Verpasst Apple den AI-Zug?

Apple macht das irgendwie schon richtig mit deren Grundlagenforschung.

Wenn du als Unternehmen in Richtung Grundlagenforschung gehen willst, brauchst Du wirklich hochkarätige Wissenschaftler, und deren Währung ist zumeist nicht Geld, sondern Anerkennung in der Scientific Community, die sie nur über Veröffentlichungen bekommen können. Gute Wissenschaftler denken nicht in der Kategorie Konkurrenz, sondern der Kategorie Kooperation. Open Source und Creative Commons bauen auf dieser akademischen Perspektive auf.
 
Es dürfte doch klar sein, dass KI einen Großteil von Bürojobs ersetzen wird. Und mit etwas Verzögerung wird das auch handwerkliche Tätigkeiten betreffen, denn die Robotik geht ebenfalls ziemlich schnell voran. Die Frage ist, womit soll ein Großteil der Menschen in Zukunft sein Geld verdienen? Gut, vielleicht ändern sich gesellschaftspolitische Dinge auch komplett und Menschen können zukünftig einfach so in den Tag leben. Aber nichts ist schädlicher für Frieden als Unzufriedenheit und Langeweile.

Kann sein, dass ich das deutlich zu schwarz sehe, aber aktuell fehlt mir da die Fantasie für eine gute Koexistenz von 8 bis 10 Milliarden Menschen mit der KI.
Also, Hr. Precht redet ja viel Unsinn, aber ich gebe ihm in dem Punkt recht, wo er sagt: Das wird eine Umwälzung wie die erste industrielle Revolution. Da hat man auch gedacht "wenn jetzt überall Maschinen arbeiten, was wird dann aus der menschlichen Arbeit?" und noch von meinem Wirtschaftskunde-Lehrer hab ich den Satz gehört "heute gibt es noch technische Zeichnungen, mit CAD braucht man dafür bald niemanden mehr, weil der Computer die selbst macht" (was natürlich für mich damals schon als Unfug erkennbar war).

Es wird immer weiter gehen - wir wissen halt noch nicht, wie. So wie die Menschen damals das auch nicht wussten.
 
Aus meiner Sicht ist die industrielle Revolution nicht mit der KI vergleichbar, denn damals ging alles deutlich langsamer und es mussten auch erst entsprechende Maschinen entwickelt und gebaut werden. Bei der KI ist quasi schon sehr vieles da. Zudem kann sie sich durch das bereits vorhandene Internet in extrem kurzer Zeit weltweit verbreiten. Das einzige, was dazu benötigt wird, sind entsprechend leistungsstarke Rechenzentren und eine ausreichende Energieversorgung.

Ich sehe ca. 80 % der Bürojobs in den nächsten 10 Jahren durch die KI gefährdet. Gut, man kann versuchen, das durch entsprechende Gesetze einzudämmen. Aber mal ehrlich, warum sollte ich z.B. noch einen Anwalt teuer bezahlen, wenn der mit KI genau das macht, was ich als Laie auch mit der KI hinbekomme? Anwälte braucht man dann höchstens noch wegen Anwaltszwang vor Gericht. Auch Steuerberater, Architekten, Patentanwälte, Service-Hotline-Mitarbeiter (die werden ja jetzt schon durch Chat-Bots ersetzt), etc. braucht man in Zukunft nicht mehr in dieser Anzahl. Ich sehe da ehrlich gesagt relativ wenig Spielraum für neue Jobs. Selbst im Militär wird zunehmen auf Drohnen und KI gesetzt.
 
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Eine kritische Auseinandersetzung ist Zeitverschwendung? Aus Fehlern lernen auch? KI ist ja immer nur so „schlau“ wie dass was man ihr füttert. Data-Poisoning z.B. ist ein Begriff der sehr wohl eine kritische Auseinandersetzung notwendig macht. Ist das eine unvorhersehbare Spekulation?
 
Es dürfte doch klar sein, dass KI einen Großteil von Bürojobs ersetzen wird. Und mit etwas Verzögerung wird das auch handwerkliche Tätigkeiten betreffen, denn die Robotik geht ebenfalls ziemlich schnell voran. Die Frage ist, womit soll ein Großteil der Menschen in Zukunft sein Geld verdienen? Gut, vielleicht ändern sich gesellschaftspolitische Dinge auch komplett und Menschen können zukünftig einfach so in den Tag leben. Aber nichts ist schädlicher für Frieden als Unzufriedenheit und Langeweile.

