Apple bringt eine grundlegende Änderung an das MacBook Pro: Ein integrierter Touchscreen trifft auf modernste OLED-Technik. Wir haben das neue Notebook für euch geprüft und analysiert, ob die Neuerungen im Alltag tatsächlich überzeugen.
OLED-Display und die neue Touch-Bedienung
Das Herzstück ist das Pro-LED XDR-Display mit Tandem-OLED-Technologie. Durch zwei lichtemittierende Ebenen erreicht Apple eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2000 Nits, während die Mindesthelligkeit auf einen einzigen Nit sinkt. Die Schwarzwerte sind absolut, und störende Lichthöfe, wie sie von Mini-LED-Displays bekannt sind, fallen weg. Für Kreative ist die Unterstützung von P3 und Adobe RGB sowie eine hohe Abdeckung des REC 2020 Farbraums ein deutlicher Fortschritt.
Die größte Neuerung ist die Touch-Funktionalität. Apple versucht nicht, das Betriebssystem in ein iPad-ähnliches Format zu pressen, sondern ergänzt die bestehenden Eingaben. Ihr könnt direkt im Display scrollen, Bilder drehen oder Fenster verschieben. In Programmen wie Logic Pro lassen sich Regler gleichzeitig bedienen, und Entwickler:innen können iPhone-Apps direkt im Simulator per Touch testen. Um das typische Wackeln des Displays zu verhindern, wurde das Gehäuse verstärkt und die Kamera elektronisch stabilisiert.
Design-Update und M5-Leistung
Das Gehäuse ist spürbar leichter geworden. Das 14-Zoll-Modell wiegt nun rund 1,38 Kilogramm (14 % weniger), das 16-Zoll-Modell etwa 1,82 Kilogramm (15 % weniger). Beide Varianten sind zudem dünner und besitzen abgerundete Ecken. In der oberen Bildschirmkante integriert Apple die Dynamische Insel, über die Musik gesteuert oder AirDrop-Anfragen angenommen werden können.
Unter der Haube stecken die Chips M5 Pro und M5 Max mit bis zu 18 CPU-Kernen. Der M5 Max bietet zudem eine Grafikleistung von bis zu 40 Kernen und eine Speicherbandbreite von 614 Gigabyte pro Sekunde. Apple verspricht bis zu 40 % mehr Grafikleistung gegenüber der Vorgängergeneration. Besonders die KI-Leistung wurde gesteigert, da jeder Grafikkern über einen neuronalen Beschleuniger verfügt. Dies ermöglicht schnellere lokale Berechnungen, sofern ausreichend Arbeitsspeicher vorhanden ist – im getesteten Modell sind dies 128 Gigabyte. Die SSD erreicht Lese- und Schreibraten von bis zu 14,5 Gigabyte pro Sekunde.
Akkulaufzeit und Konnektivität
Die Batterielaufzeit beträgt laut Apple bis zu 24 Stunden bei der Videowiedergabe im 16-Zoll-Modell. Die volle Rechenleistung bleibt sowohl im Akkubetrieb als auch am Netzteil erhalten. Bei den Anschlüssen gibt es kaum Abstriche: Drei Thunderbolt 5-Ports, HDMI, ein SD-Kartenleser sowie Wi-Fi 7 sind an Bord.
Ein kritischer Punkt bleibt die Siri-KI, die in der Dynamischen Insel integriert ist, jedoch zum Start nicht auf Deutsch verfügbar sein wird. Wer bereits ein M4-Modell besitzt, findet kaum Gründe für einen Wechsel. Für Besitzer:innen älterer M1-Geräte ist das Upgrade aufgrund des Gewichts, des Displays und der Leistung jedoch sehr attraktiv. Das getestete High-End-Modell kostet weit über 8000 Euro.
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