Apples erstes faltbares iPhone, vorläufig iPhone Ultra genannt, dürfte sich verzögern. Statt im Herbst 2026 soll das Gerät nun erst Anfang 2027 in den Handel kommen.
Verschobener Zeitplan durch technische und Lieferketten-Probleme
Nach aktuellen Berichten hat Apple den Start des iPhone Ultra von Herbst 2026 auf Anfang 2027 verschoben. Grund sind demnach technische Hürden und Engpässe in der Lieferkette. Bereits im Mai 2026 war bekannt geworden, dass Apple mit dem komplexen Scharniermechanismus des faltbaren iPhone zu kämpfen hat, inklusive berichteter „Rattergeräusche“ beim Öffnen und Schließen.
Diese Gerüchte wurden jedoch von einer anderen Quelle schnell zurückgewiesen. Stattdessen soll Apple demnach Schwierigkeiten mit der Anwendung des SMT-Verfahrens auf die Leiterplatte des iPhone Ultra haben, ohne dass dies den damals geplanten Marktstart im Herbst gefährden sollte. Die Oberflächenmontagetechnik (Surface-Mount Technology, SMT) ermöglicht es, elektronische Bauteile direkt auf der Oberfläche einer Leiterplatte zu platzieren. Anstatt jedes Bauteil über dünne Drähte mit der Platine zu verbinden, werden alle Komponenten auf Kontaktpads gesetzt und mit Lötpaste fixiert, die unter Hitzeeinwirkung eine mechanische und elektrische Verbindung herstellt.
Nun berichtet jedoch ein asiatisches Medium unter Berufung auf zwei wichtige Apple-Zulieferer, dass das iPhone Ultra erst Anfang 2027 im Handel erscheinen dürfte. Demnach deutete der CEO von Largan Precision an, dass „terminliche Faktoren“ den Start eines kommenden Apple-Geräts auf „Anfang nächstes Jahr“ verschieben könnten. Da der Herbsttermin für das iPhone 18 Pro Duo bestehen bleiben soll, wird spekuliert, dass es sich dabei um das iPhone Ultra handelt.
Vorstellung 2026, Marktstart 2027 und hohe Preise
Möglich ist, dass Apple das iPhone Ultra im September gemeinsam mit iPhone 18 Pro und Pro Max präsentiert, den Verkauf des faltbaren Modells aber auf Anfang 2027 verlegt. Angesichts ausgelasteter 2‑Nanometer‑Fertigungsstraßen bei TSMC und eines anhaltenden Mangels an Speicherressourcen könnte eine gestaffelte Produkteinführung für Apple sinnvoll sein.
Laut dem Bericht soll das iPhone Ultra mit einem Einstiegspreis von 2.000 US‑Dollar (rund 1.870 Euro) starten. Die teuerste Variante soll 2.200 US‑Dollar (rund 2.055 Euro) kosten.
Display-Technik, Kühlung und Ausstattung des iPhone Ultra
Bekannt ist bereits, dass Apple beim iPhone Ultra auf M14‑OLED‑Panels von Samsung setzt, dazu eine eigene Dampfkammer zur Kühlung und ein Design ohne sichtbare Falte. Erreicht werden soll dies durch den intensiven Einsatz von ultra-dünnem Glas und ultra-dünnem flexiblem Glas mit verringerter Dicke im Scharnierbereich, um die Belastung zu reduzieren. Zusätzlich kommt ein Farbfilter auf der Verkapselung zum Einsatz, um das Display weiter zu verschlanken, sowie ein flexibler Klebstoff zwischen den einzelnen Display-Schichten.
Das aufwendige Scharnier des faltbaren iPhone soll zugleich als Kühlkörper dienen und so ebenfalls dazu beitragen, die Faltenbildung im Display zu verringern. Im Inneren soll das iPhone Ultra mit dem A20‑Pro‑Chip laufen, 12 GB Arbeitsspeicher bieten und auf Apples eigenen C2‑Mobilfunkmodem setzen. Auf Face ID soll Apple verzichten, stattdessen ist Touch ID als biometrische Entsperrmethode vorgesehen.
Via: https://wccftech.com