Kann sein, dass ich das deutlich zu schwarz sehe, aber aktuell fehlt mir da die Fantasie für eine gute Koexistenz von 8 bis 10 Milliarden Menschen mit der KI.
Ich hatte das schon mal an anderer Stelle geschrieben. Das sind letztlich die gleichen Befürchtungen, die es bei jeder großen technischen Veränderung gegeben hat:

  • Dampfmaschine
  • Elektrifizierung
  • Fließbandproduktion
  • Industrieroboter
  • Computer
  • Internet
  • Smartphones
  • 3D-Druck / CNC
Am Ende haben all diese Entwicklungen zwar ganze Berufsbilder verändert oder ersetzt, aber gleichzeitig völlig neue geschaffen.

Ich sehe das bei der KI ähnlich: Sie wird Jobs kosten, aber eben auch neue entstehen lassen, nur an anderen Stellen. Das war bisher immer so.

Und sich mit etwas kritisch, wissenschaftlich auseinandersetzen, oder rein aus dem Bauch raus spekulative Befürchtungen zu äußern, ist ein großer Unterschied.

Aber ich lasse es gerne den Leuten, wenn sie sich verrück machen wollen und eher pessimistisch in die Zukunft blicken wollen. Jeder, wie er mag.
 
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Ich sehe ca. 80 % der Bürojobs in den nächsten 10 Jahren durch die KI gefährdet. Gut, man kann versuchen, das durch entsprechende Gesetze einzudämmen. Aber mal ehrlich, warum sollte ich z.B. noch einen Anwalt teuer bezahlen, wenn der mit KI genau das macht, was ich als Laie auch mit der KI hinbekomme? Anwälte braucht man dann höchstens noch wegen Anwaltszwang vor Gericht. Auch Steuerberater, Architekten, Patentanwälte, Service-Hotline-Mitarbeiter (die werden ja jetzt schon durch Chat-Bots ersetzt), etc. braucht man in Zukunft nicht mehr in dieser Anzahl. Ich sehe da ehrlich gesagt relativ wenig Spielraum für neue Jobs. Selbst im Militär wird zunehmen auf Drohnen und KI gesetzt.
Das sehe ich komplett anders und zwar aus praktischen Erfahrungen. Ich erlebe Selbsthilfegruppenleiter, die zu Patientengeschichten eine KI befragen und diesen Rat weitergeben als Hinweis "das ist nicht von mir, das ist von einer KI, also aus einem Computer, also völlig wertfrei und prinzipiell richtig".

Gegen sowas kämpfe ich geradezu gerade im Auftrag der Patientenvereinigung, für die ich diese SHG-Leiter ausbilde. Eine KI ist ein tolles Werkzeug für Experten. In diesem Falle für einen Arzt - weil er (im besten Falle) weiß, WIE er die KI befragen muss, um ein gutes Ergebnis zu bekommen und DAS Ergebnis dann auch noch fachlich zu bewerten. Die Kombination SHG-Leiter und KI ist da die zweifelsfrei schlechtere Alternative. Und da sind wir noch gar nicht bei Halluzinationen, Trainingsmaterial für KI-Systeme, etc.

Genauso für andere Bereiche: Meine Frau hat sich einen juristischen Text von einer KI zusammenfassen lassen. Sie hatte die Kompetenz als Anwältin, zu ermessen, dass das Ergebnis völliger Humbug ist. Ein solches Werkzeug in der Hand eines Laien kann ein Desaster werden. Es gab auch Anwälte, die sich ganze Prozesse zerstört haben, weil sie einen KI-Text ungeprüft bei Gericht eingereicht haben und der Richter fast vom Stuhl gefallen ist.

Darum wird man nicht "keine Anwälte mehr brauchen", sondern man wird viele Standardarbeiten von diesen Anwälten von KI machen lassen können und daher deutlich WENIGER Anwälte brauchen. Die KI wird einen Arztbesuch nicht ersetzen, sondern ergänzen - das ist übrigens schon lange so. Beim Hautkrebs-Screening meiner Frau nutzt die Anwältin Ärztin eine KI, die bei der Analyse von Muttermalen besonders effektiv ist. Aber die Ärztin beurteilt das Ergebnis immer noch selbst.

