Tim Cook gratuliert dem neuen US-Präsidenten Joe Biden

Pzycho

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Tanja Schachner
Donald Trump ist Geschichte und mit dem Amtsantritt von Joe Biden weht ein neuer Wind im Weißen Haus. Auch Apple-CEO Tim Cook ließ es sich nicht nehmen, ein Statement abzugeben. Er gratulierte dem neuen POTUS via Twitter.



Unmittelbar nach Vereidigung unterzeichnete Biden traditionell einige „Executive Orders“. Das sind sofort auszuführende Weisungen, bei denen unter anderem auch die Immigrationspolitik eine Rolle spielt. Insbesondere das DACA-Programm (Deferred Action for Childhood Arrivals) ist für den neuen Präsidenten eine wichtige Angelegenheit. Inhaltlich geht es bei DACA darum, Kindern von Immigranten einen längeren Aufenthalt in den USA zu gewähren. Ursprünglich wurde dieses Programm vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama ins Leben gerufen. Von Donald Trump wurde es nahezu komplett eingestellt.
Viele Apple-Mitarbeiter profitieren


Und was hat das alles mit Apple zu tun? Es sind exakt 449 Mitarbeiter in teils hochrangigen Positionen bei Apple, die vom DACA-Programm profitieren. Diese haben jetzt wohl ein paar Zukunftssorgen weniger. Neben seinem Tweet veröffentlichte Tim Cook auch noch ein ausführliches Statement. Er begrüßt das Engagement von Präsident Biden für eine umfassende Einwanderungsreform, die die amerikanischen Werte Gerechtigkeit, Fairness und Würde widerspiegelt. Auch für Bidens sofortiges Handeln bezüglich der Rückkehr zum Pariser Klimaabkommen fand Tim Cook lobende Worte.
Congratulations to President Biden and Vice President Harris on this historic day. Inspired by your vision of unity and your immediate actions on climate change, immigration and COVID-19. One nation, indivisible.

— Tim Cook (@tim_cook) January 20, 2021


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Bitnacht

Doppelter Prinzenapfel
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Als ich jünger war habe ich mich für Politik viel weniger interessiert. Ich finde es überraschend welche Strahlkraft so vermeintlich einfache Amtseinführungen haben können. Auch bei Obama war, wenn ich mich recht erinnere, die Euphorie groß und dessen Gesundheitsreform hat man auch nicht vergessen. Besonders nett finde ich jetzt aber beispielsweise auch wie Gouverneur Schwarzenegger, der ja zur gegnerischen Fraktion gehört, sich positioniert hat. Bemerkenswerte Zeiten!
 

Cohni

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Arnie ist der Held meiner vergangenen Kino-Tage und Familie/Bekannte aus California, die fast durchweg demokratisch geprägt sind/waren, haben den Kerl meistens sehr positiv betrachtet. Eine Integrationsfigur.
Sein Schwert...ich musste wirklich lachen. Diese Amis...und Arnie ist mehr als assimiliert. Aber ich mag den Kerl, auch wenn die künstlerische Bewertung seiner Filme...naja...Unterhaltung eben. :)

Ich habe mir die gesamte Inauguration auch angeschaut. Die erste überhaupt in meinem Leben. Auch extra über NBC, um einen komplett originalen Eindruck zu gewinnen.

Also Pathos können die Amerikaner, das muss man schon zugeben. Und das auch unter solch schwierigen Umständen.
Die junge schwarze Dichterin war für mich der emotionale Höhepunkt....einfach nur Wow und ich würde als knallharter Typ nie zugeben, dass wenn nicht mein Sohn mit dagesessen wäre, nicht auch das eine oder andere Wassertröpfchen aus meinen Äugeln geflossen wäre. Immer zu viel Luftfeuchtigkeit in der Bude...😆...Aber ich war ja nicht allein.

Ich glaube eine wichtige Quelle der Emotionen ist die allgemeine Erleichterung, dass dieser andere Typ endlich weg ist. Und dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob man jetzt eher dem konservativen oder dem progressiven Lager zugewandt ist.
Der Stilwechsel ist einfach eine Befreiung. Es ist anstrengend, ständig solchen mentalen Schreihälsen zuhören zu müssen.

Ich fand es auch beeindruckend, wie die ehemaligen demokratischen und republikanischen Präsidenten einträchtig beieinander standen und einfach eine Einheit demonstrierten, die jetzt dieses Land braucht. Das schließt ja Diversität in den politischen Meinungen nicht aus, im Gegenteil, Demokratie braucht den Diskurs und nicht die Gültigkeit nur der einen Wahrheit.

Biden wird uns nicht nur gut tun, er muss immer noch die Interessen seines Landes vertreten, aber der neue alte Stil wird einfach viel viel angenehmer. Was gehen mir diese Populistenschreihälse auf den Geist, egal ob links, rechts, mittendrin, oben, unten...weiß der Geier. :)
 
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Mure77

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Bei Obama habe ich alles komplett gesehen, bei Trump nur kurz, dieses Mal keine Sekunde. Habe heute das Obama Buch erhalten, hatte es die Tage bestellt, freue mich schon auf den Einstieg, habe aber noch rund 1400 Seiten von zwei anderen Büchern offen.

