Wenn ich reise, habe ich mir angewöhnt, leichtes Gepäck dabei zu haben. Das gilt auch und insbesondere für die Elektronik. Ein Ladegerät und möglichst wenige Kabel sollten es sein. Dank USB-C in den iPhones muss ich ja nun auch kein extra Lightning-Kabel mehr mitnehmen. Seit einigen Wochen begleitet mich dieser Lader hier, den ich für euch ausprobiert habe.
Im kleinen Karton ist neben dem eigentlichen Gerät nur noch der übliche Papierkram zu finden und erstaunlich wenig Plastikmüll. Der Ladeplug sieht ein bisschen aus wie ein zu groß geratenes Steckernetzteil. Was er im Grunde ja auch ist. Der Grund für die Größe ist leicht erklärt. Das Ladegerät kommt mit einem eingebauten USB-C-Kabel.
Das Ladekabel befindet sich im oberen Teil des Steckers und rollt sich leicht ab. Genau so leicht rollt es sich auch wieder auf, denn es hat dazu eine Automatik, die man beim Ausrollen quasi aufzieht und deren gespeicherte kinetische Energie dann zum Aufrollen genutzt wird. Ähnlich wie das Stromkabel bei einem Bodenstaubsauger. Ausgerollt hat das USB-C-Kabel eine Länge von knapp 69 cm. Es handelt sich dabei um ein flaches Kabel, was dem Platz im aufgerollten Zustand entgegenkommt. Um es wieder einzurollen, muss man einmal kurz ziehen. Das aktiviert den Aufziehmechanismus, der das Kabel dann in den oberen Teil des Steckers zurückzieht.
Der USB-C-Stecker klappt dann um und liegt ebenfalls im oberen Bereich des Netzteils. Dort hält er magnetisch. Neben diesem Kabel hat das Netzteil noch eine weitere USB-C- und eine USB-A-Buchse. Somit kann man also bis zu drei Geräte gleichzeitig laden. Die dafür nötigen Kabel muss man dann allerdings doch mitnehmen.
Da Gerät kann in Summe maximal 45 Watt liefern. Diese können vollständig auf dem eingebauten Kabel oder dem zweiten USB-C-Port abgerufen werden. Der USB-A-Port liefert maximal 22,5 Watt.
Werden alle drei Ports genutzt, liefert das eingebaute Kabel 30 Watt, die anderen beiden jeweils 7,5 Watt. Fast Charging 2.0 wird vom eingebauten Kabel nicht unterstützt. Laut Hersteller ist das Ladegerät für alle iPhones der aktuellen Generation, die Apple Vision Pro, iPads und Apple Watches geeignet und lädt diese auch schnell. Das Gerät hat eine Größe von 90x50x50mm und wiegt ca. 194 Gramm.
Ugreen geht einen witzigen Weg, indem sie das Kabel gleich im Gehäuse einbauen. Auf diese Weise spart man sich mindestens ein Kabel, und wenn alle Geräte der Reihe nach geladen sind, braucht man außer dem Klotz auch keine weiteren Kabel und Netzteile mitzunehmen. Allerdings ist ein solcher Mechanismus auch die Schwachstelle an dem Gerät. Geht das Kabel kaputt, ist das Netzteil zwar nicht wertlos, weil man ja noch zwei Ports hat, aber es verliert in diesem Fall schon seinen USP. Und austauschen kann man ein defektes Kabel sicher nur unter hohem Aufwand. Außerdem ist der „Einroll“-Mechanismus tendenziell immer eine Sollbruchstelle.
Nimmt man diese Fakten in Kauf und betrachtet den einigermaßen günstigen Preis von knapp 30 Euro, bekommt man ein gutes Netzteil für unterwegs. Ich finde es gut, dass Ugreen hier mal andere Wege einschlägt und nicht nur den hundertsten Ladebrick auf den Markt wirft.
Das Gerät gibt es bei Amazon.
Zur Transparenz sei gesagt, dass ich das Gerät bei Amazon bestellt habe.
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