Kuo: Umstieg auf ARM in den nächsten 12 bis 18 Monaten

Jan Gruber

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Jan Gruber
Sind die Tage von Intel Prozessoren wirklich gezählt? Während wir auf der einen Seite immer wieder Gerüchte rund um AMD-Prozessoren für den Mac bekommen halten sich nach wie vor auch die Gerüchte rund um ARM-Prozessoren. Ming-Chi Kuo hat jetzt eine neue Analyse für uns.

So soll Apple 2021 den ersten Mac mit ARM-Prozessor veröffentlichen, konkret in 12 bis 18 Monaten. Seit dem Ausbruch des Coronavirus soll Apple noch stärker auf Forschung und Entwicklung von hauseigener Technik setzen.

Im Juni wird traditionsgemäß die WWDC stattfinden - vielleicht die letzte Entwicklerveranstaltung vor der Einführung einer neuen Architektur. Da hinter dem Umstieg auch ein (erheblicher) Aufwand für Developer steht, könnten wir dort bereits eine erste Ankündigung erhalten.
ARM Umstieg bietet einige Herausforderungen


Der Weg zum eigenen Prozessor könnte durchaus steinig werden. Apple hat ohne Frage große Erfahrungen mit ARM-Prozessoren mit seinen iDevices gesammelt, ein Mac ist aber ein völlig anderes Gerät. Hier muss Apple Themen wie das Zusammenspiel mit Grafikkarten oder I/O aka Thunderbolt 3 in Griff kriegen. ARM Prozessoren sind in der Regel deutlich kleiner, ein weiterer Vorteil ist die deutlich geringere Leistungsaufnahme.

Via 9to5Mac

Den Artikel im Magazin lesen.
 

p7ner

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Wie war das damals nach dem Umstieg von PowerPC auf Intel bezüglich OSX Updates (Major). Waren quasi noch nahezu neue PPC Rechner kurze Zeit später nicht mit der neusten OSX Version kompatibel, da nur für Intelrechner optimiert?

Sprich, wenn man sich heute einen Intel-Rechner zulegt, wie groß schätzt Ihr das Risiko das man nicht wie üblich 5-7 Jahre mit dem aktuellsten Betriebssystem ausgestattet wird sondern im Zweifel nur 1 - 2 Jahre?

Ich weiß, Glaskugel...
 

staettler

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Naja, 2 Jahre noch Updates und danach noch zwei Jahre Patches.
Das heißt, du kannst das Gerät auf jeden Fall vier Jahre nutzen. Aus meiner Sicht sogar sechs.
Und dann wäre es vielleicht auch mal Zeit für etwas Neues.
 

Wuchtbrumme

Gelber Richard
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Hier muss Apple Themen wie das Zusammenspiel mit [...] Thunderbolt 3 in Griff kriegen.
das hast Du nett formuliert, es stimmt. Zu allem Übel: Thunderbolt ist eine intel-Geschichte mit Allianz. Das man das in einen ARM-Core bekommt könnte schwierig werden, aber natürlich müsste Apple die Plattform bauen. Mich würde daran stören, dass es ein einseitiger Pfad ist. Niemand sonst hat die Technik im Augenblick und ich sehe auch nicht, wer diese Technik haben sollte oder überhaupt wollte. Der Charme am Mac bis heute war/ist, dass ein Mac quasi ein "PC+" ist - man kann macOS einsetzen *und* alles andere. Da frage ich mich, ob ich überhaupt ein ARM-basiertes Windows 10 (das es wohl prinzipiell gäbe) auf dem freien Markt im x-beliebigen Elektronikmarkt kaufen kann und dieses auch auf genau *dem* ARM-Core läuft. Nur mal so als Beispiel.
 
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staettler

Baumanns Renette
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Dann hast du aber auch kein aktuellstes OS. Erübrigt sich dann nicht die Frage?
 

Jan Gruber

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Intel lockert aktuell ja den harten Griff rund um Thunderbolt ,... insofern seh ich da jetzt nicht das große Problem. Viel mehr sehe ich das Problem, dass ARM jetzt nicht unbedingt für mega viel I/O bekannt ist 🤷‍♂️ Zu der anderen Sache: Kann mir echt nicht vorstellen dass Windows 10 ARM auf nem Mac mit ARM laufen würde - weil das Windows ja defakto sehr sehr stark auf den Befehlssatz von Qualcomm setzt - kann aber natürlich sein, dass Apple Windows da auch rein lässt 🤷‍♂️
Sprich, wenn man sich heute einen Intel-Rechner zulegt, wie groß schätzt Ihr das Risiko das man nicht wie üblich 5-7 Jahre mit dem aktuellsten Betriebssystem ausgestattet wird, sondern im Zweifel nur 1 - 2 Jahre?
Also realistisch betrachtet tat es damals schon relativ weh ,... Aber war jetzt nicht mega dramatisch. So mein Eindruck von damals zumindest 🤷‍♂️ Viele coole Sachen gingen sehr schnell nur unter Rosetta, die Programmkompatibilität ist schon auch in Richtung Intel sehr schnell gekippt. Aber am Ende: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es diesmal so schnell geht wie 2005/2006 damals. Die werden nicht über Nacht von nem MacBook bis zu nem Mac Pro alles mit ARM gleichermaßen gut und sinnvoll versorgen können. Das Intel bald nicht mehr in Macs vorkommt glaub ich sofort - aber nicht das kein x86 mehr zum EInsatz kommt. Will heißen: AMD ;p
 