Schwarzenegger ist für mich jemand der auch Präsident hätte werden können, hätte er sich aufstellen können dann hätte er gewonnen, leider ist das System in Amerika so wie es ist, es wird seinen Sinn haben bzw. wird der Sinn irgendeinen Sinn haben.

@Cohni Die künstlerische Bewertung der Arnie Filme? Er hat den Rollen das gegeben was die Rolle haben wollte. Er gehört zu einer der wenigen Schauspieler denen man die Rolle isoliert abnimmt. Er war der Terminator, der Kindergartencop, "Ehemann" bei True Lies, Vater bei Phantom Kommando, Conan oder halt in Predator. Für viele mag das nicht das Gelbe vom Ei gewesen sein, der Markt hat damals gesprochen.

Ich persönlich kann der neuen VP mehr abgewinnen als dem 78 jährigen neuen Präsidenten. Es ist wieder mal ein Kompromiss, warum nicht die VP direkt ins Rennen schicken? Ich möchte das auch nicht am Alter alleine festmachen, es sollte um die Qualität gehen, da spielt Alter keine Rolle.

Insgesamt bin ich gespannt wie schnell in Amerika nun ein gewisses Maß an Ruhe einkehrt, welche Dinge nun wieder normal laufen und welche Dinge schlechter Laufen werden, denn wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, nicht alles was Trump gemacht hat war Senf ;)
 

Thaddäus

Golden Noble
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Mal abwarten. Ich persönlich stehe Joe Biden aufgrund der Crime Bill aus 1994 kritisch gegenüber, wenn es um Immigrationspolitik geht.
Ich persönlich kann der neuen VP mehr abgewinnen als dem 78 jährigen neuen Präsidenten. Es ist wieder mal ein Kompromiss, warum nicht die VP direkt ins Rennen schicken?
Mich würde es nicht wundern, wenn Biden in 2 Jahren aufgrund gesundheitlicher Schwierigkeiten oder altersbedingt zurücktritt und sein Amt an Harris vererbt. Letztere könnte so 2 Jahre ungewählt im Amt sitzen, und zusätzlich für 2 Amtsperioden kandidieren. Sollte Joe Biden vorher diesen Zug machen, dann wären es nur noch eine Periode für die sie kandidieren könnte.
 

Mure77

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Mal abwarten. Ich persönlich stehe Joe Biden aufgrund der Crime Bill aus 1994 kritisch gegenüber, wenn es um Immigrationspolitik geht.
Ich lasse mich mal überraschen, mir ist er nicht sympathisch. Die VP eher, nur mache ich mir nichts vor, sie wird auch nicht da sein weil sie ein Kreuzworträtsel gewonnen hat. Wenn du so weit oben bist dann bist du dort, weil du dort sein sollst. Geschlecht ist mir bei der Meinung, grundsätzlich auch, egal. Merkel könnte, sollte, für mich auch weitermachen.

Es wird spannend welche Dinge dort jetzt passieren, welche Dinge da jetzt in die Waage gebracht werden und welche Dinge mit Kalkül geschehen werden, denn auch Biden wird da jetzt keine nationale Roibosmentalität einführen können.
 
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Cohni

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Na mal sehen. Er wirkt jedenfalls so, als ob er es ehrlich meint und die Crime Bill ist ja auch schon lange her.
Eine Entwicklung sollte man ihm schon zugestehen, aber klar, die Praxis wird es natürlich zeigen müssen.
Ich verstehe die allgemeine Skepsis, hoffe nur, dass sie unberechtigt ist.

Das Kabinett ist erfreulich divers zusammengesetzt, was per se eigentlich schon mal ein positives Zeichen ist.

Ich hoffe, dass er das Ganze gesundheitlich durchsteht. So ein bisschen klapprig wirkt er schon. Dann käme zwar mit der Vizepräsidentin eine beeindruckende Frau ans Hauptruder, aber ich glaube zu früh dürfte das nicht geschehen.

Viele aus dem rechten Lager halten die Dame für geradezu kommunistisch. Was natürlich Quatsch ist, aber eine zu frühe Übernahme des Amtes würde dem Versuch, das Land wieder ein wenig zu beruhigen, sicher nicht gut tun.
Dunkehäutig, kluge Frau...das ist die Hölle für den normalen grenzdebilen, aber stolzen Jungen aus Amerika. ;)

Putzig finde ich ja in diesem Zusammenhang, dass die Proud Boys wohl angeblich ihren Imperator fallengelassen haben, weil er nicht mit Waffengewalt für seinen Verbleib im Weißen Haus gekämpft hat und eingeknickt ist...
 

Ducatisti

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Hoffentlich bleibt es ruhig,angeblich sollen die Amis keine 48 h nach Amtseinführung in Syrien einmarschiert sein,das klingt schonmal nicht gut.
 
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Balkenende

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Hoffentlich bleibt es ruhig,angeblich sollen die Amis keine 48 h nach Amtseinführung in Syrien einmarschiert sein,das klingt schonmal nicht gut.
Wolltest Du witzig sein oder bist Du wirklich jemand, der aus welcher Gesinnung auch immer so einen Quatsch verbreitet?
 