Das Problem bei der KI ist in meinen Augen: Diese Masse an Arbeitsplätzen wird nicht durch KI entstehen. Im besten Falle sehe ich die einfach nicht und sie entstehen. Niemand würde sich mehr freuen als ich.
 
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... Beim Hautkrebs-Screening meiner Frau nutzt die Anwältin eine KI, die bei der Analyse von Muttermalen besonders effektiv ist. Aber die Ärztin beurteilt das Ergebnis immer noch selbst.

...
Aber da hat die KI jetzt nicht zugeschlagen?! 😉
 
Aber ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die pessimistisch nach dem Motto "das und das könnte passieren" leben. Wäre mir meine Lebenszeit viel zu schade.
Du hast keine Kinder, oder?

Am Ende haben all diese Entwicklungen zwar ganze Berufsbilder verändert oder ersetzt, aber gleichzeitig völlig neue geschaffen.
Es gibt hier ein "paar" Unterschiede: Der Wesentlichste dürfte sein, das KI keine überwiegend manuellen und methodischen Tätigkeiten ersetzt, wie das in der Vergangenheit und bei allen deinen Beispielen der Fall war, sondern Inhalte erzeugt. D.h. die Berufsbilder, die "verändert oder ersetzt" werden, sind Wissensarbeiter. Welche neuen wissensbasierten Berufsbilder entstehen denn da? Und Prompt Engineering gilt nicht, da ja selbst das den KI.-Begeisterten zu mühselig ist und daher verschwindet dieses Berufsbild Dank MCP bereits wieder. Was bleibt sind KIs, die aus ihrem eigenen Code lernen, sich aus ihrem eigenen Code verbessern, an ihre eigene Datenbasis glauben...

Wir haben heute schon "Softwareentwickler" die sich auf vibe coding "spezialisieren". Die wissen (im besten Fall) noch was sie programmieren, aber längst nicht mehr wie. Da wird von Anforderungen über Implementation bis Fehlersuche alles der KI übertragen. Solche Systeme prüfen schon jetzt eure Steuererklärungen, eure Arztrechnungen usw. Da passiert ein Fehler? Dann viel Spaß, dem "Programmierer" (der genau weiss, dass er keine Ahnung hat, wie "seine" Software funktioniert) den Fehler nachzuweisen. Für Experten wie von @quiddjes angeführt kein Problem sondern ein nützliches Hilfsmittel. Unter den Experten finden sich aber auch genügend kritische Nutzer (und im Bereich SW-Entwicklung sogar den einen oder anderen, der versteht, wie das alles funktioniert und was Mythos und was Technik ist trennen kann). Das Problem: Es gibt sehr viele weniger Experten als Nicht-Experten und letztere glauben halt, dass sie mitsamt KI zum Experten mutieren. Und so präsentieren sie sich (Beispiele reichen von Trumps Zoll-Liste über hanebüchene Rechtsgutachten bis zu sinnfreien "Fachartikeln" - man schaue sich nur mal die Zusammenfassungen hier im Magazin an. Und m.E. auch den einen oder anderen Artikel...) Da wird ja nun nichts hinterfrag und lieber 2x geprüft, was von der KI kommt... ganz im Gegenteil. U.a. die USA haben ja z.B. alle Regularien abgeschafft. Das ist so, als könnte jeder ein Flugzeug bauen, fliegen und an den Markt bringen - ohne das mal gelernt zu haben, einen Flugschein zu besitzen, eine Typzulassung zu haben oder sich um solche Details wie Luftfahrtgesetze zu kümmern. Unvorstellbar? Mit KI passiert gerade genau das, zumindest außerhalb der EU.

Dystopie? Dann empfehle ich mal Weapons of Math Destruction zu lesen. Ein erschreckendes Bild, was allein mit Machine Learning ("KI light" 😉) heute schon im Einsatz ist - insb. in den USA.

Was KI vor allem bringt, sind neue Fehlerklassen. Das in Verbindung mit einer aus reiner Bequemlichkeit verdummenden Bevölkerung macht mir Angst (nicht die Technologie an sich - die ist toll).

