In der Reihe Der Unfaire Vergleich tritt das MacBook Neo von 2026 gegen den Mac Pro von 2013 an. Wir fassen Aufbau, Benchmarks und Ergebnisse nüchtern zusammen.
Testaufbau und Geräte
Zum Test standen zwei MacBook-Neo-Modelle bereit: Indigo mit 256 GB SSD ohne Touch ID und Citrus mit 512 GB SSD und Touch ID. Beide wiegen 1,23 Kilogramm. Das MacBook Neo läuft mit dem Apple A18 Pro und 8 GB Arbeitsspeicher. Der Mac Pro von 2013 bringt 5 Kilogramm auf die Waage, hat zwei Grafikkarten und einen Intel-Xeon-Prozessor mit 12 Kernen und 24 Threads bei bis zu 2,7 Gigahertz. Verbaut sind eine AMD FirePro D500 mit 3 GB und 64 GB DDR3-RAM. Auf dem Mac Pro läuft macOS Sequoia, das offiziell nicht mehr unterstützt wird. Für eine direkte Gegenüberstellung wurde der Mac Pro an einen Fernseher angeschlossen; einige Tests liefen nacheinander.
Benchmarks: CPU und Grafik
In Geekbench 6 startete auf beiden Geräten der CPU-Test. Der Mac Pro erzielte 638 Punkte im Single-Core und 4.715 Punkte im Multi-Core. Das MacBook Neo kam auf 3.426 Punkte im Single-Core und 8.155 Punkte im Multi-Core. Laut Test taktet der A18 Pro mit über 4 Gigahertz, auch wenn Geekbench das dort nicht anzeigt. Für den Grafiktest Valley aus dem Jahr 2013 musste auf dem MacBook Neo zunächst Rosetta installiert werden, da es sich um eine Intel-Anwendung handelt. Der Test rendert 18 Szenen. Früh im Lauf zeigte das MacBook Neo deutlich höhere maximale Bilder pro Sekunde. Im Gesamtergebnis lag es bei den FPS vorne, allerdings nicht überdeutlich.
Blender und Fazit
Beim Blender-Benchmark ging es um das Berechnen von 3D-Grafiken. Auf dem Mac Pro war nur die CPU nutzbar, nicht die Grafikkarte. Das Ergebnis fiel dort schwach aus und landete weit hinten. Auf dem MacBook Neo ließ sich die Grafikkarte zunächst auswählen, der Test stürzte jedoch ab; das Resultat war noch schwächer. Für Blender eigneten sich beide Geräte in diesem Test nicht. Zusammengefasst: Im Single-Core setzt sich das MacBook Neo klar vom Mac Pro ab. Im Multi-Core bleibt es vorne, aber der Abstand schrumpft wegen der vielen Xeon-Kerne. Im Valley-Grafiktest liegt das MacBook Neo vor dem Mac Pro, jedoch weniger deutlich als anfangs vermutet. Beim Blender-Benchmark erzielt der Mac Pro die besseren, insgesamt aber niedrigen Werte. Intel-Programme wie Valley laufen auf dem MacBook Neo per Rosetta, während der Mac Pro macOS Sequoia nur inoffiziell nutzt.
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