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Apple hält KI-Ausgaben stabil, während OpenAI Milliarden verbrennt

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Während OpenAI sich auf einen Börsengang vorbereitet und hohe Verluste einfährt, profitiert Apple vergleichsweise günstig von KI. Beide Unternehmen stehen damit für sehr unterschiedliche Strategien.

OpenAI: Hohe Verluste, riesige Wetten auf die Zukunft

Aktuellen Informationen zufolge verliert OpenAI 1,22 US-Dollar (rund 1,12 Euro) für jeden US-Dollar (rund 0,92 Euro) Umsatz. Trotzdem rechnet das Unternehmen damit, im Gesamtjahr 2026 rund 30 Milliarden US-Dollar (ca. 27,6 Milliarden Euro) umzusetzen. Parallel dazu plant OpenAI laut „Wall Street Journal“, in den kommenden Jahren etwa 600 Milliarden US-Dollar (rund 552 Milliarden Euro) in Server und Rechenzentren zu investieren, davon allein 100 Milliarden US-Dollar (etwa 92 Milliarden Euro) in zusätzliche Rechenzentrums-Kapazitäten. Bis etwa 2033 hat sich OpenAI außerdem zu Geschäften über 1,4 Billionen US-Dollar (rund 1,29 Billionen Euro) mit Prozessorherstellern und Cloud-Anbietern verpflichtet.

Dieses Geld soll nicht aus der Tasche von CEO Sam Altman kommen. Stattdessen hofft OpenAI auf Unterstützung durch die US-Regierung, die Finanzierungen für benötigte Prozessoren garantieren soll. Finanzchefin Sarah Friar sprach bereits im November 2025 von einem „Ökosystem aus Banken, Private-Equity und vielleicht sogar staatlicher Unterstützung“, um Finanzierungskosten zu senken und den Anteil möglicher Kredite im Verhältnis zum Eigenkapital zu erhöhen. Gleichzeitig wies sie damals Berichte über einen geplanten Börsengang zurück. Nun meldet CNBC, OpenAI werde in den kommenden Wochen doch Unterlagen für einen Börsengang einreichen, obwohl das Unternehmen dies weiter dementiert.

Parallel dazu sichert sich OpenAI laufend neues Kapital, zuletzt 122 Milliarden US-Dollar (ca. 112 Milliarden Euro) im März 2026. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, bis 2030 jedes Jahr hohe Verluste zu machen. Ab dann soll sich alles auszahlen: Für das Jahr 2030 stellt OpenAI rund 100 Milliarden US-Dollar (etwa 92 Milliarden Euro) Umsatz durch Werbung in ChatGPT in Aussicht.

Ausgeschöpfte Wissensquellen und begrenzter Nutzen

Die aktuellen KI-Modelle basieren darauf, dass sich Anbieter weltweit an veröffentlichtem Wissen bedient haben. Viele KI-Firmen betonen, dass sie nicht existieren könnten, wenn sie für diese Datennutzung hätten zahlen müssen. Die logische Konsequenz wäre dann schlicht, dass diese Firmen heute nicht am Markt wären. Gleichzeitig beklagen sie nun, dass ihre eigenen Modelle und Inhalte kopiert oder nachgebaut werden. Für Nutzer:innen wirkt das widersprüchlich, zumal sie selbst gemischte Erfahrungen machen: KI ist in manchen Bereichen sehr hilfreich, etwa bei der Transkription von Aufnahmen, liegt in anderen Fällen aber bei einfachen Aufgaben deutlich daneben.

Bisher hat KI weder den großen Roman hervorgebracht noch massenhaft Leben nachhaltig verbessert. Deutlich spürbar sind dagegen Jobverluste, weil Unternehmen Personal abbauen, im Glauben, KI könne Menschen kurzfristig ersetzen. Einige Firmen merken inzwischen, dass diese Annahme zu optimistisch war. Ein Pizza-Hut-Franchisenehmer etwa meldet Verluste von 100 Millionen US-Dollar (rund 92 Millionen Euro) nach dem Einsatz eines gescheiterten KI-Systems zur Küchensteuerung. Teilweise stellen Unternehmen nun wieder Mitarbeiter:innen ein – allerdings zu niedrigeren Gehältern, was sich langfristig ebenfalls auf Qualität und Know-how auswirkt.

Tech-Riesen investieren massiv – Apple bleibt vergleichsweise sparsam

Der Wettbewerb um die Vorherrschaft bei KI treibt die Ausgaben der großen Technologiekonzerne nach oben. Laut „FastCompany“ planen die größten Player für das Jahr 2026 folgende KI-Budgets: Amazon 200 Milliarden US-Dollar (rund 184 Milliarden Euro), Microsoft 190 Milliarden US-Dollar (etwa 175 Milliarden Euro), Google/Alphabet 180 bis 190 Milliarden US-Dollar (rund 166 bis 175 Milliarden Euro) und Meta 125 bis 145 Milliarden US-Dollar (ca. 115 bis 133 Milliarden Euro). In dieser Liste taucht auch Apple auf, allerdings nur mit geschätzten 13 Milliarden US-Dollar (etwa 11,9 Milliarden Euro) KI-Ausgaben im Jahr – ein Bruchteil der Summen der Konkurrenz.

Apple wird seit Jahren dafür kritisiert, bei KI hinterherzuhinken. Gleichzeitig soll der Konzern 1 Milliarde US-Dollar (rund 920 Millionen Euro) einnehmen, ohne viel zusätzlichen Aufwand zu betreiben: Prognostiziert werden diese Erlöse aus dem App Store und Apples Anteil an Verkäufen von Apps wie der ChatGPT-App von OpenAI. Laut Berichten denkt OpenAI inzwischen darüber nach, Apple zu verklagen, weil die Integration in „Apple Intelligence“ zu wenig Geld eingebracht habe. Die Vereinbarung sieht vor, dass Apple Intelligence anonymisierte Anfragen an ChatGPT übermittelt und OpenAI diese Daten weder zur Personalisierung noch zum Training verwenden darf. Ohne Zugriff auf persönliche Daten und ohne die Möglichkeit, auf Basis dieser Inhalte zu trainieren, ist die erhoffte Geldquelle für OpenAI begrenzt.

Möglicherweise hatte OpenAI gehofft, die Zusammenarbeit mit Apple deutlich auszubauen und so die eigenen Versprechen einer fernen KI-Zukunft einzulösen. Stattdessen steht das Unternehmen nun unter Druck, während Apple mit vergleichsweise geringen Investitionen von der großen KI-Welle profitiert. Gleichzeitig ist unklar, ob die aktuelle KI-Entwicklung bereits an einer Grenze angekommen ist oder ob noch wesentliche Fortschritte ausstehen. OpenAI verweist hier unter anderem auf ein von Jony Ive entworfenes KI-Gerät, das irgendwann erscheinen soll – ohne konkreten Termin.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: KI-Ausgaben, Apple, künstliche Intelligenz, Börsengang, chatGPT, OpenAI, Sam Altman, Apple Intelligence

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