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Apple Music setzt klare Grenzen für KI-generierte Musik

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Apple zieht bei KI-generierter Musik eine deutliche Linie: Inhalte, die sich zu stark auf künstliche Klänge stützen, sollen auf Apple Music weniger Raum bekommen. Der Konzern will damit die menschliche Kreativität im Mittelpunkt halten.

Apple warnt Musikbranche vor zu viel KI

Wie in vielen kreativen Bereichen spielt künstliche Intelligenz auch in der Musikproduktion eine wachsende Rolle. Apple hat nun die gesamte Branche gewarnt, dass es aktiv gegen die Flut an KI-Audioinhalten vorgehen will.

In einem offenen Brief an Musiklabels und Partner:innen der Musikindustrie mit dem Titel „Was wir tun, um Musik fair zu halten“, über den 9to5Mac berichtet, skizziert Apple Music eine abgewogene Position. KI könne Musiker:innen helfen, neue Wege zu finden und Geschichten anders zu erzählen, doch Apple will faire Bedingungen für alle schaffen, die wenig oder gar keine KI einsetzen.

Technologie solle Künstler:innen unterstützen, nicht ersetzen, betont Apple. Bislang ist KI-Musik bei den Hörer:innen offenbar kein großer Erfolg: Laut Apple entfällt weniger als ein Prozent der Wiedergaben auf Apple Music auf KI-generierte Musik.

Diese Zahlen wurden bereits im April in einem Interview mit Apple-Music-Vizepräsident Oliver Schusser bekannt. Er erklärte, dass zwar ein großer Teil der Einreichungen für den Dienst von KI erzeugt werde, Nutzer:innen diese Titel aber kaum hören. Mehr als ein Drittel der eingereichten Stücke sei „100 % KI“, sagte Schusser, doch der Hörer:innenanteil für solche Songs liege unter 0,5 %.

Transparenzkennzeichnungen für KI-Inhalte

Apple erkennt an, dass KI Musiker:innen neue kreative Möglichkeiten eröffnen kann. Gleichzeitig setzt der Dienst aber auf klare Regeln und Begrenzungen, um Missbrauch zu verhindern. Statt KI-Musik komplett zu verbieten, strebt Apple einen transparenteren Marktplatz an, auf dem deutlich erkennbar ist, wo und wie KI zum Einsatz kommt.

Bereits im März hat Apple Plattenfirmen und Vertriebe aufgefordert, entsprechende Kennzeichnungen einzuführen. Diese sogenannten Transparenzkennzeichnungen sollen anzeigen, ob bestimmte Cover-Grafiken, Titel, Kompositionen oder Musikvideos von KI generiert wurden.

Laut Apple arbeiten die Vertriebe daran, diese Labels zu ergänzen, und sie werden für künftige Einreichungen verpflichtend. In der Musik-App selbst werden die Kennzeichnungen zwar noch nicht sichtbar eingesetzt, ermöglichen Apple intern aber bereits einen Überblick über den Anteil von KI-Inhalten.

Interne KI-Tools gegen Spam und Manipulation

Parallel dazu hat Apple interne Werkzeuge entwickelt, um KI-generierte Titel zu erkennen. Dieselben Systeme sollen auch dabei helfen, Spam-Inhalte und Identitätsmissbrauch zu bekämpfen. Dazu gehört die Überwachung von Musikstreams, um manipulierte Abrufe aufzuspüren. Stellt Apple fest, dass ein KI-generierter Titel vor allem durch künstlich erzeugte Streams nach oben gespült wird, kann der Song automatisch aus der Sichtbarkeit entfernt werden.

Schon im Februar hat Apple die Sanktionen für Stream-Manipulation verschärft. Im Jahr 2025 seien rund zwei Milliarden manipulierte Streams ausgeschlossen worden, erklärte das Unternehmen. Die zugehörigen Tantiemen wurden in den allgemeinen Auszahlungsfonds für Künstler:innen und Labels zurückgeführt. Nach aktuellen Angaben macht Stream-Manipulation etwa 0,5 % aller Apple-Music-Streams aus und liegt damit offenbar im unteren Vergleichsbereich der Branche.

Der Einsatz von KI zur Kontrolle eigener Plattformen ist für Apple kein neues Instrument. Im App Store unterstützt maschinelles Lernen die Prüfungs-Teams bereits dabei, eine wachsende Zahl an Apps zu sichten. Im offenen Brief bekräftigt Apple abschließend seine eindeutig menschenzentrierte Haltung zur Musik: Empfehlungen und Entdeckungen basieren weiterhin stark auf menschlicher Redaktion und Kuratierung durch das interne Team.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: Apple Music, künstliche Intelligenz, Musikstreaming, Musikindustrie, KI-Musik, Stream-Manipulation, Transparenzkennzeichnung

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