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UGREEN MagFlow Air 10.000 mAh – Der neue König der Qi2-Powerbanks?

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In meinem UGREEN MagFlow Air ausprobiert Test checke ich die neue magnetische 10.000 mAh Powerbank und prüfe, ob der Qi2-Standard die versprochene Höchstleistung liefert.

Wer kennt sie nicht, die berühmt-berüchtigte Akku-Angst? Genau dann, wenn das iPhone am späten Nachmittag in den roten Bereich rutscht und die nächste Steckdose weit entfernt ist. Gerade an langen Tagen, auf Reisen oder beim Fotografieren und Filmen reicht selbst der ausdauerndste Akku eines iPhone 17 Pro Max oder 16 Pro irgendwann nicht mehr aus. Apple hat mit der Einführung von MagSafe vor Jahren eine elegante Lösung geschaffen, doch erst der neue Qi2-Standard öffnet den Markt vollständig für Zubehörhersteller. Diese können uns nun endlich mit 15 Watt kabelloser Ladeleistung verwöhnen, ohne den teuren und exklusiven „Made for iPhone“-Stempel von Apple zu benötigen.

Genau in diesem umkämpften Sweetspot positioniert sich die neue UGREEN MagFlow Air. Sie verspricht nicht nur 15W Qi2-Ladung, sondern packt auch 10.000 mAh in ein Gehäuse, das laut Hersteller ultraflach sein soll. Ein integriertes Kabel, das bei Nichtnutzung gleichzeitig als Trageschlaufe dient, rundet das Paket auf dem Papier ab. Doch wie schlägt sich die stylische Powerbank im Alltag?

Ausgepackt: Flach, edel und durchdacht

Wenn man die UGREEN MagFlow Air zum ersten Mal aus ihrer unauffälligen, umweltfreundlichen Verpackung nimmt, fällt sofort die hochwertige Verarbeitung auf. UGREEN hat sich bei diesem Modell für einen äußeren Rahmen aus Aluminium entschieden, der nicht nur für strukturelle Integrität sorgt, sondern der Powerbank auch eine sehr premium-mäßige, kühle Haptik verleiht. Dieses metallische Finish passt optisch wie haptisch hervorragend zur Designsprache aktueller iPhones. Das Gerät fühlt sich in der Hand sofort robust und wertig an.

Auf der Innenseite, also der Seite, die das iPhone berührt, kommt kein blankes Metall zum Einsatz. Stattdessen finden wir hier eine leicht gummierte, seidenmatte Oberfläche. Das verhindert Kratzer auf der empfindlichen Glasrückseite unserer iPhones und sorgt für einen besseren magnetischen Grip. Das Design ist minimalistisch, ohne nervige Logos, was dem Zubehör einen professionellen Look verleiht.

Ein Lanyard mit technischem Geheimnis

Ein Design-Element sticht bei der MagFlow Air nach dem Auspacken ins Auge. An der oberen Seite der Powerbank befindet sich eine kleine Schlaufe, die auf den ersten Blick wie ein ganz simples Lanyard zum Tragen aussieht. Zieht man jedoch leicht daran – und hier ist anfangs tatsächlich etwas mehr Kraft nötig, da es sehr stramm in seiner Verankerung sitzt –, entpuppt sich die Schlaufe als vollwertiges, geflochtenes USB-C-Kabel.

Das ist aus meiner Sicht eine clevere und alltagstaugliche Designentscheidung. Wie oft hat man schließlich die geladene Powerbank dabei, aber das Ladekabel liegt auf dem Schreibtisch zu Hause? Mit der UGREEN MagFlow Air hat man sein Kabel immer buchstäblich zur Hand. Das Nylon geflochtene Material des Kabels wirkt widerstandsfähig und knickfest. Um zusätzliche Geräte anzuschließen, ist noch ein regulärer, offener USB-C-Port im Gehäuse integriert.

Die Daten: Qi2 und satte 30 Watt Power

Werfen wir nun einen genauen Blick auf die Spezifikationen, denn hier muss die UGREEN MagFlow Air letztendlich beweisen, ob sie ihr Pro-Aussehen auch mit Leistung untermauert. Der wichtigste Punkt auf dem Datenblatt ist zweifellos der Qi2-Standard. Für uns iPhone-Nutzer bedeutet das: Volle 15 Watt kabelloses Laden, exakt so schnell wie bei originalem MagSafe Zubehör. Die dunklen Zeiten der Drosselung auf träge 5 oder 7,5 Watt bei Drittherstellern sind damit endlich vorbei.

