Apple wird den neuen M5-Chip in diesem Herbst erstmals im iPad Pro vorstellen. Doch im Vergleich zum letzten Jahr gibt es zwei entscheidende Unterschiede beim Rollout und bei der Nutzung des Chips.
M5-Start im iPad Pro: Unterschiede zu M4 im vergangenen Jahr
Im Mai 2024 stellte Apple zum ersten Mal einen neuen M-Chip nicht in einem Mac vor, sondern im iPad Pro. M1, M2 und M3 wurden jeweils zunächst für Macs veröffentlicht. Mit dem M4 erhielten iPads früher als Macs Zugriff auf die neue Prozessor-Technologie. Für den kommenden M5-Chip verfolgt Apple erneut diese Strategie: Das iPad Pro erhält als erstes Gerät den neuen Chip, bevor die Macs nachziehen. Gerüchten zufolge erscheint das neue iPad Pro mit M5-Chip im Herbst 2025. Die Einführung des M5 in einem Mac wird dagegen voraussichtlich erst Anfang 2026 stattfinden.
Bislang deutete die Bezeichnung „M“ vor allem auf Macs hin, doch schon der M4 zeigte, dass Apple seine Chips auch für das iPad priorisiert. Trotzdem wird sich das Vorgehen beim M5-Chip gegenüber dem letzten Jahr in zwei Punkten deutlich unterscheiden: Die Zeit der Exklusivität für das iPad Pro wird kürzer ausfallen. Außerdem hat sich die Software-Landschaft mit iPadOS 26 erheblich verändert.
Kurze M5-Exklusivität beim iPad Pro
Letztes Jahr war das iPad Pro mit M4-Chip rund sechs Monate lang das einzige Gerät mit diesem Prozessor. Erst im November kamen die ersten Macs mit M4-Architektur auf den Markt, nachdem das iPad Pro bereits im Mai 2024 erschienen war. Beim M5 erwartet euch diesmal eine deutlich kürzere Exklusivität des Chips im iPad. Das neue iPad Pro mit M5 soll im Herbst 2025 erscheinen, vermutlich im Zeitraum zwischen September und November. Die Vorstellung des MacBook Pro mit M5-Chip folgt laut Mark Gurman anschließend „sehr früh“ im Jahr 2026. So könnte der Abstand zwischen iPad- und Mac-Release gerade einmal zwei bis vier Monate betragen. Im Vergleich zum Vorjahr wird die Wartezeit damit deutlich verkürzt.
iPadOS 26 ermöglicht bessere Ausnutzung der Leistung
Auch bei der Software gibt es eine wichtige Veränderung. Beim Marktstart des M4 wurde schnell deutlich, dass iPadOS 18 die neue Hardwareleistung kaum ausschöpft. In der Vergangenheit hinkte die Software immer wieder hinter der rasanten Hardware-Entwicklung hinterher. Das Gefühl, einen leistungsstarken Chip zu haben, den das Betriebssystem nicht nutzt, war oft ernüchternd. Mit iPadOS 26 bietet Apple jedoch endlich Funktionen, die direkt von der M5-Leistung profitieren. Dazu zählen etwa die Fensterverwaltung und die Möglichkeit, deutlich mehr Apps parallel zu betreiben. Diese Features holen das iPad Pro erstmals auf ein Niveau, das der neuen Hardware gerecht wird. Nutzer:innen können erstmals die neue Leistung im Alltag ausnutzen. Die Einführung des M5-Chips im iPad Pro könnte durch iPadOS 26 somit spürbare Mehrwerte bringen. Viele, die das iPad als Hauptgerät einsetzen, werden vom Zusammenspiel aus neuer Hardware und aktueller Software profitieren.
Wenn Apple im Herbst 2025 das neue iPad Pro mit M5-Chip vorstellt, ist die Vorfreude auf eine bessere Software-Unterstützung berechtigt. Der Weg, den Apple eingeschlagen hat, könnte das iPad Pro für viele Nutzer:innen nochmal attraktiver machen, bevor der M5-Chip Anfang 2026 auch im Mac verfügbar ist.
Via: https://9to5mac.com
