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EU-Kommission billigt neue App‑Store‑Regeln von Apple – trotz Epics Kritik

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Die Europäische Kommission zeigt sich mit Apples neuen Geschäftsbedingungen im App Store einverstanden. Nur Epic Games stellt sich weiter offen dagegen.

Digital Markets Act zwingt Apple zur Kurskorrektur

Der Digitale Märkte Akt hat Apple gezwungen, sein Geschäftsmodell in der Europäischen Union grundlegend zu überarbeiten. Die erste Fassung der neuen Bedingungen stieß jedoch auf deutliche Kritik, vor allem wegen der Kerntechnologiegebühr und unübersichtlicher Vergütungsmodelle. Nach weiteren Verhandlungen scheint Apple nun ein Modell gefunden zu haben, das in der EU weitgehend akzeptiert wird.

Ein Bericht der Irish Independent beschreibt die Reaktion der Europäischen Kommission auf die überarbeiteten Geschäftsbedingungen. Demnach begrüßt die Kommission die Änderungen ausdrücklich und will deren Umsetzung aufmerksam begleiten. Die Behörde hatte Apple zuvor im April 2025 wegen der sogenannten „Steering“-Regeln sowie wegen vorläufiger Feststellungen zur alternativen App-Verteilung gerügt.

Kommission begrüßt Änderungen und will Umsetzung überwachen

In einer Stellungnahme erklärt ein:e Sprecher:in der EU-Kommission, man begrüße Apples Änderungen an den Geschäftsbedingungen. Diese seien Ergebnis eines engen Dialogs, nachdem die Kommission eine Nichtkonformitätsentscheidung zu Apples Steuerungsbedingungen und vorläufige Feststellungen zur alternativen App-Verteilung getroffen habe. Die neuen Regeln sollen sicherstellen, dass Nutzer:innen in der EU unter dem Digitalen Märkte Akt ein Recht auf eine vollständige und wirksame Wahl zwischen alternativen Kanälen zur App-Verteilung haben.

Nach Einschätzung der Kommission erfüllen Apples neue Konditionen dieses Ziel. Der Kerntechnologiegebühr fällt weg, stattdessen basieren die Kosten nun auf prozentualen Anteilen zwischen 5 und 26 Prozent. Die konkrete Höhe hängt davon ab, wie Entwickler:innen mit Apples Plattform interagieren und welche Vertriebswege sie nutzen.

Epic Games bleibt bei harter Linie gegen Gebühren

Trotz der positiven Reaktion der EU-Kommission gibt es weiterhin deutlichen Widerspruch. Besonders lautstark äußert sich Epic Games, das bereits in den USA und der EU konsequent jede Gebühr auf Käufe außerhalb des App Stores ablehnt. Für Epic ist jede Abgabe oberhalb von 0 Prozent zu viel, unabhängig davon, wie die Verteilung organisiert ist.

Angesichts der Zustimmung der Europäischen Kommission zu Apples neuen Geschäftsbedingungen stehen die Chancen jedoch schlecht, dass sich Epics Position in der EU durchsetzt. Das Unternehmen wird sich entscheiden müssen, ob es die Gebühren akzeptiert oder einen eigenen Smartphone-Softwaremarkt aufbaut, um selbst von der Plattform zu profitieren. Klar ist nur, dass Epic seine juristische Auseinandersetzung mit Apple fortsetzen will.

Die laufenden Rechtsstreitigkeiten sind damit nicht beendet. In den USA ist die Klage von Epic gegen Apple rund um Provisionssätze weiterhin anhängig. Apple wartet dort auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Oktober, die den weiteren Verlauf des Konflikts maßgeblich beeinflussen könnte.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: Kerntechnologiegebühr, App-Vertrieb, Apple, App Store, EU, Epic Games, Europäische Kommission, Digital Markets Act

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