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Apple Vision Pro: Produktlinie lebt weiter trotz Abgesang

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Berichte über das angebliche Ende von Apple Vision Pro sorgen seit Wochen für Verwirrung. Neue Informationen zeichnen jedoch ein anderes Bild: Apple hält an der Produktlinie fest.

Gerüchte um Aufgabe der Vision-Pro-Entwicklung

Auslöser der Diskussion war ein Bericht, der sich auf eine anonyme, inhaltlich eingeschränkte Quelle stützte und Apple Vision Pro bereits als aufgegebene Produktlinie einstufte. Demnach sei das zuständige Team aufgelöst worden und Apple hätte sich faktisch von dem Projekt verabschiedet.

Diese Darstellung wird inzwischen deutlich relativiert. Zwar soll sich das Kernteam verändert oder weiterentwickelt haben, doch die Arbeit an Apple Vision Pro gilt nicht als eingestellt. Die Einschätzung von AppleInsider wurde inzwischen von weiteren gut informierten Personen bestätigt, unter anderem im aktuellen Power-On-Newsletter.

Demnach wurde die Vision-Produktgruppe zwar in verschiedene andere Organisationseinheiten innerhalb Apples aufgeteilt, die Entwicklung des Headsets läuft aber weiter. Ein Bericht von John Gruber geht sogar noch weiter und behauptet, dass die Vision-Produktgruppe in irgendeiner Form weiterhin existiert. Das widerspricht den Aussagen von Mark Gurman, lässt sich aber durch interne Umstrukturierungen erklären.

Gruber weist zudem darauf hin, dass ein Team bei Apple nicht aus einer Web-Meldung von seiner Auflösung erfahren würde. Sollte es eine derart weitreichende Entscheidung geben, würde sie in einer internen Vollversammlung kommuniziert, deren Inhalte dann gegebenenfalls nach außen durchsickern – ähnlich wie beim Projekt Apple Car.

Chronologie: Von 2016 bis zu den aktuellen Gerüchten

Ein Blick auf die bekannten Stationen hilft, die Lage einzuordnen. 2016 gründet Apple eine Spezialgruppe unter der Leitung von Mike Rockwell, die sich der Entwicklung von Produkten für erweiterte Realität widmet. Nach der Vorstellung von Apple Vision Pro wird im Juli 2023 die Vision-Produktgruppe detailliert beschrieben. Im Februar 2024 erscheint Apple Vision Pro schließlich auf dem Markt und erreicht im ersten Jahr rund 600.000 verkaufte Geräte.

Nach der erfolgreichen Entwicklung und Markteinführung kommt es zu einem Wechsel: John Giannandrea wird durch Mike Rockwell ersetzt. Rockwell holt sich daraufhin mehrere Führungskräfte und Entwickler:innen aus der Vision-Produktgruppe in sein Umfeld, ohne dass zu diesem Zeitpunkt von einer vollständigen Auflösung der Gruppe die Rede ist.

Im Oktober 2025 folgt ein Apple-Vision-Pro-Modell mit M5-Chip, offenbar um die Plattform technisch aktuell zu halten und weiterhin neue Hardware anzubieten. Am 15. April 2026 bezeichnet Marketingchef Greg Joswiak Apple Vision Pro öffentlich als Blick in die Zukunft, betont aber, dass unklar sei, wann sich räumliches Rechnen tatsächlich durchsetzen werde.

Nur zwei Wochen später, am 29. April, tauchen dann Gerüchte auf, Apple habe Apple Vision Pro aufgegeben und die gesamte Vision-Produktgruppe sei aufgelöst worden. Heute ist jedoch klar: Die Gruppe wurde nicht vollständig zerschlagen, aktive Teammitglieder sollen von den Meldungen überrascht gewesen sein.

Interne Struktur, verschobene Prioritäten und Ausblick

Die widersprüchlichen Berichte lassen sich vermutlich durch Apples interne Struktur erklären. Normalerweise arbeitet das Unternehmen nicht in separaten Spezialteams – die Vision-Produktgruppe und das Autoprojekt Titan sind hier Ausnahmen. Offenbar hat Apple angesichts der schwierigen Perspektive für ein stark überarbeitetes Headset in absehbarer Zeit damit begonnen, Top-Talente in andere, dringlichere Bereiche zu verlagern.

Das bedeutet aber nicht, dass die Vision-Produktgruppe verschwunden ist. Wahrscheinlicher ist, dass sie an weiteren Produkten im Bereich erweiterte Realität arbeitet, etwa an den immer wieder diskutierten Apple-Brillen mit vollwertiger AR-Funktionalität. Gleichzeitig gilt: Weder ein deutlich leichteres Apple-Vision-Pro-Headset noch solche AR-Brillen lassen sich mit dem heutigen Stand der Technik einfach umsetzen.

Möglich ist, dass die ursprüngliche anonyme Quelle aus dem Umfeld eines Teammitglieds stammt, das versetzt wurde und mit der Veränderung unzufrieden ist. Unabhängig davon steht fest: visionOS 27 soll zur Entwickler:innenkonferenz WWDC 2026 am 8. Juni erscheinen und bringt Verbesserungen mit. Wer Apple Vision Pro nutzt, muss daher nicht befürchten, dass Apple die Unterstützung für das Gerät kurzfristig einstellt.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: Augmented Reality, visionOS, Apple Vision Pro, Apple Gerüchte, räumliches Rechnen, Vision-Produktgruppe

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