Vielleicht sollte die Literaturempfehlung lieber der Faust sein... 😢
Ich sehe ca. 80 % der Bürojobs in den nächsten 10 Jahren durch die KI gefährdet.
2025: Weltweit sind dieses Jahr rd. 6% der SW-Jobs weggefallen. In Indien sind einschlägige Stellenanzeigen um rd. 70% zurückgegangen.

Bei "Bürojobs" ist die Frage, wie du sie definierst: Da erzeugt KI durchaus aktuell Mehrarbeit, i.W. aus den o.g. Gründen (Kontrolle + Überarbeitung negiert den (vermeintlichen) Produktivitätsgewinn oder übersteigt ihn sogar).
 
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Ich sehe das bei der KI ähnlich: Sie wird Jobs kosten, aber eben auch neue entstehen lassen, nur an anderen Stellen. Das war bisher immer so.

Welche Jobs wären das denn zum Beispiel? Es müssten Jobs sein, die nicht irgendwann selbst durch die KI ersetzt werden können. Mir fehlt da im Moment die ausreichende Fantasie.

@quiddjes Du argumentierst mit dem derzeitigen Status Quo der KI. Die ist aber ja noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen und wird sich in den nächsten Jahren extrem rasend entwickeln. Glaube mir, solche anwaltlichen Tätigkeiten werden sich in Zukunft zu einem Großteil durch KI ersetzen lassen. Ich sehe das bereits in meinem Job als Patentreferent und -anwalt. Schon jetzt kann ich durch KI ca. 20 % Arbeitsaufwand bei der Intertreption des Standes der Technik, der Formulierung von Bescheidserwiderung und der Ausarbeitung neuer Patentameldungen einsparen. Anfang 2025 war die KI bei weitem noch nicht so gut, wie jetzt mit Gemini 2.5 Pro. Wir nutzen das aber in einem geschlossenen System meines Unternehmens, damit die sensiblen Daten nicht nach außen Dringen können. Nichtsdestotrotz wird da in den nächsten Jahren noch deutlich mehr möglich sein. Und auch die Ämter werden KI einsetzen, um zunächst mal schneller und effektiver zu sein und später entsprechende Stellen einsparen zu können.

Große Unternehmen mit entsprechenden Patent- und Rechtabteilungen werden zukünftig immer weniger externe Kanzleien beauftragen, so dass für diese eine große Einnahmequelle wegfallen wird. Und im nächsten Schritt werden dann auch zunehmend Stellen in diesen Industrieabteilungen gestrichen und durch KI ersetzt. Nicht alle, aber durchaus in einer relevanten Anzahl.
 
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Du hast keine Kinder, oder?
Klar. und auch Kinder leben so unbeschwert, weil sie nicht spekulativ in die Zukunft schauen.
Aber wie gesagt, kann jeder von mir aus selbst unglücklich deprimiert rum laufen. Ich gebe das so nicht weiter, und lebe, mit Verlaub, auf der sonnigen Seite des Lebens 😉

Welche Jobs wären das denn zum Beispiel? Es müssten Jobs sein, die nicht irgendwann selbst die KI ersetzt werden können. Mir fehlt da die ausreichende Fantasie.
Keine Ahnung. Das konnte man bei anderen Kerntechnologischen Entwicklungen auch nicht vorher sehen.

Warum macht man sich denn solche Gedanken. Das hat nichts mit kritischer Denkweise oder Betrachtung zu tun, sondern rein mit mangelndem Optimismus.
 
Aber ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die pessimistisch nach dem Motto "das und das könnte passieren" leben. Wäre mir meine Lebenszeit viel zu schade.
Ich bewundere Menschen, die es schaffen, ihre Phantasie zu zügeln und deshalb ihr Leben auf das "jetzt" fokussieren zu können.
Bei "Bürojobs" ist die Frage, wie du sie definierst: Da erzeugt KI durchaus aktuell Mehrarbeit, i.W. aus den o.g. Gründen (Kontrolle + Überarbeitung negiert den (vermeintlichen) Produktivitätsgewinn oder übersteigt ihn sogar).
Ja diese Berichte/Untersuchungen habe ich auch gelesen.
Die Ursachen für die Mehrarbeit liegen aber meist an der Unwissenheit oder dem mangelnden Training der Anwender.
Schmeiß einem Anfänger Powerpoint vor die Füße und sage ihm, damit kann er Präsentationen einfacher und schneller erstellen, als mit einem Textprogramm. Wie lange braucht er, bis das tatsächlich stimmt?