Aber die MagFlow Air kann nicht nur kabellos überzeugen. Über das integrierte USB-C-Kabel oder den separaten USB-C-Port liefert die magnetische Powerbank dank Power Delivery (PD) bis zu 30 Watt Ausgangsleistung. Das reicht, um ein modernes iPhone in knapp 30 Minuten wieder auf rund 60 Prozent Akkustand zu pushen. Diese 30 Watt sind gar ausreichend, um einem iPad Pro oder einem MacBook Air etwas rettenden Lebenssaft für die nächste Präsentation einzuhauchen.

Maße, Gewicht und wahre Kapazität

Trotz der beachtlichen Nennkapazität von 10.000 mAh bewirbt UGREEN die MagFlow Air völlig selbstbewusst als ultra-slim. Und tatsächlich: Mit einer Dicke von lediglich 1,3 Zentimetern (13 mm) ist sie für diese hohe Kapazitätsklasse erstaunlich flach. Zum Vergleich: Viele ältere 10.000-mAh-Akkus wirken dagegen fast schon wie kleine Ziegelsteine. Bei der Grundfläche sprechen wir von rund 11 x 7 Zentimetern, womit sie perfekt auf die Rückseite aktueller iPhones (selbst der kleineren Pro-Modelle) passt, ohne über die Kanten oder das Kameramodul hinauszuragen.

Bei der fast doppelt so dicken silbrigen Powerbank im Bild handelt es sich um die hier ausprobierte Ugreen MagFlow Powerbank mit ebenfalls 10.000 mAh, aber 254 Gramm Gewicht.

Auf die Waage bringt das gute Stück exakt 214 Gramm. Das ist spürbar, aber für 10.000 mAh im Rahmen der Physik. Apropos Physik und Kapazität: Wie bei ausnahmslos jeder Powerbank gibt es bei der Übertragung Wandlungsverluste. Die tatsächlich nutzbare Netto-Kapazität liegt hier bei etwa 6250 mAh. Das reicht im Alltag problemlos für knapp zwei volle Ladungen eines normalen iPhones oder rund anderthalb Ladungen eines wuchtigen Pro Max, was uns sicher durch ein langes Wochenende bringt. Eine Flugzeug-Zulassung (Airline Approved) besitzt das Modell ebenfalls.

Statt der UVP von 69,99 Euro bekommt man die UGREEN MagFlow Air bei Amazon mit 24% Rabatt aktuell für 52,99 Euro.

Im Alltag: Magnetkraft und Lade-Performance

Grau ist alle Theorie, entscheidend ist auf dem Platz – auf der Glasrückseite des iPhones. Sobald man die UGREEN MagFlow Air an das iPhone annähert, greifen die verbauten Magnete mit einem satten, sehr befriedigenden Klack. Die Magnetkraft ist hervorragend. Selbst wenn man das iPhone an der Powerbank festhält und leicht schüttelt, löst sich das magnetische Paar nicht voneinander. Das gibt einem im Pendler-Alltag ein sicheres Gefühl, besonders wenn man das Telefon samt angeklippter Batterie blind in die Hosentasche oder den vollen Rucksack schiebt.

Der Ladevorgang startet erfreulicherweise automatisch. Man muss keinen kleinen Knopf an der Seite suchen und drücken, um den Stromfluss zu initiieren. Die 15 Watt Qi2-Leistung machen sich im Alltag positiv bemerkbar. Während alte Qi-Powerbanks oft nur die Entladung verlangsamten, wenn das iPhone beispielsweise für GPS-Navigation aktiv genutzt wurde, füllt die MagFlow Air den Akku auch unter Last zuverlässig und stetig auf.

Hitzeentwicklung und clevere duale Nutzung

Eine der größten physikalischen Herausforderungen beim schnellen kabellosen Laden ist stets die unweigerliche Hitzeentwicklung, insbesondere wenn hohe Ströme fließen und das Akku-Gehäuse so kompakt gebaut ist. Hier zeigt sich die UGREEN MagFlow Air von ihrer ehrlichen Seite: Ja, das Gerät wird warm. Unter dauerhafter 15-Watt-Last auf der Rückseite des iPhones entsteht eine spürbare Abwärme, die sich durch den gut leitenden Aluminiumrahmen zieht. Das ist zu keinem Zeitpunkt besorgniserregend heiß – UGREEN verbaut hier diverse Sicherheitsmechanismen, die die Leistung bei Überhitzungsgefahr drosseln –, aber man spürt es dennoch deutlich in der Handfläche.

