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Apple lässt Nvidia- und AMD-eGPUs auf Apple-Silicon-Macs für KI zu

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Apple hat erstmals Treiber für externe Nvidia- und AMD-Grafikkarten auf Apple-Silicon-Macs freigegeben. Die Lösung zielt klar auf KI-Anwendungen und nicht auf Spieleunterstützung.

Signierte Treiber für eGPUs auf Apple Silicon

Apple hat laut Tiny Corp Treiber für Nvidia-eGPUs signiert und damit den Einsatz externer Grafiklösungen an Apple-Silicon-Geräten offiziell ermöglicht. In einem Beitrag auf X berichtet das Unternehmen, dass Apple die Software nun freigegeben hat, sodass sich die GPUs mit Macs für die Verarbeitung großer KI-Sprachmodelle koppeln lassen. Tiny Corp betont, dass die Installation der Treiber inzwischen so einfach sei, „dass Qwen es könnte“.

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Bereits im Mai 2025 hatte Tiny Corp eine eGPU an Apple Silicon getestet, damals jedoch noch ohne Unterstützung durch Apple. Nutzer:innen mussten auf inoffizielle Umwege zurückgreifen, etwa die Deaktivierung des Systemintegritätsschutzes, um die Hardware zum Laufen zu bringen. Mit der nun erfolgten Signierung entfällt dieser Schritt für unterstützte Systeme.

In dem X-Beitrag schreibt Tiny Corp, dass Besitzer:innen eines Thunderbolt- oder USB4-eGPUs und eines Macs nun endlich loslegen können. Apple habe den Treiber für sowohl AMD- als auch Nvidia-Grafikkarten genehmigt, die Installation sei entsprechend unkompliziert geworden.

Tiny Corp und seine KI-Hardware

Tiny Corp ist das Unternehmen hinter dem Tinybox, einem KI-Beschleuniger auf Basis von vier High-End-Grafikkarten. Es machte Schlagzeilen, weil es sich mit AMD wegen Treiberproblemen anlegte, bis AMD-Chefin Dr. Lisa Su persönlich eingriff, um die Situation zu klären. Aktuell verkauft Tiny Corp den red v2, ein System mit vier AMD 9070XT, für 12.000 US-Dollar (rund 11.100 Euro). Außerdem bietet es den green v2 Blackwell mit vier RTX Pro 6000 Blackwell für 65.000 US-Dollar (rund 60.000 Euro) an.

Für 2027 plant Tiny Corp den Start der Exabox. Dieses System soll mit 720 RDNA5 AT0 XL GPUs ausgestattet sein und rund 1 Exaflops Rechenleistung liefern. Der Preis ist mit etwa 10 Millionen US-Dollar (rund 9,2 Millionen Euro) angesetzt. Die jetzt von Apple signierten Treiber könnten es Nutzer:innen ermöglichen, bestimmte Trainings- oder Inferenzaufgaben auf ihren eigenen Macs auszuführen, ohne auf solche Hochleistungssysteme angewiesen zu sein – wenn auch mit Einschränkungen.

KI-Boom sorgt für Mac-Engpässe und Gaming-Frust

Leistungsstarke Apple-Rechner sind zuletzt durch den Aufstieg von KI-Agenten wie OpenClaw verstärkt in den Fokus gerückt. Die hohe Nachfrage führte zu einem Engpass bei Macs mit großen Konfigurationen des gemeinsamen Speichers, wodurch sich die Lieferzeiten von sechs Tagen auf bis zu sechs Wochen verlängerten. Inzwischen bietet Apple die Option mit 512 GB gemeinsamem Speicher für den Mac Studio nicht mehr an, während das Modell mit 256 GB einen Aufpreis von 400 US-Dollar (rund 370 Euro) erfahren hat.

Der neue Treiber stammt offenbar nicht direkt von den GPU-Herstellern, sondern wurde von Tiny Corp selbst entwickelt. Er ist daher auf den Einsatz mit KI-Sprachmodellen ausgerichtet und nicht für Spiele optimiert. Das dürfte Nutzer:innen enttäuschen, die sich eine Lösung erhofft hatten, um mit einem Mac sowohl produktiv zu arbeiten als auch zu spielen, ohne einen zweiten Rechner zu benötigen. Für alle, die an künstlicher Intelligenz arbeiten, bleibt die Freigabe dennoch ein wichtiger Schritt, weil sie die Nutzung externer GPUs für KI-Aufgaben auf Apple-Silicon-Macs deutlich vereinfacht.

Via: https://www.tomshardware.com

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Tags: LLM, Apple, Tiny Corp, Mac, Nvidia, KI, AMD, eGPU, Apple Silicon, Unified Memory

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