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Final Cut Pro für iPad: Warum Ihr unbedingt eine externe SSD nutzen solltet

Erstes großes Update für Final Cut Pro auf dem iPad Erwartungen iPad-Event

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Final Cut Pro für iPad kann im Alltag Probleme machen – vor allem, wenn Ihr mit den Standardeinstellungen arbeitet. Unter bestimmten Umständen kann dabei sogar ein komplettes Projekt verloren gehen.

AppleInsider hat genau das erlebt und zeigt einen einfachen Ausweg: Projekte konsequent auf einer externen SSD speichern.

Wenn Final Cut Pro für iPad nicht mehr reagiert

In den Tests von AppleInsider traten die Fehler mit Final Cut Pro für iPad als Teil des neuen Abopakets Apple Creator Studio auf. Die Lösung betrifft aber ebenso die bisherige Abo-Version von Final Cut Pro für iPad.

Standardmäßig legt Final Cut Pro Eure Videoprojekte in einer internen Bibliothek innerhalb der App ab. Wenn Ihr die App löscht und neu installiert, wird diese Bibliothek entfernt – und damit gehen alle darin gespeicherten Projekte verloren. iPadOS weist zwar beim Löschen der App darauf hin, doch dieser Hinweis kommt exakt in dem Moment, in dem eine Neuinstallation oft der letzte Ausweg ist.

Im Test fror ein Videoprojekt nach mehreren Stunden Schnittarbeit ein. Beim nächsten Öffnen zeigte Final Cut Pro für iPad zwar alle Spuren und Schnitte, jedoch waren sämtliche Clips leer. Im Vorschaufenster erschien kein Bild, Vorschaubilder waren zwar sichtbar, ließen sich aber nicht auswählen.

Apple verweist in einem Support-Dokument mit dem Titel „Wenn Final Cut Pro für iPad nicht funktioniert“ auf bekannte Probleme. Die vorgeschlagenen Schritte reichen vom Neustart des iPad über ein App-Update bis hin zur Deinstallation und Neuinstallation von Final Cut Pro für iPad. Der Transfer zu Final Cut Pro für den Mac wird dort nicht erwähnt, ist aber möglich, wenn Ihr Apple Creator Studio abonniert habt und einen Mac nutzt. Im Test ließ sich das betroffene Projekt trotz der Fehler exportieren und lief auf dem Mac fehlerfrei. Um die iPad-App selbst wieder stabil zum Laufen zu bringen, war jedoch nur das Löschen und erneute Installieren erfolgreich – inklusive Verlust der intern gespeicherten Projekte.

Projekte direkt auf externer SSD anlegen

Damit es gar nicht so weit kommt, solltet Ihr neue Projekte von Anfang an auf einer externen SSD speichern. Das müsst Ihr direkt beim Anlegen festlegen – nachträglich lässt sich der Speicherort nicht umstellen.

So geht Ihr vor:

  • Final Cut Pro für iPad öffnen
  • Auf Neues Projekt tippen
  • Erneut Neues Projekt wählen
  • Im Einrichtungsdialog auf Speicherort tippen
  • Speicherort wählen auswählen
  • Ein angeschlossenes externes Laufwerk auswählen

Naheliegend wäre, einen Ordner auf dem internen iPad-Speicher zu nutzen. Versucht Ihr das, erscheint jedoch die Fehlermeldung, Ihr sollt einen „unterstützten Speicherort auf dem iPad oder einem externen Speichergerät“ wählen. In der Praxis bleibt die Wahl dadurch auf zwei Möglichkeiten begrenzt: die interne Bibliothek von Final Cut Pro oder ein externes Laufwerk. Andere Speicherorte auf dem iPad ließen sich im Test nicht nutzen.

Die ursprüngliche Version von Final Cut Pro für iPad unterstützte externe SSDs gar nicht, daher dürften viele Nutzer:innen diese Option gar nicht suchen. Mittlerweile ist sie vorhanden, aber im Projekt-Dialog eher versteckt. Liegt das Projekt auf einer externen SSD, könnt Ihr diese problemlos an ein anderes Gerät anschließen, etwa an ein anderes iPad oder an einen Mac. Öffnet Ihr das Projekt allerdings einmal auf dem Mac, könnt Ihr es nicht mehr zurück auf das iPad bringen.

Ist das Projekt selbst beschädigt, hilft ein Gerätewechsel nicht weiter. Dann bleibt lediglich der Export aus Final Cut Pro für iPad – sofern die App das noch zulässt.

Crash-Ursachen, Workarounds und Vorsichtsmaßnahmen

Im beschriebenen Fall ist nicht eindeutig nachweisbar, ob das Projekt selbst beschädigt war, und es gab im Schnittablauf keinen auffälligen Auslöser. Parallel traten jedoch weitere Fehler auf. Während des Schnitts kam es so häufig zu Abstürzen, dass das iPad nicht mehr nach jedem Crash neu gestartet wurde – obwohl genau das sinnvoll wäre.

Besonders oft stürzte Final Cut Pro für iPad bei einem wiederkehrenden Ablauf ab:

  • Abspielposition für einen Schnitt setzen
  • Clip in der Timeline antippen
  • Symbol Am Abspielkopf teilen unten rechts wählen
  • Direkt danach auf das Papierkorb-Symbol tippen, um den Clip zu löschen

Final Cut Pro für iPad beendete sich in diesem Moment sofort. Nach dem Neustart zeigte die App sämtlich zuvor ausgeführte Schritte, nur das abschließende Löschen war nicht gespeichert. Wurde derselbe Clip danach noch einmal über das Papierkorb-Symbol gelöscht, funktionierte der Vorgang. Ein Workaround bestand darin, den Clip statt über das Symbol mit der Entf-Taste auf einem Magic Keyboard zu löschen.

Ein neues Projekt mit demselben importierten Material zeigte dieses Crash-Verhalten nicht. Das spricht dafür, dass hier eine sehr spezielle Konstellation aus Projektzustand und Arbeitsweise vorlag, deren genaue Ursache unklar bleibt.

Unabhängig davon verringert Ihr das Risiko von Datenverlust deutlich, wenn Ihr Projekte von Beginn an auf einer externen SSD speichert. Zusätzlich profitiert Ihr von mehr Speicherplatz für umfangreiche Projekte und könnt die SSD bei Bedarf schnell an einen Mac anstecken, statt lange Exportwege zu gehen. Dass die SSD während des Schnitts am iPad hängen muss, ist umständlich – aber deutlich angenehmer, als eine komplette Produktion neu aufbauen zu müssen.

Via: https://appleinsider.com
Titelbild: Apple

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Tags: iPad, Final Cut Pro, Videobearbeitung, Externe SSD, Datenverlust, Apple Creator Studio

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