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OpenAI stellt Sora ein: KI Video App vor dem Aus

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OpenAI beendet überraschend seine KI-Videoplattform Sora – inklusive App, Modell und API. Sechs Monate nach dem App-Start steht das einst gehypte Projekt vor dem kompletten Aus.

Was Sora war – und warum die App polarisierte

Sora startete als TikTok-ähnliche Social-App mit vertikalem Video-Feed und einem KI-Videomodell, das aus Text und kurzen Selbstaufnahmen realistisch wirkende Clips erzeugte. Nutzer:innen konnten sogenannte „Cameos“, später „Charaktere“ genannt, ihrer eigenen Person anlegen. Und diese öffentlich freigeben, sodass andere mit ihrem Abbild Videos generieren konnten. Die App setzte damit besonders stark auf Deepfake-Funktionen und war im Kern ein KI-first-Video­netzwerk.

Schon bei den ersten Einblicken in das Videomodell im Februar 2024 sorgte Sora für große Aufmerksamkeit, weil die generierten Szenen sehr realistisch wirkten. Die App selbst startete im September 2025, zunächst auf iOS, später auf Android. Sie erreichte zeitweise Platz eins der Gratis-Charts im App Store. Eine Woche nach Launch verzeichnete Sora mehr als eine Million Downloads, insgesamt kam die App laut Appfigures auf über 3,3 Millionen Installationen im November und rund 2,1 Millionen US-Dollar (ca. 1,9 Millionen Euro) Umsatz über In-App-Käufe für zusätzliche Generierungs-Credits.

Gleichzeitig stand die Plattform früh in der Kritik. Nutzer:innen produzierten massenhaft Deepfakes, etwa von OpenAI-Chef Sam Altman, aber auch von prominenten Personen wie Martin Luther King Jr. oder Robin Williams. Deren Angehörige forderten öffentlich ein Ende solcher Videos. OpenAI schränkte daraufhin die Erstellung von Clips mit prominenten Gesichtern oder Stimmen ohne ausdrückliche Zustimmung ein. Diese Schutzmechanismen verringerten das Interesse an der App, und der anfängliche Hype flachte ab.

Shutdown ohne Datum – App, API und Disney-Partnerschaft betroffen

Am 24. März 2026 kündigte OpenAI auf X an: „Wir verabschieden uns von Sora“ und dankte der Community. Ein genaues Abschaltdatum nannte das Unternehmen nicht, versprach aber Details zu Zeitplänen für App und API sowie zu Möglichkeiten, eigene Inhalte zu sichern. Laut internen Informationen, über die unter anderem The Information berichtet, soll die Einstellung Ressourcen für nächste Generationen von OpenAIs KI-Modellen freimachen.

Von der Entscheidung betroffen ist nicht nur die Social-App, sondern auch der Zugriff für Entwickler:innen auf die Sora‑2‑Modellfamilie über die API. Bis zuletzt hatte OpenAI das Videomodell weiterentwickelt, inklusive der Variante Sora Turbo und regelmäßiger Updates. Das macht den abrupten Kurswechsel besonders auffällig. Zum Zeitpunkt der Berichte war es noch möglich, in der App Videos anzusehen und zu generieren, doch Sora gilt nun als „auf dem Weg zur Abschaltung“.

Parallel dazu ist ein prominenter Content-Deal geplatzt: Disney hatte im Dezember 2025 eine Beteiligung in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar und eine Lizenzvereinbarung angekündigt, um Disney‑, Marvel‑, Pixar‑ und Star-Wars-Figuren in Sora-Videos nutzbar zu machen und ausgewählte Clips über Disney+ zu verbreiten. Laut Hollywood Reporter und weiteren Berichten wurde diese Vereinbarung inzwischen wieder aufgehoben, ohne dass Geld geflossen sein soll. OpenAI und Disney bestätigten das Ende der Kooperation indirekt, Disney will jedoch weiterhin mit KI-Plattformen zusammenarbeiten.

Strategiewechsel bei OpenAI und unklare Zukunft des Modells

Die Einstellung von Sora fällt in eine Phase strategischer Neuaufstellung bei OpenAI. Das Unternehmen plant laut mehreren Medienberichten eine „Super-App“, die verschiedene Produkte wie ChatGPT, Codex und weitere Modelle in einer Oberfläche bündelt und sich stärker auf Unternehmen und Entwickler:innen fokussiert. Konkurrenten wie Anthropic mit Claude haben in diesem Bereich zuletzt deutlich an Fahrt aufgenommen.

Gleichzeitig restrukturiert OpenAI seine Stiftung und kündigt Investitionen von 1 Milliarde US-Dollar (ca. 920 Millionen Euro) in Bereiche wie Lebenswissenschaften, Arbeitswelt, KI-Resilienz und Community-Programme an. Das deutet auf eine Verschiebung weg von experimentellen KI-Medienprojekten wie Sora hin zu produktivitäts- und unternehmensnahen Anwendungen. Unklar bleibt bislang, was mit dem zugrunde liegenden Videomodell geschieht. Medien berichten, dass Sora 2 weiterhin hinter der ChatGPT-Bezahlwand verfügbar sei, während Journalist:innen auf eine offizielle Klarstellung von OpenAI zur langfristigen Zukunft des Modells warten.

Für Euch als Nutzer:innen bedeutet das. Die eigenständige Sora-App und der direkte API-Zugang verschwinden, bestehende Inhalte sollen aber gesichert werden können. Wann genau die Lichter ausgehen, will OpenAI in den kommenden Wochen bekanntgeben.

Via: x.com · techcrunch.com · gizmodo.com · www.techradar.com · venturebeat.com · www.macrumors.com

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Tags: Deepfake, KI Video, App Store, Disney, API, chatGPT, OpenAI, Anthropic, Sora

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