Ein spannendes Feature im täglichen Einsatz ist das duale Laden. Man kann beispielsweise sein iPhone kabellos aufladen und parallel dazu über das integrierte 30-Watt-USB-C-Kabel die AirPods Pro oder das Android-Firmenhandy mit Strom versorgen. Das macht die kompakte MagFlow Air zu einer kleinen, hochmobilen Ladestation für das gesamte persönliche Ökosystem.

Die Schattenseiten der Mobilität

Wo Licht ist, gibt es natürlich auch ein paar Schatten. Ich schaue an diesen Stellen ganz besonders hin. Der erste Kritikpunkt betrifft ausgerechnet das an sich geniale Lanyard-Kabel. Die Grundidee ist fantastisch, aber die Umsetzung ist nicht ganz ohne Tücken geraten. Mit nur 18,5 Zentimetern Länge ist das Kabel extrem kurz. Wenn man das iPhone per Kabel an der Powerbank eingesteckt hat und das Gerät in der Hand nutzen will, hängt die 214 Gramm schwere Batterie an einem sehr kurzen Strang unter der Handwurzel. Hier fehlt es an Flexibilität.

Zudem sitzt der USB-C-Stecker des Lanyards anfangs derart fest im Gehäuse verankert, dass man als Nutzer fast schon Angst hat, das Kabel beim ruckartigen Herausziehen zu beschädigen. Ob dieser Haltemechanismus nach ein oder zwei Jahren noch genauso zuverlässig klemmt oder irgendwann ausleiert, muss ein Langzeittest beweisen.

Gewicht am Pro Max und das fehlende Display

Ein weiterer Punkt ist die Ergonomie bei der Nutzung. Auch wenn 1,3 Zentimeter Dicke und 214 Gramm Gewicht auf dem reinen Datenblatt nach sehr wenig klingen: Klemmt man diese Powerbank an ein iPhone 15 oder 16 Pro Max, das ohnehin schon um die 220 Gramm wiegt, hat man fast ein halbes Kilo Technologie in einer Hand. Längere FaceTime-Telefonate oder gar einarmiges Tippen werden damit sehr schnell zu einem echten Härtetest für das Handgelenk. Hier merkt man einfach, dass eine 10.000 mAh Zelle physikalische Volumengrenzen hat.

Ein weiteres Manko. UGREEN hat sich bei diesem ansonsten so hochmodernen Modell unverständlicherweise für vier simple weiße LEDs als Akkustandsanzeige entschieden. In einer Zeit, in der fast alle Premium-Hersteller auf kleine Digitaldisplays setzen, die den Ladestand in Prozentwerten anzeigen, wirkt die grobe 25-Prozent-Rasterung ein wenig outdated. Man rät im Alltag leider, ob man noch 26 Prozent oder vielleicht doch 49 Prozent Restkapazität hat.

Fazit: Ein verlässlicher Begleiter mit kleinen Schwächen

Die UGREEN MagFlow Air ist ohne jeden Zweifel eine der interessantesten, flachsten und leistungsfähigsten Magnet-Powerbanks. Der ersehnte Wechsel auf den offenen Qi2-Standard ist ein Gamechanger für uns Verbraucher. Die Gewissheit, das iPhone mit 15 Watt kabellos aufladen zu können, gepaart mit starken 30 Watt Power Delivery für kabelgebundene Energie-Schübe, macht dieses kleine Gerät zu einem Kraftpaket. Das edle Design mit dem kühlen Aluminiumrahmen ist hervorragend! Die Verarbeitungsqualität tadellos und das clevere Konzept des integrierten Lanyard-Kabels erweist sich in rund 90 Prozent aller Alltagssituationen als praktisch.

Ist die MagFlow Air also das perfekte Zubehör? Nicht ganz. Das beachtliche Gesamtgewicht, wenn sie an einem Pro Max haftet, die mitunter deutliche Wärmeentwicklung unter Volllast und vor allem das Fehlen einer Prozentanzeige trüben das ansonsten tolle Gesamtbild ein wenig.

Wer jedoch für Urlaubsreisen, Foto-Touren oder einfach für den Berufsalltag eine verlässliche, starke und -für diese Kapazität- relativ kompakte Energiequelle sucht, die sicheren Halt am iPhone bietet, wird mit der UGREEN MagFlow Air hervorragend bedient. Sie ist vielleicht nicht komplett unsichtbar auf der Rückseite des iPhones. Aber sie ist definitiv ein starker, stilsicherer und extrem vielseitiger Begleiter, der uns die gefürchtete Akku-Angst endgültig vergessen lässt.

Das UGREEN MagFlow Air wurde uns von UGREEN für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Hersteller.

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Bilder Autor und Ugreen

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