützt. Genannt werden hier das iPhone 15 Pro, das iPhone 15 Pro Max sowie alle Modelle der iPhone‑16‑ und iPhone‑17-Reihe.
Außerdem müsst Ihr die Entwickler-Beta von iOS 27 installieren. Dafür empfiehlt der Autor ausdrücklich, ein Zweitgerät oder Testgerät zu verwenden und nicht das Haupt-iPhone, da Developer-Betas instabil sein können.
Schließlich ist eine Anmeldung auf der Warteliste für Siri AI nötig. Der Zugriff wird nicht sofort freigeschaltet – im geschilderten Fall dauerte es nach der Registrierung fast eine Woche, bis Siri AI auf dem iPhone 15 Pro des Autors verfügbar war.
Praxisbeispiele: Objekte erkennen, Text auswerten, Termine anlegen
Mit einem iPhone 15 Pro und iOS 27 im Test nutzt der Autor den Siri-Modus für verschiedene Szenarien:
- Tiere identifizieren: Eine auf der Straße gesichtete Taube erkennt Siri im Kamerabild als „rock dove“ (Felsentaube) und liefert nach dem Auslösen eine ausführlichere Beschreibung. Auf die Nachfrage, ob diese Vögel in New York City häufig sind, antwortet Siri, dass sie dort verbreitet sind und Hochhäuser eine Alternative zu ihren natürlichen Felsklippen bieten.
- Sehenswürdigkeiten erkennen: Bei der Statue of Liberty erkennt Siri das Motiv nach dem Auslösen zügig. Auf die Frage, wie die Statue in die USA kam, beschreibt Siri die Zerlegung, den Transport über den Atlantik und den Wiederaufbau auf der damals Bedloe’s Island genannten, heute Liberty Island.
- Kunstwerke zuordnen: Im Metropolitan Museum of Art identifiziert Siri zunächst zwei Gemälde von Mary Cassatt und Pierre-Auguste Renoir falsch. Nach Korrektur durch den Nutzer erkennt Siri das Cassatt-Bild anschließend korrekt, bleibt beim Renoir jedoch unsicher. Ein drittes Gemälde von Vincent van Gogh wird dagegen sofort mit korrektem Titel und Künstler benannt. Eine anschließende Google-Suche zeigt unter anderem Seiten, auf denen Drucke des Bildes verkauft werden.
- Text analysieren: Bei einer Seite aus einem Booklet der Metropolitan Opera zu Mozarts „Die Zauberflöte“ nutzt der Autor die „Ask Siri“-Funktion und erhält eine Zusammenfassung der Handlung, der Hauptfiguren und zentralen Elemente der Oper.
- Text übersetzen: Ein chinesischsprachiges Menü wird zunächst allgemein beschrieben. Per Tipp auf „Translate“ erscheint es auf Englisch. Die Schrift ist im ersten Schritt zu klein und lässt sich im Siri-Modus nicht vergrößern, aber ein Screenshot kann anschließend in der Fotos-App herangezoomt werden.
- Informationen zu Orten: Beim Museum of the City of New York liefert Siri zunächst eine allgemeine Beschreibung. Auf Nachfrage gibt Siri Adresse sowie Öffnungstage und -zeiten aus.
- Kalendereintrag aus Kamera: Ein Flyer für eine Schreibveranstaltung in Brooklyn mit Datum bringt im Siri-Bildschirm einen Button zum Erstellen eines Kalendereintrags. Nach Bestätigung erscheint der Termin mit Datum, Uhrzeit und weiteren Details im Kalender.
Da Siri AI sich noch in einem frühen Beta-Stadium befindet, treten im Test verschiedene Probleme auf: Objekte werden teilweise gar nicht oder falsch erkannt, Antworten lassen mitunter lange auf sich warten oder brechen mit der Aufforderung ab, es später erneut zu versuchen. Der Autor hofft, dass diese Fehler bis zur geplanten offiziellen Einführung der neuen Siri-Version mit iOS 27 im September behoben sind.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: zdnet.com
