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Kommt der Apple-Ring 2026? Was die Gerüchte bisher sagen

Apple taucht bislang in keinem Vergleichstest für smarte Ringe auf – doch das könnte sich ändern. Seit Längerem kursieren Hinweise darauf, dass Apple an einem eigenen Ring-Wearable arbeitet.

Vom Warten zur Marktreife: Parallelen zur Apple Watch

Beim Thema Smartwatch hat Apple bereits gezeigt, wie das Unternehmen vorgeht. Als die erste Apple Watch 2015 erschien, hatte Apple anderen Anbietern über Jahre den Vortritt gelassen. Während Konkurrenzprodukte bereits auf dem Markt waren und weiterentwickelt wurden, brachte Apple schließlich eine eigene Uhr, deren grundlegendes Design bis heute weitgehend Bestand hat.

Ein ähnliches Vorgehen wäre auch bei einem smarten Ring denkbar, sollte Apple sich entscheiden, Geräten wie dem Oura-Ring 4 oder dem Samsung-Galaxy-Ring Konkurrenz zu machen. Die Gerüchteküche dazu brodelt jedenfalls weiter. Wer Interesse an einem möglichen Apple-Ring hat, könnte also schon einmal anfangen, Geld zur Seite zu legen.

Patente zeigen Apples Ring-Pläne

Patentanmeldungen garantieren zwar noch kein fertiges Produkt, geben aber Einblicke, welche Ideen ein Unternehmen konkret prüft. Öffentliche Unterlagen zu einem Apple-Ring gibt es bereits seit mehreren Jahren. 2019 tauchte ein Patent für ein „tragbares elektronisches Ring-Computing-Gerät“ auf.

In diesem Dokument wurde ein Ring beschrieben, der in erster Linie als Controller für ein iPhone oder einen Mac dienen sollte. Vorgesehen waren ein kleines Touchscreen-Display, ein integriertes Mikrofon und biometrische Sensoren. Insgesamt erinnerte die Beschreibung an eine stark verkleinerte Apple Watch – ein Hinweis darauf, wie ein Apple-Ring am Ende aussehen könnte.

Auch in den folgenden Jahren meldete Apple weitere ringbezogene Patente an. 2020 ging es um einen intelligenten Ring mit umfangreicher Gestensteuerung, um etwa ein Apple-TV-Streaminggerät drahtlos zu bedienen. Ein Patent aus dem Jahr 2023 beschreibt physische Sensoren am Ring, die Aktionen auf anderen verbundenen Apple-Geräten auslösen können.

Diese enge Anbindung an bestehende Produkte scheint zentral zu sein. Der Ring soll offenbar mit iPhones, iPads, Macs, Apple Watches, Apple-AirPods-Max-Kopfhörern und weiteren Geräten zusammenspielen. Sollte der Apple-Ring erscheinen, dürfte er so konzipiert sein, dass er sich nahtlos in vorhandene Apple-Ökosysteme einfügt.

Apple denkt dabei nicht nur an den Finger als Trageort. Weitere Patente behandeln tragbare Geräte wie Fußkettchen oder Tragebänder. Offenbar untersucht das Unternehmen verschiedene Wearable-Formfaktoren, die möglichst lange – idealerweise den Großteil des Tages – am Körper getragen werden können.

Kommt der Apple-Ring – oder doch nicht?

Abseits der Patente spekulieren gut vernetzte Beobachter:innen darüber, ob Apple überhaupt einen smarten Ring auf den Markt bringen wird. Im Oktober 2024 berichtete der bekannte Apple-Insider Mark Gurman, dass Apple keine kurzfristigen Pläne für die Entwicklung eines solchen Produkts habe. Bislang ist auch tatsächlich kein Apple-Ring vorgestellt worden.

Kurz darauf äußerte sich Tom Hale, Geschäftsführer des Oura-Ring-Herstellers Oura, in eine ähnliche Richtung. Er glaubte nicht, dass sein Unternehmen bald mit einem konkurrierenden Ring von Apple rechnen müsse. Ein Grund für seine Skepsis: Ein smarter Ring könnte den Absatz der Apple Watch beeinträchtigen, da beide Geräte ähnliche Gesundheitsdaten erfassen würden.

Expert:innen von TechRadar halten dieses Argument allerdings nicht für zwingend. Smarte Ringe unterscheiden sich in mehreren Punkten von Smartwatches, etwa bei der Akkulaufzeit und beim unauffälligen Tragekomfort. Dass es die Apple Watch gibt, schließt einen Apple-Ring also nicht automatisch aus – wie Samsungs Einstieg in den Ring-Markt zeigt.

Ein weiterer gut informierter Leaker mit solider Trefferquote berichtet zudem, ein „Ring-Wearable“ sei weiterhin in Arbeit, zusammen mit anderen, bislang unveröffentlichten Apple-Produkten. Das wäre für ein Unternehmen von Apples Größe und Bedeutung zumindest nicht überraschend.

Zusammengefasst: Ihr solltet die Hoffnung auf einen Apple-Ring noch nicht aufgeben. Zwar sind bereits mehrere Apple-Veranstaltungen ohne entsprechendes Produkt vergangen, doch Apple investiert stark in Gesundheits- und Fitnessfunktionen und beschäftigt sich nachweislich mit dem Ring-Formfaktor. Am Ende könnte es vor allem darum gehen, Design, Funktionsumfang und Preis so abzustimmen, dass sie in Apples Produktstrategie passen.

Via: https://www.techradar.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Michael Reimann

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