Gruß
Andi
 
Keine Ahnung. Das konnte man bei anderen Kerntechnologischen Entwicklungen auch nicht vorher sehen.

Aber zu glauben, dass da schon was kommen wird, weil das früher ja auch so war, ist in meinen Augen etwas naiv.

Wäre schön, wenn es anders kommt, aber ich bin da ziemlich skeptisch. Sogar so sehr, dass ich - obwohl ich "nur" noch ca. 7 oder 9 Jahre bis zum Renteneintritt habe - aufgrund der aktuellen Entwicklungen (Automobilindustrie + KI) nicht weiß, ob ich dieses Rentenalter in meinem Unternehmen noch erreichen werde. Es gibt z.B. klare Einsparungsziele, die unter anderen auch durch die effektive Nutzung von KI erwirtschaftet werden müssen.
 
Über Big Data gibt es doch genug, auch fundiert sehr gute, Abhandlungen auf YouTube usw. Auch auf Deutsch. aber auch das Interessiert die Leute nicht.
Siehe WhatsApp, Meta allgemein, usw.
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Ich bewundere Menschen, die es schaffen, ihre Phantasie zu zügeln und deshalb ihr Leben auf das "jetzt" fokussieren zu können.
Wer kann das schon? Jeder, der sich mit Taktik oder Strategie beschäftigt, weiß, dass spontane Entscheidungen in aller Regel schlechte Entscheidungen sind.
Ja diese Berichte/Untersuchungen habe ich auch gelesen.
Die Ursachen für die Mehrarbeit liegen aber meist an der Unwissenheit oder dem mangelnden Training der Anwender.
Schmeiß einem Anfänger Powerpoint vor die Füße und sage ihm, damit kann er Präsentationen einfacher und schneller erstellen, als mit einem Textprogramm. Wie lange braucht er, bis das tatsächlich stimmt?
Das ist ein leidiges Thema. Ich erlebe SHG-Leiter, die sich denken "Och, ne SHG-Homepage mit Wordpress ist doch schnell gemacht" und die Datenschutzbeauftragte der Patientenvereinigung (meine Frau 😉) guckt drauf und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, weil sie voller Inhalte sind, die gegen Urheberrecht verstoßen, die falsch sind (sie sind halt keine Ärzte) und vor Allem gegen Datenschutzrecht verstoßen.

Das gab es alles schon mit Flyern von Geschäften. Irgendwann gab es DTP-Software und die kleinen Läden haben keinen Layouter mehr beauftragt, sondern den Azubi, diese Flyer und Plakate zu machen. So sahen die dann auch aus, weil man das Know-How des Layouters unterschätzt hat.

Und das erlebe ich eben auch mit KI und besagten SHG-Leitern. Da wird unkritisch übernommen, was die KI ausspuckt, wo ein Arzt einen Nervenzusammenbruch bekäme.
 
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Schmeiß einem Anfänger Powerpoint vor die Füße und sage ihm, damit kann er Präsentationen einfacher und schneller erstellen, als mit einem Textprogramm. Wie lange braucht er, bis das tatsächlich stimmt?

Mit der Nutzung von KI im Zuge von Copilot geht das immer schneller. Auch das Erstellen von entsprechenden Makros in Exzel ist damit binnen weniger Sekunden ohne weiter Fachkenntnisse möglich.

Ich habe schon eine kompletten Foliensatz durch KI überarbeiten und übersetzen lassen. Das Ergebnis war wirklich überzeugend. Wer benötigt in Zukunft noch Dolmetscher? Ein zeitnah aussterbender Beruf.
 
Das muss sehr deprimierend sein?

Nö. Deprimierend ist das nicht. Nur bedenklich.

Ganz ehrlich. Ich bin so froh darüber, dass das Leben endlich ist. Das hat aber nichts mit Depression zu tun. Ich habe da durchaus auch eine gewisse Scheißegal-Mentalität. Aber das heißt ja nicht, dass ich mich nicht mt den Themen in kritischer Weise auseinandersetzen darf.

Mir persönlich ist da eine gewisse kritische Betrachtung einfach lieber als die rosarote KI-Brille.