Apple denkt offenbar darüber nach, das günstigste MacBook-Neo-Modell aus dem Programm zu nehmen. Damit würde der Einstiegspreis von 699 Euro auf 799 Euro steigen.
Auslöser der Spekulation ist ein Bericht des Bloomberg-Journalisten Tim Culpan in seinem aktuellen „Culpium“-Newsletter. Demnach prüft Apple, die Basisvariante des MacBook Neo mit 256 GB Speicher ohne Touch ID aufgrund steigender Fertigungskosten einzustellen.
Statt die Preise aller Varianten direkt zu erhöhen, könnte Apple die Produktreihe vereinfachen und nur noch die höher ausgestattete Konfiguration anbieten. Der Einstiegspreis für das MacBook Neo läge dann faktisch 100 Euro höher.
Die Überlegungen fallen in eine Phase, in der Apple Schwierigkeiten hat, die Nachfrage nach dem MacBook Neo zu bedienen. Das Gerät gehört laut Bericht zu den erfolgreichsten neuen Produkten des Unternehmens der vergangenen Zeit.
Aktuell liegen die Lieferzeiten für das MacBook Neo in weiten Teilen der Modellreihe bei zwei bis drei Wochen. Apple soll Zulieferer:innen angewiesen haben, die Produktionskapazitäten deutlich auszuweiten und zielt dem Bericht zufolge auf rund zehn Millionen Einheiten ab, fast doppelt so viele wie ursprünglich geplant.
Zum Kostendruck trägt auch die Chipstrategie von Apple bei. Frühe MacBook-Neo-Modelle nutzten demnach schwächer eingestufte Varianten des A18-Pro-Chips mit einem deaktivierten Grafik-Kern. Mit steigender Produktion könnte Apple stärker auf voll funktionsfähige Chips angewiesen sein, was die Stückkosten nach oben treiben würde.
Falls Apple sich doch gegen die Streichung des 699 Euro entscheidet, bringt Culpan eine weitere Option ins Spiel. Demnach erwägt das Unternehmen neue Farbvarianten, um eine mögliche spätere Preiserhöhung abzufedern.
Der Bericht erscheint kurz nachdem Apple-Chef Tim Cook erstmals offiziell Lieferengpässe beim MacBook Neo bestätigt hat. In der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 räumte er ein, dass Apple die Nachfrage unterschätzt habe.
„Wir sind auf der Angebotsseite eingeschränkt“, sagte Cook. Man sei vor der Ankündigung sehr optimistisch gewesen, habe das tatsächliche Interesse aber niedriger eingeschätzt, als es sich nun zeige.
Laut Cook ist das MacBook Neo besonders erfolgreich bei Menschen, die erstmals einen Mac kaufen, sowie bei Nutzer:innen, die von deutlich älteren Geräten umsteigen. Zudem beobachtet Apple wachsendes Interesse von Bildungseinrichtungen, die von Chromebooks und Windows-PCs wechseln.
Das MacBook Neo ist seit März auf dem Markt und hat sich laut Bericht schnell zu einem wichtigen Produkt für Apple entwickelt. Die starke Nachfrage übersteigt weiterhin das verfügbare Angebot.
Via: https://www.theapplepost.com
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