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FuAn

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das hast Du nett formuliert, es stimmt. Zu allem Übel: Thunderbolt ist eine intel-Geschichte mit Allianz. Das man das in einen ARM-Core bekommt könnte schwierig werden, aber natürlich müsste Apple die Plattform bauen. Mich würde daran stören, dass es ein einseitiger Pfad ist. Niemand sonst hat die Technik im Augenblick und ich sehe auch nicht, wer diese Technik haben sollte oder überhaupt wollte. Der Charme am Mac bis heute war/ist, dass ein Mac quasi ein "PC+" ist - man kann macOS einsetzen *und* alles andere. Da frage ich mich, ob ich überhaupt ein ARM-basiertes Windows auf dem freien Markt im x-beliebigen Elektronikmarkt kaufen kann und dieses auch auf genau *dem* ARM-Core läuft. Nur mal so als Beispiel.
Thunderbolt 3 basiert auf PCIe lanes, der Snapdragon 8cx hat vier solcher, AMDs Opteron A hatte PCI, Nvidias Tegra K1... das ist also nichts neues fuer die ARM welt... das werden mittelfristig sicher keine IO Monster, aber ein USB 4 Port, der TB 3 ja vorsieht, in einem neuen MacBook ist in den nächsten 12 Monaten ganz sicher möglich.

An einen kompletten Umstieg glaube ich jedoch auf absehbare Zeit eher nicht, gerade auch nach der Vorstellung des neuen MacPro. Aber ein neues Ultra mobiles MAcBook um auch das Mac Lineup vielleicht etwas nach unten hin zu erweitern, kann ich mir durchaus vorstellen.
 
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Wertungen: FritzS

Jan Gruber

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Wie cool @FuAn - Wir haben anscheinend zur gleichen Zeit geschrieben und sagen im Endeffekt genau das Gleiche, ne? ☺
Insofern schließe mich da voll an und fasse noch mal kurz: VIEL IO kann für ARM ein Problem werden, TB3 nicht. Kompletter Umstieg mit nem MacPro frisch am Markt sehe ich, schlagartig, jetzt auch nicht.
 

YoshuaThree

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Der Charme am Mac bis heute war/ist, dass ein Mac quasi ein "PC+" ist - man kann macOS einsetzen *und* alles andere.
Das ist für viele DER Kaufgrund überhaupt. Ein PC kann eben Windows und Linux - aber kein macOS (bitte Hackintosh als Software Entwickler weg lassen und über Hackintosh Notebooks mag ich erst gar nicht anfangen).

Ein Mac Rechner war für mich immer Apple + WIndows + Linux. Und das ohne Probleme.
Und als Entwickler und im Service / Support ist das einfach klasse - Du hast ein Rechner für Deine macOS, WIndows und Linux Kunden.

Ich wüsste nicht wieso Apple das machen sollte. Man würde sich von der Windows Kompatibilität abseilen.
Ob das verkaufsfördernd ist?

Ist das bei Apple nicht schon mal mit PowerPC in die Hose gegangen?


Wenn - ich betone wenn - Apple nur noch ein eigens geschlossenes System auf den Mac Rechnern bieten würde - mit null oder stark eingeschränkter Windows Kompatibilität wäre ich draußen. Definitiv. Denke viele Andere auch.

Aber man wird sehen.
 

ottomane

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Das ist für viele DER Kaufgrund überhaupt.
Da gehe ich nicht mit. Ich kenne niemanden, der nativ Windows oder Linux auf einem Mac nutzt. Klar, es gibt die Leute, die das tun aber es sind IMO wenige. Wenn, dann sind das VMs, aber die könnten, sofern irgendeine Art Emulator zum Einsatz kommt, evtl. auch auf ARM laufen. Ob das dann noch Spaß macht, wird man sehen.
 
