Vivo hat ein neues Mixed-Reality-Headset vorgestellt, das Apples Vision Pro nicht nur optisch stark ähnelt. Die Besonderheiten liegen beim deutlich geringeren Gewicht und einer attraktiven Preisprognose.
Apples Vision Pro als Vorbild – jetzt von Vivo kopiert
Apple hat mit der Vision Pro ein VR/AR-Headset auf den Markt gebracht, das bislang allerdings hinter den Verkaufserwartungen zurückbleibt. Dennoch nehmen mehrere große Technikunternehmen das Gerät als Vorbild und entwickeln eigene Headsets. Auch der chinesische Smartphone-Konzern Vivo hat nun ein eigenes Modell angekündigt, das Vivo Vision heißt und starke Anleihen bei Apples Produkt nimmt. Während Samsungs „Project Moohan“ sich optisch leicht an der Vision Pro orientiert, kann beim Vivo Vision durchaus von einer weitgehenden Kopie gesprochen werden. Besonders hervorzuheben ist bei Vivo das Gewicht: Laut den veröffentlichten Daten wiegt das Headset nur 398 Gramm. Das entspricht einer 40-prozentigen Reduzierung gegenüber der Vision Pro. Damit unterbietet Vivo auch Metas Quest 3 in Sachen Gewicht um 117 Gramm. Die Reduktion ist bemerkenswert, da sie einen möglichen Nachteil von Apples Headset adressiert.
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Design und Technik fast identisch, einige Unterschiede
In puncto Optik und Design kopiert Vivo auffällig viele Details von Apples Vision Pro. Das Headset verfügt ebenfalls über einen gestrickten Kopfriemen, eine ähnlich geformte Glasfront und eine externe Batterielösung. Es unterstützt zudem Bewegungs- und Pinch-Gesten sowie Augen-Tracking – Funktionen, die auch bei Apples visionOS zum Einsatz kommen. Allerdings verzichtet Vivo Vision auf das sogenannte EyeSight-Feature, also das Display an der Vorderseite, das die Augen der Nutzer:innen zeigt. Dies könnte erklären, warum das Vivo Vision deutlich leichter ausfällt als die Vision Pro.
Auch auf technischer Seite zieht Vivo praktisch gleich mit Apple. Das Display des Vivo Vision ist ein Micro-OLED mit einer Auflösung von 3.552 x 3.840 Pixeln und einer Pixeldichte (PPI) von 4.032. Diese Werte entsprechen in etwa dem Niveau der Vision Pro, die mit jeweils 3.660 x 3.200 Pixeln und einer Pixeldichte von 3.386 PPI je Auge arbeitet. Das verspricht ein visuelles Erlebnis auf ähnlich hohem Niveau, allerdings bei deutlich geringerem Gewicht.
Preisansage und Verfügbarkeit
Ein weiterer, potenziell wichtiger Unterschied betrifft den Preis. Während die Apple Vision Pro zum Start rund 3.500 US-Dollar kostete, soll das Vivo Vision laut ersten Berichten für weniger als die Hälfte des Preises erhältlich sein. Erwartet wird ein Einstiegspreis von etwa 1.400 US-Dollar. Allerdings handelt es sich dabei bislang um Gerüchte; eine offizielle Preisaussage gibt es von Vivo noch nicht. Der Haken an der Sache: Das Vivo Vision liegt aktuell erst als „Discovery Edition“ vor, stellt also noch keinen endgültigen Serienstand dar. Unklar ist zudem, ob das Headset außerhalb Chinas verfügbar sein wird. Bis zur Marktreife und einer Verfügbarkeit für Nutzer:innen weltweit muss sich Vivo also noch beweisen.
Auch Apple arbeitet offenbar an einer verbesserten Version der Vision Pro mit schnellerem M5-Chip. Ob dies ausreicht, um künftig mit günstigeren und leichteren Alternativen konkurrieren zu können, bleibt abzuwarten. Für den Moment sehen wir, wie ein chinesischer Tech-Gigant die Schwächen von Apples Vision Pro gezielt angeht, aber der endgültige Praxistest steht noch aus.
Via: https://gizmodo.com
Titelbild: Vivo
