Neue Berichte lassen vermuten, dass die zweite Generation des Apple Vision Pro nicht zwingend den zukünftigen M5-Chip erhalten muss. Die Entscheidung über den verbauten Chip bleibt weiterhin offen.
In der letzten Woche tauchten Meldungen auf, dass Apple für den Vision Pro 2 direkt den M5-Chip einplant, der sich noch in Entwicklung befindet. Ausgangspunkt für die Spekulationen sind sowohl Code-Leaks als auch Insider-Aussagen. Ursprünglich hatte Analyst Ming-Chi Kuo bereits im September 2024 behauptet, dass das nächste Headset mit dem M5 ausgestattet wird und Apple Intelligence unterstützen soll. Im Februar 2025 ergänzte Apple die Unterstützung von Apple Intelligence schon bei der aktuellen Vision-Pro-Generation.
Vor kurzem berichtete Mark Gurman von Bloomberg allerdings, dass Apple auch weiterhin Varianten mit dem bereits erhältlichen M4-Chip testet. Die aktuelle erste Generation setzt auf den M2-Prozessor, obwohl zum Zeitpunkt der Markteinführung der M3 offiziell verfügbar war. Damals hatte Apple das Headset sehr früh angekündigt, etwa ein Jahr vor Markteinführung, was die Verwendung des älteren Chips erklärt.
Der in Code auffindbare Hinweis auf den M5 ist interessant, lässt aber keine Rückschlüsse auf ein günstigeres Modell zu. Der Preisunterschied zwischen M4 und M5 fällt im Vergleich zu den teuren Komponenten kaum ins Gewicht und erklärt nicht allein den hohen Einstiegspreis von etwa 3.500 Dollar (3999 Euro). Denkbar wäre, dass Apple durch die Wahl eines älteren Chips einzelne Kosten senkt. Allerdings stellt Gurman klar, dass Apple verschiedene Chip-Modelle getestet hat und dass sowohl M4 als auch M5 intern diskutiert wurden.
Die Frage, wie stark der M5 das Nutzerlebnis gegenüber dem M4 wirklich verbessert, bleibt laut Gurman offen. Bereits der Wechsel vom M2 auf M4 bringt ordentliche Leistungssteigerungen mit. Was das Gerät aber tatsächlich ausbremst, ist laut Gurman nicht die Prozessorleistung, sondern der hohe Preis und das begrenzte Angebot an überzeugenden Funktionen. Selbst wenn der Vision Pro 2 nun mit M5 ausgeliefert wird, wird sich an grundlegenden Kritikpunkten wenig ändern.
Kurzfristig wird das kommende Headset von Apple vor allem eine höhere Geschwindigkeit erhalten – egal, ob dies über M4 oder M5 geschieht. Die eigentlichen Innovationen erwarten Insider jedoch frühestens 2027. Dann soll Apple ein günstigeres und leichteres Modell auf den Markt bringen. Bis dahin wird erwartet, dass Apple mit überschaubaren Technik-Updates versucht, das Headset aktuell zu halten. Für Nutzer:innen ist langfristig vermutlich ohnehin das erschwinglichere Modell interessanter als die teure High-End-Version.
Zusammenfassend bleibt es spannend, mit welchem Chip Apple beim Vision Pro 2 letztlich an den Start geht. Insider sind sich einig, dass Apple beide Optionen prüft und es eine endgültige Entscheidung noch nicht gibt.
Via: https://9to5mac.com
Titelbild: KI
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