Ein Fehler in CoreMedia konnte Apps den Zugriff auf die iPhone- oder Mac-Kamera ohne Zustimmung ermöglichen. Apple hat die Schwachstelle mit iOS 27.2 und weiteren Updates behoben.
Fehler umging die Kameraabfrage
Mit iOS 27.2 hat Apple mehr als 160 Sicherheitslücken geschlossen. Eine davon betraf CoreMedia, das Framework, über das Apps Audio und Video nutzen. Die Schwachstelle trägt die Kennung CVE-2026-86990. Apple schreibt dazu lediglich, ein Zugriffsproblem sei durch verbesserte Beschränkungen behoben worden. Als Entdecker wird der Sicherheitsforscher Mustafa Calap genannt.
Der Fehler konnte es einer schädlichen App ermöglichen, auf die Kamera eines iPhones oder Macs zuzugreifen, ohne dass die Nutzer:innen die übliche Berechtigungsabfrage bestätigten. Auf dem Mac übernimmt das System TCC – kurz für „Transparency, Consent, and Control“ – diese Kontrolle. Es soll verhindern, dass Apps auf Kamera und Mikrofon zugreifen, bevor Ihr dem zugestimmt habt.
Ein Hardwarefehler war die Ursache nicht. Seit 2008 sind Kameramodul und grüne Anzeigeleuchte bei Apple-Geräten laut dem Beitrag über denselben Stromkreis verbunden. Die Schwachstelle setzte an der Berechtigungsprüfung an, nicht an der Anzeige. Auf dem iPhone erscheint die grüne Anzeige als Punkt in der Statusleiste, statt als physische LED.
Anzeige hilft nur, wenn Ihr sie seht
Eine Kameraabdeckung hält der Autor trotzdem nicht für eine sinnvolle Lösung. Zwar würde die grüne Anzeige auch bei einem Zugriff über die Lücke aktiviert. Wer aber gerade nicht am Schreibtisch sitzt oder das iPhone mit dem Display nach unten auf dem Tisch liegt, könnte den Hinweis übersehen. In diesem Fall würde die Anzeige nicht verhindern, dass eine App die Umgebung aufnimmt.
Für den Mac nennt der Beitrag die kostenlose Open-Source-App OverSight von Patrick Wardle als mögliche Ergänzung. Sie meldet, wenn Kamera oder Mikrofon eingeschaltet werden, und zeigt an, welche App den Zugriff ausgelöst hat. Der Autor nutzt das Programm, um die Aktivität auf seinen Macs zu protokollieren. Eine Abdeckung könne solche Hinweise nicht liefern.
Updates installieren und Berechtigungen prüfen
Apple zufolge gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wurde. Trotzdem solltet Ihr die verfügbaren Sicherheitsupdates installieren: iOS 27.2 und macOS Golden Gate 27.2. Wer noch bei den vorherigen Betriebssystemversionen bleibt, kann iOS 26.7.2 und macOS Tahoe 26.7.2 nutzen. Für ältere iPhones wie das XS und XR steht iOS 18.7.11 bereit.
Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die vergebenen Kamerazugriffe. Auf dem iPhone findet Ihr sie unter „Einstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „Kamera“. Auf dem Mac führt der Weg über „Systemeinstellungen“ > „Datenschutz & Sicherheit“ > „Kamera“. Dort könnt Ihr prüfen, welchen Apps Ihr Zugriff erlaubt habt – und ob darunter Programme sind, die Ihr nicht mehr verwendet oder nicht erkennt.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: 9to5mac.com
