Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hält Apples Bedingungen für den Zugriff auf die NFC-Technik im iPhone weiterhin für zu restriktiv. Entwickler:innen hätten berichtet, dass sich damit keine praktikablen Alternativen zu Apple Pay aufbauen ließen.
Andere Bedingungen als in der EU
Als Apple den NFC-Chip erstmals in iPhones einbaute, konnte zunächst nur Apple Wallet ihn für kontaktlose Kartenzahlungen nutzen. Apps von Drittanbietern durften die Technik zwar für andere Zwecke einsetzen, aber nicht für Kartenzahlungen.
Diese Beschränkung führte in mehreren Ländern zu Wettbewerbsverfahren. Apple musste den Zugang zum NFC-Chip in einigen Märkten öffnen, darunter in der EU. Dort können Entwickler:innen eine Berechtigung beantragen. Dafür müssen sie Apple nachweisen, dass sie Branchenstandards erfüllen und über die nötigen Lizenzen zur Abwicklung von Zahlungen verfügen. Gebühren fallen dafür nicht an.
In EU-Ländern können Nutzer:innen außerdem selbst festlegen, welche Wallet-App standardmäßig geöffnet wird, wenn sie zweimal die Seitentaste drücken oder das iPhone an ein Zahlungsterminal halten.
Nach Angaben der CMA gegenüber Reuters gelten in Großbritannien nicht dieselben Bedingungen. Die Behörde sagt, Entwickler:innen hätten die von Apple angebotenen Kompromissregeln als Hindernis für den Wettbewerb und die Entwicklung neuer Angebote beschrieben.
CMA prüft weitere Lockerungen
Sarah Cardell, Geschäftsführerin der CMA, erklärte, hohe Gebühren, strenge Bedingungen und technische Einschränkungen bei Apples kontaktloser Technologie machten es Herausforderern zu schwer, Innovationen voranzutreiben und mit Apple zu konkurrieren.
Die Behörde hat deshalb eine öffentliche Konsultation zu einem Vorschlag gestartet, Apples Kontrolle über den NFC-Chip für kontaktlose Zahlungen weiter zu lockern. Apple lehnt den Vorschlag ab, kündigt aber an, weiter mit der CMA zusammenzuarbeiten.
Das Unternehmen begründet seine Haltung mit dem Schutz der Nutzer:innen. Apple erklärte, die CMA solle es nicht dazu verpflichten, einen Ansatz mit geringeren Datenschutz- und Sicherheitsvorkehrungen zu übernehmen. Man wolle konstruktiv an einer Lösung arbeiten, die im Interesse der Nutzer:innen liege.
Apples Stellung im Verfahren
Der Quellartikel zieht einen Vergleich zu den Auseinandersetzungen um App-Marktplätze von Drittanbietern. Die Einschätzung dort: Apple könnte auch in diesem Fall regulatorischen Forderungen nachgeben müssen. Zugleich wird die Frage aufgeworfen, ob der Widerstand für Apple wirtschaftlich nötig ist, da die meisten iPhone-Besitzer:innen voraussichtlich ihre Standard-App für Wallet oder App-Marktplätze nicht ändern würden.
Die CMA konsultiert derzeit öffentlich zu ihrem Vorschlag. Aus dem Bericht geht nicht hervor, wann die Behörde über die nächsten Schritte entscheidet.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: 9to5mac.com
