Mit dem neuen M5-Chip hebt Apple seine Prozessoren auf ein neues Niveau. Doch lohnt sich der Umstieg vom M4 auf den M5 wirklich für euch?
Deutliche Leistungssteigerungen beim M5
Apple hat den M5-Chip als Nachfolger des im Mai 2024 vorgestellen M4 veröffentlicht und verspricht spürbare Verbesserungen bei CPU-, GPU- und KI-Leistung. Verglichen mit dem M4 bietet der M5-Chip mehr Rechenleistung insbesondere in Bereichen, die intensives KI/AI Processing und grafikintensive Workloads betreffen. Apple gibt an, dass der M5 mehr als sechsmal so viel GPU-Rechenleistung für KI Berechnungen im Vergleich zum M1 erreicht. Beim M4 waren es in dem Vergleich 2,2-fache GPU Beschleunigung. Die neue GPU-Architektur enthält in jedem Kern einen speziellen Neural Accelerator, der KI-Berechnungen beschleunigen soll. Zudem wurden der Neural Engine und die Speicherbandbreite verbessert. Das vereinfacht für Entwickler:innen die Nutzung von KI-Modellen direkt auf dem Gerät .
Wann lohnt sich der Wechsel zum M5?
Nutzer:innen, die häufig mit KI-gestützten Anwendungen, komplexer 3D-Grafik, datenintensiven Render-Prozessen oder Aufgaben mit hoher Speicherlast arbeiten, merken laut Apple einen deutlichen Unterschied. Die Kombination aus schnellerer, KI-fähiger GPU, stärkerer Neural Engine und mehr Bandbreite sorgt in diesen Szenarien für eine spürbare Beschleunigung. Gerade bei lokalen KI-Anwendungen, Videoschnitt, Raytracing und 3D-Projekten kann sich die Investition in den M5 auszahlen, da sich die Zeit bis zum Ergebnis deutlich reduziert. Das ist besonders für professionelle Nutzer:innen relevant, bei denen Geschwindigkeit im Workflow entscheidend ist.
Alltag: M4 bleibt ausreichend schnell
Für alltägliche und normal professionelle Aufgaben, etwa Surfen, Office-Anwendungen, Medienwiedergabe oder durchschnittliche Bild- und Videobearbeitung, wird der Unterschied zwischen M4 und M5 meist nicht auffallen. Der M4-Prozessor bleibt für die allermeisten Nutzer:innen weiterhin schnell genug und erfüllt alle Anforderungen des täglichen Gebrauchs für kommende Jahre. Wer bereits ein M4-Gerät besitzt oder eines kaufen möchte, trifft also weiterhin eine gute Wahl. Wer jedoch ein besonders zukunftssicheres Gerät sucht oder plant, langfristig mit neusten KI-Anwendungen zu arbeiten, könnte mit einem M5 länger Freude haben.
Den M5-Chip verbaut Apple aktuell im 14-Zoll-MacBook Pro, im neuen iPad Pro sowie in der Apple Vision Pro. Weitere Versionen wie der M5 Pro oder M5 Max werden für spätere Mac-Modelle erwartet. Die Preise der Geräte variieren je nach Modell und Ausstattung, zum Beispiel startet das 14-Zoll MacBook Pro mit M5 voraussichtlich ab 1.799 Euro.
Fazit: Für reine Alltagsanwendungen bleibt der M4 eine langfristig, gute Wahl. Wer jedoch regelmäßig sehr anspruchsvolle, KI-basierte oder grafikintensive Aufgaben erledigt, profitiert mit dem M5 von deutlichen Geschwindigkeitsvorteilen und etwas mehr Zukunftssicherheit.
