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Faltbares iPhone: Tim Cooks geheimes Langzeitprojekt

Tim Cook galt lange nicht als Produktmensch. Trotzdem soll er über zehn Jahre konsequent ein faltbares iPhone vorangetrieben haben – bis zu seinem Abschied als Apple-Chef.

Tim Cooks ungewöhnliches Engagement für Hardware

Steve Jobs kritisierte Tim Cook einst dafür, dass ihm die gleiche Leidenschaft für Produkte fehle, die Jobs selbst und Jony Ive auszeichnete. Cook schien sich tatsächlich nie so tief in einzelne Apple-Designs einzumischen wie seine Vorgänger. Laut einem Bericht von Bloomberg zeichnet sich nun jedoch ein anderes Bild ab. Demnach hat Cook mit direktem Eingreifen entscheidend dafür gesorgt, dass das neue iPhone Ultra als faltbares Gerät Realität wird. Dieses Modell gilt als sein tatsächlich letztes Produkt als Vorstandschef, auch wenn es erst nach seinem Rücktritt auf den Markt kommt.

Apple-Ingenieur:innen hatten bereits seit Jahren mit Konzepten für faltbare Geräte experimentiert. Im Raum standen unter anderem Ideen für ein iPad mini, das sich zu einem größeren iPad aufklappen lässt. Erst Cooks klare Vorgabe sorgte offenbar dafür, dass der Fokus der Teams auf ein iPhone gelegt wurde. Eine nicht namentlich genannte Quelle mit Kenntnis der internen Vorgänge beschreibt ihn als früheste und stärkste treibende Kraft hinter dem Projekt.

Impulse aus Asien und der Konkurrenz

Den Auslöser für Cooks Kurswechsel soll eine Reise nach Asien im Jahr 2020 gegeben haben. Dort fiel ihm auf, wie viele Nutzer:innen bereits faltbare Smartphones von Samsung, Huawei und anderen Herstellern verwendeten. Obwohl der Markt damals noch vergleichsweise klein war, war für ihn offenbar klar, dass Apple hier nicht fehlen dürfe. Er vertrat demnach die Position, dass Apple in diesem Segment vertreten sein müsse, wenn sich diese Geräteklasse weiterentwickelt.

Samsung hatte schon 2019 sein erstes faltbares Smartphone vorgestellt. Gleichzeitig investierte Apple laut Bericht bereits zuvor Entwicklungszeit in das Thema, ohne ein konkretes Produkt anzukündigen. Der entscheidende Unterschied soll Cooks ungewöhnlich deutliche Priorisierung gewesen sein. Seine bisher nie in dieser Form gezeigte Beharrlichkeit bei einem einzelnen Gerät führte dazu, dass Apple erhebliche Ressourcen in das technisch äußerst anspruchsvolle Projekt lenkte.

Stabsübergabe an John Ternus

Der Weg zum fertigen Produkt war lang und komplex. Laut Bericht spielte zum Schluss John Ternus eine zentrale Rolle, der inzwischen die Konzernführung übernommen hat. Er nutzte demnach seine Position, um das Projekt endgültig über die Ziellinie zu bringen. Mit der Präsentation des iPhone Ultra am 9. September 2026 beginnt offiziell seine Zeit als Apple-Chef.

Gleichzeitig markiert dieses Gerät den Abschluss von Tim Cooks Ära bei Apple. Das iPhone Ultra steht damit an einem symbolischen Wendepunkt: Es ist einerseits Cooks letztes großes Produkt, andererseits das erste wichtige neue Gerät, das John Ternus als Vorstandsvorsitzender vorstellt.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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