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WhatsApp führt erweitertes Speicherbereinigungs-Werkzeug auf iOS ein

WhatsApp überarbeitet auf iOS das Werkzeug zum Freigeben von Speicherplatz und testet aktuell eine deutlich detailliertere Oberfläche. Nutzer:innen sollen Chats gezielter bereinigen können, ohne wichtige Inhalte versehentlich zu löschen.

Neues Speicherbereinigungs-Werkzeug auf iOS

In dieser Woche testet WhatsApp auf iOS ein neu gestaltetes Werkzeug zum Löschen von Daten, das einigen Nutzer:innen mehr Kontrolle bei der Chat-Bereinigung bietet. Die überarbeitete Ansicht trennt Nachrichten, markierte Inhalte und verschiedene Medientypen klar voneinander. So lassen sich einzelne Kategorien gezielt entfernen, während der geschätzte freiwerdende Speicherplatz angezeigt wird. Das soll helfen, den Überblick zu behalten und versehentliche Löschvorgänge zu vermeiden.

Parallel dazu erscheint eine neue Oberfläche zum Löschen einzelner Chats in der Beta-Version 25.37.10.72 für iOS. Statt eines schlichten Bestätigungsfensters öffnet sich nun ein Einblendfenster am unteren Bildschirmrand, das genau erklärt, welche Inhalte entfernt werden. Nachrichten, markierte Nachrichten und gespeicherte Medien werden getrennt dargestellt, damit Ihr vor dem Löschen genau seht, was betroffen ist.

Markierte Nachrichten erhalten eine besondere Behandlung: WhatsApp fragt explizit nach, ob diese mitgelöscht oder behalten werden sollen. Zusätzlich könnt Ihr bestimmte Medientypen wie Bilder, Videos, Dokumente, Audios, Sticker oder Sprachnachrichten gezielt löschen. Auch hier zeigt die App an, wie viel Speicherplatz voraussichtlich frei wird. Das neue Werkzeug ist sowohl über die Chat-Info als auch direkt aus der Chatliste erreichbar und bietet in beiden Fällen dieselben Optionen.

Verbundene Geräte, Kontaktinfos und KI-Bildbearbeitung

Mit der WhatsApp-Beta für iOS 25.37.10.71 führt WhatsApp eine Liste sogenannter Peripheriegeräte ein, die automatisch mit dem Konto verbunden werden. Peripheriegeräte sind Geräte, die ohne QR-Code-Scan oder Bestätigungscode verbunden werden und so eine besonders schnelle Einrichtung ermöglichen. Das ist vor allem für Wearables wie die Apple Watch gedacht, die Nachrichten nach der Installation sofort synchronisieren können.

Die Peripheriegeräte erscheinen im Bereich „Verknüpfte Geräte“ neben anderen bekannten Geräten. Jeder Eintrag zeigt grundlegende Informationen wie den Gerätenamen und die letzte Aktivität, damit Ihr den Zugriff besser nachverfolgen könnt. Aktuell wird nur die Apple-Watch-App als Peripheriegerät unterstützt und deshalb als einzelner Eintrag angezeigt. Im Gegensatz zu normalen verknüpften Geräten lassen sich Peripheriegeräte nicht in den WhatsApp-Einstellungen trennen, sondern müssen durch Deinstallation der App auf dem Gerät entfernt werden.

Auf Android testet WhatsApp mit Version 2.25.37.76 eine neue Kontaktinfo-Ansicht, die über das Antippen des Profilbildes in Gruppen erreichbar ist. Diese erscheint als Einblendfenster am unteren Bildschirmrand und ermöglicht Aktionen, ohne die Gruppe zu verlassen. Ihr könnt von dort direkt einen Einzelchat starten oder Sprach- und Videoanrufe auslösen. Alle Nutzer:innen sehen außerdem Details zum Kontakt und können den Sicherheitscode zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung überprüfen.

Gruppen-Administrator:innen erhalten zusätzliche Verknüpfungen, um Mitglieder direkt zu Administrator:innen zu befördern oder aus der Gruppe zu entfernen. Diese Verwaltungsschritte erfordern somit keinen Umweg mehr über die vollständige Gruppeninfo. Die Ansicht bündelt Profilfoto, Namen und perspektivisch auch den Status an einem Ort. Ein Screenshot-Schutz verhindert, dass Profilfotos und Kontaktdaten aus diesem Bereich einfach abgegriffen werden.

Mit der iOS-Beta 25.37.10.73 testet WhatsApp zudem eine überarbeitete Bildbearbeitung für foto­basierte Statusmeldungen. Die neue Oberfläche integriert KI-gestützte Werkzeuge direkt neben den bekannten Filtern. Nutzer:innen können zwischen verschiedenen künstlerischen Stilen wählen, etwa Anime, Comic, Gemälde oder Videospiel. Diese Stile erzeugen mithilfe von KI eine neue Version des Bildes, statt nur einfache Filter darüberzulegen.

Eine „Wiederholen“-Funktion erlaubt es, denselben Stil mehrfach neu zu generieren, um unterschiedliche Ergebnisse zu erhalten. Darüber hinaus kann der Editor Elemente hinzufügen oder entfernen, Details verbessern und Hintergründe mithilfe von Meta-KI-Eingaben neu gestalten. Bilder lassen sich durch eine kurze Beschreibung in eine neue Szene oder Stimmung verwandeln. Außerdem unterstützt der Editor Animationen für Standbilder, wodurch Statusmeldungen bewegter und ausdrucksstärker wirken.

Neujahrs-Sticker und Kanal-Einladungen

Zum Jahreswechsel stellt WhatsApp einigen Nutzer:innen einen animierten Sticker für das Jahr 2026 zur Verfügung. Der Sticker ist Teil eines Neujahrs-Pakets mit verschiedenen Grafiken, Grüßen und Animationen rund um den Übergang ins Jahr 2026. Alle Sticker basieren auf dem Lottie-Framework, das flüssige Animationen bei geringem Speicherbedarf und stabiler Leistung ermöglicht.

Der Sticker kann in privaten Chats, Gruppen, Kanälen und Statusmeldungen verwendet werden, um Nachrichten optisch aufzuwerten. In der Layout-Auswahl für Statusmeldungen hebt WhatsApp den 2026-Sticker besonders hervor. Ein eigenes animiertes Symbol erleichtert das Auffinden von Neujahrs-Layouts, in denen Fotos, Videos und Text kombiniert werden können. Der animierte Sticker dient dabei als verbindendes, festliches Gestaltungselement.

Mit der iOS-Beta 25.37.10.74 testet WhatsApp außerdem direkte Kanal-Einladungen über die Kanalinfoseite. Administrator:innen können bis zu 64 Kontakte gleichzeitig aus dem Adressbuch auswählen und eine vorbereitete Einladung versenden. Jede Einladung enthält eine Schaltfläche, über die eine Kanalvorschau geöffnet und der Kanal mit wenigen Schritten abonniert werden kann.

Für den Versand erstellt WhatsApp eine temporäre Broadcast-Liste, die dieselbe Nachricht effizient an mehrere Kontakte schickt. So sollen Probleme mit Spam-Erkennung vermieden werden, die bei zahlreichen Einzelnachrichten auftreten könnten. Nur Kontakte, die die Telefonnummer der Administrator:innen gespeichert haben, erhalten diese Einladungen. Damit bleibt die Reichweite auf bekannte Personen beschränkt, während Kanäle dennoch gezielt wachsen können. Für Empfänger:innen wirkt eine Einladung von einem vertrauten Kontakt oft nachvollziehbarer und relevanter.

Via: https://wabetainfo.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Michael Reimann

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