Zum Jahresstart blicken wir auf Apples schwierige Produkte des vergangenen Jahres. Drei Beispiele zeigen, wo es hakte, dazu ein kleiner Lichtblick.
Apple Vision Pro: M5-Upgrade ohne echten Neustart
Apple präsentierte die Vision Pro 2023 als Zukunft des Computings. Spatial Computing sollte Arbeit in Mixed Reality ermöglichen. 2025 legte Apple mit dem M5 nach. Weitere Hardware-Änderungen fehlten, abgesehen von einem bequemerem Kopfband. Das Produkt verkaufte sich schlecht, Demo-Inseln in Stores wurden reduziert. Geräte lagen teils ungenutzt auf Tischen. Berichte melden zum Jahresbeginn stark gekürzte Werbebudgets. Inhalte bleiben rar, trotz starker Hardware. Konkurrenz existiert, etwa Meta und Sonys PlayStation VR2. Die PS VR2 kostet weniger, liefert 4K und lässt sich einfacher einrichten. Sie bietet Spiele, verkauft sich aber ebenfalls verhalten. Ein schneller Chip hilft nur begrenzt, wenn Kameras, Displays, Gewicht und Inhalte nicht überzeugen. Die Vision Pro bleibt damit ein schwieriges Produkt.
Siri: Große Ankündigung, später Termin
Auf der WWDC 2024 zeigte Apple ein neues Siri mit neuem Icon und kognitiven Funktionen. Freie Fragen sollten ohne starre Befehle funktionieren. Vor Ort gab es kein echtes Hands-on für Entwickler:innen. Beobachter:innen sahen eine vermutlich stark geskriptete Demo. 2025 folgte die Ernüchterung auf der WWDC. Apple räumte Probleme ein und stellte eine Lieferung für 2026 in Aussicht. Erwartet wird das Update mit iOS 26.4. Die Beta soll nach dem .3-Release starten. Bis Anfang Januar gab es keine neuen Funktionen. Gerüchte sprechen von möglicher Google-Integration oder eigenen Modellen. Aus dem KI-Team gab es Abgänge, unter anderem zu Meta. Offene Fragen bleiben. Kann Siri Alltagsaufgaben wie Flugdetails oder alte Termine zuverlässig finden? Kommt ein gestufter Start mit wenigen Funktionen? Aus heutiger Sicht ist Siri ein Flop, bis Apple liefert.
iPhone Air, iPhone Pockets – und ein Lichtblick
Apple wagte mit dem iPhone Air ein neues Design. Das verdient Anerkennung. Im Alltag zeigt sich jedoch ein Kompromissgerät. Der A19 Pro arbeitet in einer abgespeckten Variante. Es gibt nur eine Kamera, Cropping ersetzt eine zweite Brennweite. Der USB-Anschluss bleibt bei 2.0. Oben sitzt ein Lautsprecher, unten Mikrofone. Apple erwähnte den Akkupack schon in der Keynote. Im Alltag hält der Akku einen Tag, das passt. Material und Verarbeitung mit Titan und mattem Glas wirken robust. Das dünnste-Design hängt stark von der Messstelle ab. Am Kamerabuckel ist es deutlich dicker. Preislich wird es schwer gegen das iPhone 17, das günstiger ist und zwei Kameras bietet. Die Preise des iPhone Air fallen, der Wiederverkaufswert wirkt schwächer. Viele Nutzer:innen meiden die Kompromisse. Ein kleiner Zusatzflop waren die iPhone Pockets. Apple bot sie nur in zehn Stores an. Die Sockenform polarisiert, der Preis lag bei rund 138 Euro. Positiv fiel das iPad Pro mit M5 auf. Es ist schnell, ausdauernd und beschleunigt KI-Funktionen spürbar. Für einige von euch könnte es ein sinnvolles Upgrade vom M1 sein.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
