Zum 20. Geburtstag des iPhones könnte Apple seine Pro-Modelle grundlegend umgestalten. Im Gespräch sind ein stärker verglastes Gehäuse und ein Display, das sich über alle vier Seiten wölbt.
Glasgehäuse und gebogene Displayränder
Die erwarteten Geräte heißen in Berichten iPhone 20 Pro und iPhone 20 Pro Max. Apple hat diese Namen jedoch nicht bestätigt. Berichte von Bloomberg und aus der Display-Lieferkette deuten darauf hin, dass das neue Design für die reguläre Pro-Reihe gedacht ist. Ein separates Sondermodell muss es demnach nicht geben.
Im Mittelpunkt steht das Display. Laut einem Bericht von ETNews vom September plant Apple weiterhin einen Bildschirm, der an allen vier Seiten gebogen ist. Dadurch sollen die Ränder weniger auffallen. Zwei weitere mögliche Neuerungen, COE und LTPO+, sollen dagegen wegen technischer Schwierigkeiten und hoher Kosten verschoben worden sein.
Bloombergs Mark Gurman beschreibt für das Jubiläums-iPhone Glas auf der Vorder- und Rückseite. Beide Flächen sollen zu den Seiten hin abfallen und von einem schmalen Metallrahmen eingefasst werden. Apple habe zuvor ein noch ambitionierteres Konzept mit zusätzlichen Glasflächen geprüft, dieses aber bereits früh in der Entwicklung verworfen.
Damit würde sich das Gerät deutlich von den flachen Seiten jüngerer iPhone-Generationen unterscheiden. Die Gestaltung könnte einen durchgängigen Eindruck erzeugen und an das seit Jahren diskutierte Bild eines nahezu vollständig aus Glas bestehenden iPhones erinnern. Die Apple Post bezeichnete das mögliche Redesign als größten optischen Umbau der Pro-Modelle seit dem iPhone X. Das 2017 vorgestellte Jubiläumsmodell verzichtete auf den Home-Button und brachte Face ID sowie ein OLED-Display.
Wie viel Display bleibt ohne Aussparung?
Offen ist, ob die Frontkamera und Face ID unter dem Bildschirm verschwinden. Apple wird mit entsprechender Technik in Verbindung gebracht. Berichte widersprechen sich jedoch darin, ob beide Systeme rechtzeitig für 2027 fertig sein könnten.
Der Leaker Digital Chat Station berichtet von Tests mit einem vierseitig gebogenen Display, größeren Bildschirmen und einer kleineren Aussparung. Er nennt etwa 6,4 Zoll für das Pro-Modell und knapp sieben Zoll für das Pro Max. Dabei handelt es sich um Angaben aus der Entwicklung, nicht um endgültige technische Daten.
Auch ohne unsichtbare Kamera könnten gebogenes Glas und schmalere Ränder die Vorderseite stärker verändern als bei bisherigen iPhones. Form, Displaytechnik und Position der Kamera können sich bis zum Produktionsstart noch ändern.
Name und Erscheinungstermin bleiben offen
Unklar ist auch die Modellbezeichnung. Apple könnte seiner üblichen Nummerierung folgen und das Gerät iPhone 19 Pro nennen. Ebenso denkbar wäre ein Sprung zum iPhone 20, um das Jubiläum hervorzuheben. Beim iPhone X ließ Apple die Nummer 9 ebenfalls aus. Eine frühere Analystenprognose ging davon aus, dass Apple den Namen iPhone 19 überspringt. Bestätigt ist bislang nichts; iPhone 20 Pro ist daher nur eine vorläufige Bezeichnung.
Die neuen Pro-Modelle werden für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet, wahrscheinlich im üblichen Zeitraum der Herbstvorstellung. Das wäre etwa ein Jahr nach der iPhone-18-Pro-Generation. Apple hat jedoch weder einen Termin noch eine Veranstaltung angekündigt.
Wer über einen Kauf nachdenkt, sollte beachten: Ein neues Design macht ein Gerät nicht automatisch zur besseren Wahl. Angaben zu Akkulaufzeit, Kameras und Preisen fehlen noch. Als wiederkehrende Gerüchte gelten bislang gebogenes Glas, schmaler wirkende Displayränder und ein umfassender Umbau. Farben, genaue Displaygrößen, Kameras und der endgültige Name sind unbestätigt.
