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Apple prüft RAM-Kauf von sanktionierten chinesischen Zulieferern

Apple RAM aus China Apple Speicherstrategie

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Apple reagiert auf die weltweite Speicherknappheit und denkt über neue RAM-Lieferanten nach. Die möglichen Partner stehen auf einer schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums.

Chinesische Speicherhersteller im Fokus

Im Gespräch sind die Unternehmen ChangXin Memory Technologies Inc. und Yangtze Memory Technologies Co. Beide Firmen führt das US-Verteidigungsministerium auf einer Liste chinesischer Unternehmen, denen eine Unterstützung des Militärs in Peking zugeschrieben wird. Diese Einstufung macht jede Zusammenarbeit für US-Konzerne politisch heikel und dürfte bei US-Abgeordneten erneut für Aufmerksamkeit sorgen.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, laufen die Gespräche zwischen Apple und den beiden Speicherherstellern noch, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Apple prüft damit Optionen, um unabhängiger von bisher etablierten Zulieferern zu werden und die Auswirkungen der aktuellen Engpässe bei Speicherchips abzufedern. Die weltweite Knappheit bei Arbeitsspeicher hat Apple bereits dazu veranlasst, die Preise über weite Teile des Hardware-Portfolios anzuheben.

US-Regierung im Blick

Der scheidende Vorstandschef Tim Cook, der im September zurücktreten soll, hat sich wegen der Pläne an die Regierung von Präsident Trump gewandt. Er suchte dabei auch den Austausch mit Finanzminister Scott Bessent. Formal wäre Apple nicht verpflichtet, eine Genehmigung einzuholen, da rechtlich keine ausdrückliche Zustimmung nötig ist. Das Unternehmen dürfte sie aber anstreben, um Kritik und mögliche politische Folgen einer Zusammenarbeit mit sanktionierten Firmen zu vermeiden.

Die Einstufung der chinesischen Hersteller durch das Verteidigungsministerium basiert auf der Annahme, dass die Unternehmen Verbindungen zum Militär in China haben. Dadurch geraten alle potenziellen Geschäfte automatisch stärker in den Fokus der US-Politik. Sollten die Verhandlungen zu einer Lieferbeziehung führen, ist mit genauer Prüfung durch Gesetzgeber:innen und Behörden zu rechnen.

Frühere Pläne mit YMTC

Apple hatte bereits zuvor versucht, Chips von Yangtze Memory Technologies Co. zu beziehen. Damals ging es um Speicherchips für iPhones, die ausschließlich in China verkauft werden sollten. Schon dieser Plan löste deutliche Reaktionen im US-Senat aus. Marco Rubio, führender Republikaner im Geheimdienstausschuss des Senats, warf Apple damals vor, mit diesem Schritt „mit dem Feuer zu spielen“.

Die jetzt diskutierten RAM-Lieferungen von ChangXin Memory Technologies Inc. und Yangtze Memory Technologies Co. stehen damit in einer Reihe früherer Bemühungen, die Lieferkette für Speicherchips breiter aufzustellen. Gleichzeitig zeigt sich, dass jeder Versuch, stärker mit sanktionierten chinesischen Technologieunternehmen zusammenzuarbeiten, Apple in ein politisch sensibles Umfeld bringt.

Via: https://appleinsider.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Tags: Speicherknappheit, ChangXin Memory, Yangtze Memory, Apple, YMTC, RAM, Tim Cook, China, Arbeitsspeicher, US Regierung, Lieferkette

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