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Aber ein neues Ultra mobiles MAcBook um auch das Mac Lineup vielleicht etwas nach unten hin zu erweitern, kann ich mir durchaus vorstellen.
das hatte ich genau *so* gedacht, danke.
Das ist für viele DER Kaufgrund überhaupt.
Da gehe ich nicht mit. Ich kenne niemanden, der nativ Windows oder Linux auf einem Mac nutzt. Klar, es gibt die Leute, die das tun aber es sind IMO wenige.
das denke ich auch, aber ich glaube, dass die Logik eine andere ist. Der Ansatz ist, dass man alles *könnte*. Bis man dann das eigentlich vorgesehene macOS ausprobiert hat und den Rest gar nicht mehr will.

Historisch hat es natürlich auch einiges an Entwicklung bedurft. Ich erinnere nur mal an die Steuererstattungsprogramme, die erst seit 7 Jahren oder so für Mac erhältlich sind.
 
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Balkenende

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Da gehe ich nicht mit. Ich kenne niemanden, der nativ Windows oder Linux auf einem Mac nutzt. Klar, es gibt die Leute, die das tun aber es sind IMO wenige. Wenn, dann sind das VMs, aber die könnten, sofern irgendeine Art Emulator zum Einsatz kommt, evtl. auch auf ARM laufen. Ob das dann noch Spaß macht, wird man sehen.
Ich kenne sehr viele, nämlich die, die einen Mac nutzen wollen - aber notwendig eine bestimmte Anwendung fahren, die es für den Mac nicht gibt.

Mich inkludiert. Ich wünschte ja, es würde vernünftige Anwalts- und Notarprogramme für den Mac geben, gibt es aber nicht.

Von zu Hause aus kann ich Virtualisierungssoftware nutzen und/oder per Terminal Server von Mac aus einwählen.

Nativ, also über Bootcamp, ist von der Performance aber ein ganz anderes Ding.
 

saw

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Ist denn wirklich sicher, dass dann da MacOS drauf läuft und nicht iOS/iPadOS?
Würde eventuell die (grausame) Mausunterstützung in iPadOS erklären ^^

Aus einer Quelle die nicht genannt werden will, habe ich gehört, dass das Book Modular aufgebaut werden soll,
Bildschirm kann als Tablett genutzt werden und das Touchfeld als iPhone ^^

IMG_3953.jpeg
 
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YoshuaThree

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Da gehe ich nicht mit. Ich kenne niemanden, der nativ Windows oder Linux auf einem Mac nutzt. Klar, es gibt die Leute, die das tun aber es sind IMO wenige. Wenn, dann sind das VMs, aber die könnten, sofern irgendeine Art Emulator zum Einsatz kommt, evtl. auch auf ARM laufen. Ob das dann noch Spaß macht, wird man sehen.
Dann lässt Du Millionen Software Entwickler außen vor.... alle nicht existent?
 
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ottomane

Graue Französische Renette
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Dann lässt Du Millionen Software Entwickler außen vor.... alle nicht existent?
Du kennst Millionen Software-Entwickler? Beeindruckend. Die, die ich kenne, arbeiten unter macOS und allenfalls mit Linux-VMs. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Für Windows / Linux gibt es aber besser geeignete Notebooks.
 

FuAn

Freiherr von Berlepsch
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Wie cool @FuAn - Wir haben anscheinend zur gleichen Zeit geschrieben und sagen im Endeffekt genau das Gleiche, ne? ☺
Insofern schließe mich da voll an und fasse noch mal kurz: VIEL IO kann für ARM ein Problem werden, TB3 nicht. Kompletter Umstieg mit nem MacPro frisch am Markt sehe ich, schlagartig, jetzt auch nicht.
100%

ich frage mich
Wie bitte?! 😂

TB3 wird in USB 4.0 eingebunden.... is aber alles bischen kompliziert... und den Herstellern überlassen wie es umgesetzt wird...

Ändert nichts an der Tatsache, dass TB3 Chips uerber 4x pcie lanes angebunden werden. Die Vorraussetzungen dafuer gibt es bei ARM nun mittlerweile.
Was die Implementierung von TB3 in USB 4 angeht, die ist seit May 2019 frei und offen fuer alle. Intel behält sich lediglich die zertifizierung von Thunderbolt 3 Geräten selbst vor, diese ist jedoch optional und nicht notwenig fuer TB3 / USB 4.
Vgl. 2017-2019 hatte Intel TB3 kostenfrei in Lizenz an Partner, Kunden etc. vergeben sich jedoch die Lizenz vorbehalten, den Status haben wir nun überschritten. Einem ARM Rechner mit USB 4 incl. TB3 steht also nichts im Wege...
 
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Krüx

Carola
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Sehe da ein Problem bei Software. Hat ja auch lange gedauert bis Protools auf Catalina läuft und hätte auch Angst mit Audiohardware. Da funktioniert ja immer was nicht.