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Defekte Touchscreens bei iPhone 6 & 6 Plus: Druck auf Apple erhöht sich

Auch in der Apfeltalk-Community gibt es einige Betroffene: Der Touchscreen des iPhone 6 aber vor allem des iPhone 6 Plus reagiert sporadisch nicht mehr, bis er irgendwann komplett den Geist aufgibt. Wir berichteten vor einigen Wochen von diesem Fehler. Experten sprachen von einer „tickenden Zeitbombe“, früher oder später würde jedes iPhone 6 Plus an „Touch Disease“ leiden. Über offizielle Kanäle schweigt Apple zu dem Thema, der Druck erhöht sich aber weiter.

Experten vermuten, dass die Touchscreen-Probleme in Bendgate begründet liegen. Das iPhone 6 und vor allem das iPhone 6 Plus lassen sich einfacher verbiegen als ihre Vorgänger und Nachfolger, wodurch auch das Logic Board größeren Belastungen ausgesetzt ist. Wie Erhebungen von AppleInsider zeigen, sollen 11 Prozent der iPhone-Reparaturen in Apple Stores den Touch-Disease-Fehler betreffen. Nach der medialen Berichterstattung im August soll der Anteil sogar auf 22 Prozent angestiegen sein.

Noch im August hat eine kalifornische Anwaltskanzlei eine Sammelklage gegen Apple eingereicht, an der sich US-Kunden anschließen können. Trotzdem hat sich Apple bislang nicht zu der Sache geäußert. Wie Motherboard

 aktuell berichtet, wollten sich der Sammelklage fast 10.000 Personen anschließen. Vor wenigen Tagen haben die Anwälte nun ihre Klageschrift aktualisiert und zahlreiche weitere Kläger aufgenommen. Außerdem haben sich drei weitere US-Anwaltskanzleien mit ihren eigenen Klienten der Sammelklage angeschlossen.

„Jede dieser Kanzleien – die ihre eigenen Klienten hatten – verleihen der Klage weitere Stärke“, so Richard McCune, der die Sammelklage eingeleitet hat. „Mit der Kooperation dieser Kanzleien haben wir die besten Aussichten für einen positiven Ausgang für die Smartphone-Besitzer.“ Der Druck auf Apple erhöht sich damit weiter und das Unternehmen wird sich früher oder später zu der Sache äußern müssen. In der Vergangenheit hat es Apple in solchen Angelegenheiten oft nicht auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen sondern rechtzeitig eingelenkt und ein Reparaturprogramm gestartet.

Bild von TechStage (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten

Via Motherboard

Martin Wendel

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