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ChatGPT in Siri: OpenAI unzufrieden mit Apple-Integration

OpenAI hat in neuen Gerichtsunterlagen sehr deutlich gemacht, wie schlecht die ChatGPT-Integration in Siri aus seiner Sicht gelaufen ist. Die Details werden im Rahmen einer Kartellklage rund um SpaceXAI sichtbar.

Wie Apple und OpenAI in eine Kartellklage geraten sind

Apple und OpenAI sind durch Vorwürfe von Elon Musk in eine Kartellklage hineingezogen worden, die nach Angaben von OpenAI haltlos sind. Das Verfahren läuft weiter, obwohl Apple inzwischen aus der Klage entfernt wurde. OpenAI kennt die Vergleichsvereinbarung zwischen Apple und SpaceXAI nicht, schildert in seiner eigenen Eingabe aber ausführlich, warum die Klage aus seiner Sicht komplett abgewiesen werden sollte. Dabei beschreibt das Unternehmen auch, wie enttäuschend die Zusammenarbeit mit Apple tatsächlich verlaufen ist.

Schon zuvor war bekannt geworden, dass OpenAI mit der Apple-Partnerschaft unzufrieden war und sogar eine eigene Klage erwogen hatte. Die neuen Unterlagen bestätigen diese Unzufriedenheit nun. In den Abschnitten D und F der Klageschrift führt OpenAI aus, dass Apples Umsetzung von ChatGPT in iOS und Siri von Beginn an fehlerhaft gewesen sei. Die Funktion war nur optional aktivierbar, und die Integration so speziell gestaltet, dass Benutzer:innen eher direkt die ChatGPT-App öffneten, statt über Siri darauf zuzugreifen.

Von Anfang an zum Scheitern verurteilt

Die Siri-Erweiterung mit ChatGPT startete im Dezember 2024. Bereits im Januar 2025 wurde laut OpenAI klar, dass die ursprünglichen Prognosen deutlich reduziert werden mussten. Im März 2026 stufte OpenAI die Integration schließlich als „dauerhaft unter den Erwartungen zurückbleibend“ ein. Parallel dazu führte Apple neue Apple Foundation Models ein, die mithilfe eines Gemini-Frontier-Modells per Distillation entwickelt wurden. Obwohl es keine Exklusivitätsvereinbarung zwischen Apple und OpenAI gab, veröffentlichte Apple danach keine weiteren Erweiterungen für Siri.

Der Vertrag mit Apple brachte OpenAI zudem keinen Mehrwert durch Daten. Die Nutzung von ChatGPT über Siri lieferte keine verwertbaren Informationen, da weder Daten gesammelt noch zum Training eingesetzt wurden. Der einzige denkbare Vorteil wäre ein positiver „Halo-Effekt“ gewesen, also zusätzliche Aufmerksamkeit, neue Nutzer:innen und mehr zahlende Abonnent:innen. Dieser Effekt trat nach Darstellung von OpenAI aber nicht ein.

Grok, SpaceXAI und der Streit mit Elon Musk

Während die Siri-Integration von ChatGPT schwächelte, verzeichnete Grok, der KI-Dienst von xAI, das inzwischen in SpaceXAI aufgegangen ist, eine gewisse Popularität. In den Unterlagen zu den Fusionen und Umstrukturierungen wird betont, wie konkurrenzfähig und beliebt Grok sei – und das, obwohl bereits die Kartellklage lief. OpenAI fasst in seiner Erwiderung die aus seiner Sicht absurde Argumentation zusammen, auf der die Klage beruht, und stellt klar, wie wenig Substanz sie hat.

Außerdem betont OpenAI, dass Musk offenbar nie versucht habe, Grok ähnlich wie ChatGPT als Siri-Erweiterung zu platzieren. Von Beginn an sei anscheinend fälschlich angenommen worden, eine nicht existierende Exklusivitätsvereinbarung mit OpenAI würde das verhindern. Das gesamte Verfahren beschreibt OpenAI als unübersichtlich und konfliktgeladen, ohne schnelle Lösung in Sicht. Musk nutzt die Klage gleichzeitig, um seinen früheren Geschäftspartner Sam Altman anzugreifen. Während OpenAI sich gute Chancen gegen SpaceXAI ausrechnet, könnte der separate Rechtsstreit mit Apple wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen deutlich schwieriger werden.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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