Tim Cook, der CEO von Apple, hat Präsident Donald Trump nach Tokio begleitet. Ziel war die Stärkung japanischer Investitionen in den USA und der Austausch mit führenden Tech-Manager:innen beider Länder.
Treffen im Wohnsitz des US-Botschafters
Das Treffen fand in der offiziellen Residenz des US-Botschafters George Glass in Tokio statt. Präsident Trump nutzte die Gelegenheit, um die erwarteten Investitionen japanischer Unternehmen in US-Projekte zu präsentieren. Diese Investitionen ergeben sich aus einem Abkommen von Anfang 2025, das ein Investitionsvolumen von 550 Milliarden US-Dollar (etwa 520 Milliarden Euro) vorsieht. Im Gegenzug erhielten japanische Waren Handelserleichterungen durch Zollnachlässe. US-Handelsminister Howard Lutnick erklärte, dass sich neue japanische Zusagen auf bis zu 490 Milliarden US-Dollar (etwa 463 Milliarden Euro) belaufen könnten. Diese Zusagen sollen durch Partnerschaften direkt an den US-Markt gebunden werden.
Hochkarätige Teilnehmer:innen aus der Tech-Branche
Unter den Anwesenden waren neben Apple-CEO Tim Cook auch Salesforce-CEO Marc Benioff, Rakuten-Vorstand Hiroshi Mikitani, SoftBank-CEO Masayoshi Son, Honda-Präsident Toshihiro Mibe, OpenAI-Mitgründer Greg Brockman, Anduril-Gründer Palmer Luckey und Toshiba-CEO Taro Shimada. Präsident Trump bezeichnete die versammelten Führungskräfte als außergewöhnliche Wirtschaftsfachleute und versprach, dass die Vereinigten Staaten ihre Zusagen einhalten werden. Damit wollte er offenbar Klarheit und Zuversicht für eine langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit schaffen.
Apples Beziehung zu Japan und keine neuen Ankündigungen
Für Apple ist Japan ein bedeutender Markt: Das Unternehmen beschafft dort zahlreiche kritische Komponenten für seine Produkte. Dazu zählen zum Beispiel Bildsensoren von Sony, Displays von Sharp und JDI sowie Batterien von Murata. Apple-CEO Tim Cook nahm am Dinner teil, meldete sich aber mit keiner eigenen Aussage zu Wort. Während des Treffens gab es weder spezifische Investitionserklärungen von Apple noch neue Ankündigungen zu politischen Strategien. Somit blieb das Hauptaugenmerk auf der allgemeinen Stärkung der geschäftlichen Beziehungen zwischen japanischen und US-amerikanischen Unternehmen.