Apple-Mitgründer Steve Wozniak blickt kurz vor dem 50. Firmenjubiläum stolz auf Apple zurück, bleibt bei Künstlicher Intelligenz jedoch skeptisch. In einem CNN-Interview erklärte er, warum er KI derzeit nicht für einen Ersatz menschlicher Intelligenz hält.
Rückblick auf 50 Jahre Apple – und ein Scherz über „Gehirne“
In dem Gespräch wurde Wozniak zunächst auf den bevorstehenden 50. Geburtstag von Apple am 1. April angesprochen. Er zeigte sich nachdenklich und betonte, wie stolz er auf das Unternehmen und seine Entwicklung sei. Als das Interview auf die Zukunft und speziell auf Künstliche Intelligenz schwenkte, reagierte Wozniak mit einer unerwartet kritischen Haltung.
Er sagte, es scheine, als wollten derzeit alle mit KI ein „Gehirn bauen“. Gleichzeitig wisse aber jeder Mensch, wie man ein Gehirn erschaffe – in einem Prozess, der neun Monate dauere. Damit spielte der Apple-Mitgründer deutlich auf die menschliche Schwangerschaft an und machte klar, dass für ihn ein echtes Gehirn bislang nur durch menschliches Leben entsteht.
Wozniak: KI-Antworten sind „trocken“ und oft am Ziel vorbei
Wozniak erklärte, er nutze KI selbst kaum, habe sie aber mit einigen Fragen getestet. Dabei formuliere er eine Frage so, dass ein bestimmtes Wort entscheidend für die Richtung sei, in die die Antwort gehen solle. Die KI liefere dann zwar viele klare Erklärungen zum Thema, treffe aber häufig nicht den Kern dessen, was ihn wirklich interessiere.
Er räumte ein, es sei „schwer zu erklären“, was ihn genau störe. Oft lese er jedoch Texte, die „zu trocken und zu perfekt“ klängen. Er wünsche sich dann etwas von einem Menschen und sei deshalb häufig enttäuscht. Damit kritisierte er vor allem die fehlende menschliche Note in KI-generierten Inhalten.
Keine Anzeichen, dass KI Menschen ersetzen kann
Die CNN-Moderatorin ließ sich von dieser skeptischen Sicht nicht beirren und stellte weiter vorbereitete Fragen zur Zukunft von KI. Sie wollte wissen, ob KI besser werden und Menschen in bestimmten Bereichen letztlich ersetzen könne. Wozniak antwortete, dass sich zwar alle Dinge verbessern, er aber bislang „keine Anzeichen“ sehe, dass wir das Gehirn ausreichend verstünden, um KI an diesen Punkt zu bringen.
Er führte aus, dass eine solche KI nicht nur Menschen ersetzen, sondern auch Emotionen haben, sich um Dinge kümmern, anderen helfen und „ein guter Mensch sein“ müsste. All das sehe er heute noch nicht. Zugleich betonte er, man könne in der Technologie niemals ausschließen, dass etwas irgendwann möglich werde.
Wozniak räumte ein, dass KI eines Tages „wirklich klug“ sein und Menschen vielleicht so gut verstehen könne wie andere Menschen. Gleichzeitig betonte er, dass KI „kein menschliches Leben gelebt“ habe. Aus seiner Sicht ist genau diese Erfahrung notwendig, um zu verstehen, was Menschen durchmachen, und um die feinen Nuancen in der Sprache wirklich zu erfassen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenVia: https://gizmodo.com
Titelbild: Screenshot
