Apple wird seine Finanzzahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 am Donnerstag, 30. April, vorlegen. Für denselben Tag ist die übliche Telefonkonferenz mit dem Management angesetzt.
Termin, Ablauf und Beteiligte
Die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026 veröffentlicht Apple nach Börsenschluss. Anschließend folgt eine Telefonkonferenz um 2:00 Uhr pazifischer Zeit bzw. 5:00 Uhr östlicher Zeit, in der das Quartal erläutert wird. An dem Gespräch nehmen Vorstandschef Tim Cook und Finanzchef Kevan Parekh teil, die die Entwicklung des Unternehmens im Quartal erklären und Fragen von Analyst:innen beantworten.
Ein Live-Audiostream der Konferenz wird über die Investor-Relations-Webseite von Apple bereitgestellt. Damit können interessierte Anleger:innen und andere Zuhörer:innen die Ausführungen des Managements in Echtzeit verfolgen. Die Bekanntgabe der Zahlen dürfte von Investor:innen genau beobachtet werden, weil sie einen frühen Hinweis auf die Nachfrage nach mehreren neuen Produkten liefern soll.
Ausgangslage nach Rekordquartal und neuen Produkten
Dem Bericht für das zweite Quartal geht ein Rekordquartal voraus: Im ersten Geschäftsquartal erzielte Apple einen Umsatz von 143,8 Milliarden US‑Dollar (ca. 132,4 Milliarden Euro). Laut Tim Cook war dafür eine starke Nachfrage nach der iPhone‑17‑Produktreihe ausschlaggebend. Das erste Quartal spiegelt allerdings vor allem das Weihnachtsgeschäft wider, während das nun anstehende März‑Quartal als Gradmesser für die weitere Entwicklung gilt.
Im Berichtszeitraum hat Apple große Teile seines Mac‑ und iPad‑Sortiments erneuert. Das Unternehmen stellte das komplett neue MacBook Neo vor, ein günstigeres Notebook, das gegen Chromebooks positioniert ist. Zusätzlich brachte Apple überarbeitete MacBook‑Pro‑ und MacBook‑Air‑Modelle mit Chips der M5‑Serie auf den Markt. Obwohl das MacBook Neo erst gegen Ende des Quartals erschien, könnten erste Umsätze bereits in den Zahlen sichtbar sein.
Tim Cook hatte kürzlich erklärt, Apple habe nach der Einführung von MacBook Neo, M5‑MacBook Air und MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max die beste Startwoche aller Zeiten für Erstkäufer:innen eines Mac verzeichnet. Branchenprognosen gehen zudem davon aus, dass Apple in diesem Jahr 25 Millionen MacBooks ausliefern könnte, obwohl der allgemeine PC‑Markt schwächelt. Die kommenden Zahlen liefern damit einen ersten Hinweis darauf, wie sich diese Schätzungen mit der Realität decken.
Fokusbereiche: Mac, iPhone, iPad und Dienste
Besondere Aufmerksamkeit dürfte dem Mac‑Geschäft gelten, das durch die neuen Modelle und die Aussagen des Managements in den Blickpunkt gerückt ist. Analyst:innen werden außerdem auf Hinweise zur Entwicklung der iPhone‑Verkäufe achten, einschließlich des kürzlich eingeführten iPhone 17e, das Anfang März auf den Markt kam. Ebenfalls erwartet werden Aussagen zum M4 iPad Air, das im selben Zeitraum gestartet ist.
Traditionell dient dieses Quartal auch dazu, die Entwicklung der Margen zu bewerten. Apple soll aktuell höhere Speicherpreise übernehmen, statt diese an Kund:innen weiterzugeben. Ein weiteres zentrales Thema bleiben die Dienste, nachdem dieser Bereich im vorangegangenen Quartal einen Rekordumsatz von 30 Milliarden US‑Dollar (ca. 27,6 Milliarden Euro) erreichte. Apple baut das Angebot weiter aus, unter anderem mit dem Abo-Dienst Apple Creator Studio und dem Start exklusiver Formel‑1‑Übertragungen auf Apple TV.
Darüber hinaus werden Aussagen zu den Plänen des Unternehmens im Bereich Künstliche Intelligenz sowie zur wachsenden Dienstesparte mit Angeboten wie Apple Music, iCloud, Apple TV+ und dem App Store erwartet. Diese Bereiche gelten als wichtige Treiber für wiederkehrende Umsätze und sollen in der Telefonkonferenz ausführlich beleuchtet werden.
Via: www.theapplepost.com · appleinsider.com · www.iClarified.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
