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Alan Dyes Abgang: Liquid Glass bleibt Apples Design-Zukunft

iPhone 17 Pro Liquid Glass gebogenes iPhone Design

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Alan Dye wechselt von Apple zu Meta, doch das neue Oberflächendesign „Flüssiges Glas“ bleibt gesetzt. Für grundlegende Kurswechsel ist es im Entwicklungszyklus bereits zu spät.

Flüssiges Glas ist fest eingeplant

Als Jony Ive Alan Dye 2015 zum Vizepräsidenten für Human Interface Design machte, stieß das in der Apple-Community auf Skepsis. Dyes Hintergrund in der Modebranche ließ viele Nutzer:innen befürchten, dass Optik künftig vor Bedienbarkeit stehen könnte. Rückblickend blieb Apples Design allerdings lange eng am mit iOS 7 eingeführten flachen Minimalismus orientiert.

Erst mit iOS 26 führte Apple „Liquid Glass“ als neuen Material-Look ein und präsentierte ihn klar als zukünftige Designrichtung für alle Betriebssysteme. Nach bisherigem Stand weicht Apple davon nicht ab, unabhängig davon, welche Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Laut branchenüblicher Praxis werden interne Alpha-Versionen der kommenden Systeme bereits im Dezember festgezurrt. iOS 27 und die zugehörigen Plattformen sind damit in der Umsetzung, größere Designänderungen sind kurzfristig unwahrscheinlich.

Flüssiges Glas ist also nicht nur ein Experiment, sondern Teil von Apples mittelfristiger Roadmap.

Neues Designteam, alter Kurs

Wie stark Dyes Weggang Apple tatsächlich beeinflusst, ist schwer einzuschätzen. Jony Ives Abschied war für das Unternehmen deutlich einschneidender. Außerdem stehen hinter den sichtbaren Oberflächen ganze Teams, die das tägliche Design der Apple-Software verantworten.

Laut einem Bericht von The Verge verlässt mit Billy Sorrentino eine weitere zentrale Figur Dyes Team, und Teile seines engsten Kreises folgen ihm offenbar. Trotzdem ist die Designrichtung schwer zu drehen, weil sie jahrelang vorbereitet wurde. Flüssiges Glas basiert auf einer materialorientierten Benutzeroberfläche, die die Leistungsfähigkeit von Apple-Prozessoren ausnutzt.

Dye galt als Vertreter von „Form vor Funktion“. Das zeigt sich besonders im wechselhaften Werdegang von iPadOS: Mehrfach führte Apple ambitionierte Oberflächen ein, die sich in der Praxis als widersprüchlich erwiesen, und fand erst mit einer stärker auf klassische Buttons setzenden Variante zu einem stabilen Interface.

Mit Stephen Lemay übernimmt nun eine seit 1999 im Unternehmen verankerte Führungskraft die Verantwortung. Ein Bericht von Daring Fireball beschreibt die Reaktionen im Unternehmen auf Dyes Wechsel zu Meta als spürbare Erleichterung. Intern wird Lemay demnach als sehr passende Wahl angesehen.

Bis zur Entwicklerkonferenz WWDC 2026 bleiben rund sieben Monate. In dieser Zeit kann Apple Details nachschärfen, aber ein kompletter Rückbau von Flüssigem Glas gilt als sehr unwahrscheinlich. Realistischer erscheint eine Weiterentwicklung im Sinne des oft Steve Jobs zugeschriebenen Prinzips „Design ist, wie es funktioniert“.

Feinschliff statt Neuanfang

Viele Alltagsnutzer:innen nehmen Flüssiges Glas eher als „ganz nett“ wahr oder bemerken den Wechsel kaum. Entwickler:innen und Designer:innen kritisieren hingegen vor allem fehlenden Feinschliff. Moniert werden etwa nicht fluchtende Kanten, zu stark versteckte Bedienfunktionen hinter Menüs und stellenweise schlicht fehlerhafte Elemente.

Apple-Software war nie fehlerfrei, doch der Eindruck, dass die Detailqualität unter Dye nachgelassen hat, ist in Teilen der Community verbreitet. Von Lemay erwarten viele, dass genau diese Kanten geglättet werden. Früher war Liebe zum Detail stärker sichtbar, etwa bei App-Icons wie Sprachmemos, dessen Wellenform das gesprochene Wort „Apple“ darstellt.

Während iOS, iPadOS und visionOS mit Liquid Glass grundsätzlich funktionieren, wird macOS teils als brüchig beschrieben. tvOS spielte im Design untergeordnete Rollen, und watchOS blieb hinter den Erwartungen an vielfältige Zifferblatt-Sammlungen zurück.

Dyes Arbeit war intern wie extern nicht durchgängig negativ bewertet, ähnlich wie Tim Cook häufig für seine Management-Leistungen anerkannt wird, während manche sich eine stärker technisch geprägte Führung wünschen. Der Wechsel zu Meta kam offenbar überraschend, weshalb es bei Apple wohl keine vorbereiteten Pläne für kurzfristige Kurskorrekturen gab. Aus dem Unternehmen ist zu hören, dass viele die Art und Umstände seines Weggangs als sehr günstige Konstellation für Apple sehen.

Sollte sich unter Lemay etwas ändern, dürfte dies zunächst in kleinen Schritten sichtbar werden: überarbeitete App-Oberflächen, angepasste Programmierschnittstellen und behutsam justierte Designelemente in kommenden Beta-Versionen. Viel ist über Lemay öffentlich nicht bekannt, doch er gilt nicht als bloßer Verwalter von Dyes Linie.

In den nächsten Jahren bleibt Liquid Glass vermutlich der Standard. Die spannende Frage lautet daher weniger „ob“, sondern „wie“ Apple diesen Ansatz nun verfeinert.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: Meta, Benutzeroberfläche, visionOS, Apple, Alan Dye, iOS 26, tvOS, Stephen Lemay, watchOS, Tim Cook, Jony Ive, Design, macOS

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