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Besonders nett finde ich jetzt aber beispielsweise auch wie Gouverneur Schwarzenegger, der ja zur gegnerischen Fraktion gehört, sich positioniert hat.
Warum hat er sich in den letzten vier Jahren nicht klar gegen Trump positioniert?
 

Balkenende

Geheimrat Dr. Oldenburg
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Hat er doch. 2017 zB schlug er sogar vor, dass er seine Fernsehshow gegen den Präsidentenjob tauscht, wörtlich, damit die Leute in den USA wieder ruhig schlafen können.

Man merkt hier ja sogar in einen Techforum, wie sehr die Trump-Methode, einfach falsches Zeug in die Welt zu setzen, sich verbreitet hat.

Schlimm.

Das wird sich allerdings auch unter einen Präsident Biden nicht mehr ändern.
 

Balkenende

Geheimrat Dr. Oldenburg
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Bei Obama habe ich alles komplett gesehen, bei Trump nur kurz, dieses Mal keine Sekunde. Habe heute das Obama Buch erhalten, hatte es die Tage bestellt, freue mich schon auf den Einstieg, habe aber noch rund 1400 Seiten von zwei anderen Büchern offen.

... nicht alles was Trump gemacht hat war Senf ;)
Das Buch ist super. Ich habe mir die englische Version gekauft. Es liest sich gut und ist erstaunlich ausgeglichen, keineswegs politisch einseitig.

Und beim letzen Satz stimme ich zu. Er hat natürlich auch Sachen richtig gemacht. Problem dabei:

Trump ist in seiner Schlichtheit und seinem Narzissmus sicher teils gefährlich, zu impulsiv und ein ganz böser Rassist. Problem ist, dass sehr viele Amerikaner seine Positionen teilen, das ganze ist gefühlt ewig salonfähig, war es immer und viele politische Fehler auch auf Seiten der Demokraten, aber auch der Welt insgesamt haben einem Kerl wie dem erst den Weg bereiten können.

Wenn Du da auf gut recherchierte und fundiert geschriebene Hintergründe Lust hast, lies mal ‚The Churchill Complex.‘ Seine Wahl und Entfremdung politischer Partner und auch der Brexit haben absolute Verknüpfungen.
 

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Hat er doch. 2017 zB schlug er sogar vor, dass er seine Fernsehshow gegen den Präsidentenjob tauscht, wörtlich, damit die Leute in den USA wieder ruhig schlafen können.
Ein rhetorisches Angebot! Er wusste genau, dass der Präsidentenposten so nicht vergeben wird.

Die Republikaner haben in ihren Reihen ein großes Problem.
 
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Und mit einem öffentlichkeitswirksamen, auch rhetorischen Angebot positioniert man sich nicht?

Du schuldest noch immer Belege für Deine Behauptung. Nur zu.

Ein Edit:

Das innere Problem der Republikaner dürfte hingegen sehr sehr zutreffend sein. Es gab - und gibt - zu wenige, die sich auflehnen.

Es spiegelt aber ganz genau die Zerrissenheit der amerikanischen Bevölkerung wieder.

Schwarzenegger selbst dürfte aber nicht das richtige Beispiel sein.
 
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Ein Blick in das US-Wahlrecht sollte Dir alle Belege liefern.
 

Balkenende

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Das wiederum verfestigt die Methode, Behauptung in die Welt, keine Belege, danach Empfehlung, selbst zu recherchieren.

Ich bin mir zudem als staatsrechtlich bewanderter Jurist ‚sogar‘ über die Grundzüge des amerikanischen Wahlsystems im Klaren.

Ich wage sogar zu behaupten, jeder hier hat diese Grundzüge drauf.
 
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Soweit mir bekannt, kann ein Präsident zurücktreten. Dann folgt aber der Vize-Präsident. Abgesehen davon kann Schwarzenegger nicht US-Präsident werden, weil er nicht in den USA geboren ist.

Dann kannst Du mich ja widerlegen. Also: Fang an!
 
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Mure77

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Das Buch ist super. Ich habe mir die englische Version gekauft. Es liest sich gut und ist erstaunlich ausgeglichen, keineswegs politisch einseitig.

Und beim letzen Satz stimme ich zu. Er hat natürlich auch Sachen richtig gemacht. Problem dabei:

Trump ist in seiner Schlichtheit und seinem Narzissmus sicher teils gefährlich, zu impulsiv und ein ganz böser Rassist. Problem ist, dass sehr viele Amerikaner seine Positionen teilen, das ganze ist gefühlt ewig salonfähig, war es immer und viele politische Fehler auch auf Seiten der Demokraten, aber auch der Welt insgesamt haben einem Kerl wie dem erst den Weg bereiten können.

Wenn Du da auf gut recherchierte und fundiert geschriebene Hintergründe Lust hast, lies mal ‚The Churchill Complex.‘ Seine Wahl und Entfremdung politischer Partner und auch der Brexit haben absolute Verknüpfungen.
Stimmt alles. Ich wollte Trump auch nicht in den Himmel loben. Danke für den Tipp.