Apples nächste Generation der AirPods Pro soll laut Leaks mit Kameras ausgestattet sein, die die Umgebung der Träger:innen erfassen. Mehrere bekannte Quellen aus der Lieferkette zeichnen ein ähnliches Bild.
Leaker berichten von Infrarotkameras in den Ohrhörern
Der Leaker und Prototyp-Sammler „Kosutami“ behauptet, die kommenden AirPods Pro könnten ihre Umgebung „sehen“. In einem neuen Beitrag auf X erklärt er, dass in jedem Ohrhörer Kameras verbaut sein sollen, die rund um die Nutzer:innen erfassen.
Bereits zuvor hatte der Analyst für Lieferketten Ming-Chi Kuo berichtet, dass die AirPods Pro des Jahres 2026 ein deutlich umfangreicheres Hardware-Update erhalten sollen. Demnach sei mindestens eine winzige Infrarotkamera geplant. Kuo hatte schon früher gesagt, dass AirPods mit Infrarotkameras Handgesten erkennen und ein verbessertes 3D-Audio-Erlebnis in Kombination mit Apples Vision-Pro-Headset ermöglichen könnten.
Nach Angaben von Kosutami sollen die neuen AirPods Pro zum gleichen Preis wie das aktuelle Modell angeboten werden, also 249 US‑Dollar (rund 231 Euro). Das steht im Widerspruch zu früheren Gerüchten, nach denen die nächste AirPods-Pro-Generation als zusätzliche Variante der AirPods Pro 3 in diesem Jahr erscheinen und parallel zum bestehenden Modell verkauft werden sollte.
Widersprüchliche Hinweise zur Position im AirPods-Line-up
Der chinesische Leaker „Instant Digital“ stützt die Berichte über neue AirPods Pro mit Infrarotkameras für Gestensteuerung, liefert aber andere Details zur Einordnung im Produktportfolio. Demnach sollen die AirPods Pro von 2026 nicht als komplett neue Generation, sondern als teurere, besonders hochwertige Variante der AirPods Pro 3 gelten, die 2025 auf den Markt kommen sollen. Beide Modelle könnten demnach parallel angeboten werden.
Apple verkauft bereits zwei Versionen der AirPods 4 zu 129 US‑Dollar (rund 120 Euro) und 179 US‑Dollar (rund 166 Euro). Ein ähnlicher Ansatz bei den AirPods Pro mit einer günstigeren und einer höherpreisigen Ausführung erscheint vor diesem Hintergrund plausibel.
Aktuell deckt das AirPods-Portfolio Preisstufen von 129 US‑Dollar (rund 120 Euro), 179 US‑Dollar (rund 166 Euro), 249 US‑Dollar (rund 231 Euro) und 549 US‑Dollar (rund 508 Euro) ab. Ein weiteres Modell zwischen den AirPods Pro 3 für 249 US‑Dollar und den AirPods Max für 549 US‑Dollar passt in diese Struktur, insbesondere angesichts des wachsenden Angebots hochpreisiger Bluetooth-Ohrhörer von Herstellern wie Bang & Olufsen, Bowers & Wilkins und Bose.
Zeitplan bleibt offen, aber Muster ist erkennbar
Unabhängig von den widersprüchlichen Details meldete Kuo bereits im September 2025, dass Apple für 2026 einen Nachfolger der AirPods Pro 3 plane. Das wäre insofern ungewöhnlich, als Apple größere Hardware-Änderungen bei den AirPods üblicherweise im Abstand von rund drei Jahren vornimmt.
Die AirPods Pro 2 wurden beim iPhone-14-Event im September 2022 vorgestellt und im September 2023 mit einem USB‑C‑Ladecase sowie einigen kleineren Anpassungen aktualisiert. Abseits solcher kleineren Updates hielt Apple bisher meist etwa drei Jahre Abstand zwischen den großen Überarbeitungen sämtlicher AirPods-Modelle.
Ob es sich bei den neuen Modellen letztlich um eine besonders hochwertige Version der AirPods Pro 3 oder um vollwertige AirPods Pro 4 handeln wird, ist derzeit offen. Auch der genaue Starttermin ist unklar. Apple kündigt neue AirPods aber häufig in der zweiten Jahreshälfte an. Die ursprünglichen AirPods, die AirPods Pro 2 und deren USB‑C‑Variante, die AirPods 4 sowie die AirPods Pro 3 wurden alle bei Apples jährlichem iPhone-Event im September vorgestellt.
