Magazin Kommentar: Bananenware, die reift beim Kunden. Muss Das sein?

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Michael Reimann, 17.12.14.

  1. padrak

    padrak deaktivierter Benutzer

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    Der Neustartzwang hat bei Apple in den letzten 2 Jahren aber auch merklich angezogen. Das Gefühl, ein kostenloser Betatester zu sein, hat ebenfalls stark zugenommen.
     
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  2. Vividarium

    Vividarium Rhode Island Greening

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    Aha - nur weil Apple in seinen Servicepacks nicht jedes Update einzeln aufzählt (und Windows hier einiges transparenter ist), ist das nun schlecht? Naja - wir sind eben im Apple Forum ;D
     
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  3. Pill

    Pill Adams Parmäne

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    Das Problem ist weniger, dass 129 Updates angezeigt werden, sondern dass die Updates nicht kumulativ erfolgen. Ich habe vor ein paar Tagen Windows 8 installieren dürfen und nach sagenhaften 4 Neustarts waren alle Updates installiert. Ein aktuelles Image mit allen Updates oder ein Servicepack erscheint einfach viel zu selten.
     
  4. Shawni2k7

    Shawni2k7 Erdapfel

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    Die Sichtweise des Autors ist leider nicht ganz korrekt. Wenn eine Applikation zum n-ten Male ein Update bekommt, erhalten manche Benutzer den Eindruck, dass die Software sehr fehleranfällig ist. Sie
    können das Programm seit einem halben Jahr benutzen ohne wirklich einen Bug selber erlebt zu haben - das Gefühl, dass es zuviele sind wird er dennoch nicht los. Und Alltagsprodukte, also Nicht-Software, bei denen es keine Updates gibt, landen einfach in der Tonne und werden neugekauft, obwohl diese mindestens! genauso fehlerbehaftet sind.

    Bananenbieger spricht exakt die richtigen Punkte an. Es gibt die unterschiedlichsten Fallstricke und Ursachen, warum Software Fehler enthalten kann. Dafür ist diese Thematik einfach zu komplex und umfangreich geworden. Denkt einfach mal 10-15 Jahre züruck und lernt schätzen, wass Ihr da eigentlich vor euch habt. Von einem Smartphone bis hin zum High-End-Rechner - das Hard- und Software trotzdem so gut funktioniert, ist kaum vermittelbar.
     
  5. Michael Reimann

    Michael Reimann Geschäftsführung
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    Bitte erspar mir Deine Besserwisserei. Danke!
     
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  6. Michael Reimann

    Michael Reimann Geschäftsführung
    AT Administration

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    Warum fasst MS die Updates nicht in einem weiteren Servicepack zusammen. Haben Sie früher doch auch hinbekommen. Dann wird ein großes und evtl. wenige kleine installiert. Generell ist gegen das schnelle Stopfen von Löchern nichts einzuwenden.
     
  7. Michael Reimann

    Michael Reimann Geschäftsführung
    AT Administration

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    Ich finde genau diese Sichtweise auch fragwürdig. Die Produkte von heute werden - warum auch immer sei dahingestellt - komplexer. Der Fernseher muss nun auch Medienzentrale werden, das Radio kann plötzlich Internet-Seiten anzeigen, die Nähmaschine lädt neue Muster herunter. Das alles mag sehr fein sein, zwingt aber zu immer komplexeren Systemen und damit auch zu größerer Fehleranfälligkeit. Daher dann auch die Updates.

    Mag sein, dass viele Kunden das - aus Mangel an Zeit und Sachkenntnis - ignorieren. Früher waren die Dinge eben auf wenige Funktionen beschränkt. Das heißt nicht, dass sie Fehlerfrei waren, aber sie haben halt ihren Dienst so lange erfüllt, bis das Nachfolgemodell da war. :)
     
  8. Michael Reimann

    Michael Reimann Geschäftsführung
    AT Administration

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    Siehe iOS 8.0.1. Wo war da denn die so tolle agile Softwareentwicklung? :D
    Zum Glück war da das Softwaremanagement agiler. ;) (und hat das Update zurückgezogen!)
     
  9. Ulrich Reinbold

    Ulrich Reinbold Hauptstadtredaktion
    AT Redaktion

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    Bei Ingenieuren sagt man doch, dass eine Entwicklung dann gut ist, wenn man nichts mehr weglassen kann. Durch die Feature-Wut macht man es sich ja selbst schwer. Allerdings scheint es der Markt ja so zu wollen.
     
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  10. Bananenbieger

    Bananenbieger Golden Noble

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    Tja, damit musst Du leben, solange Du Deinen Job nicht richtig machst. Es ist schon echt verwunderlich, dass immer Deine Beiträge mir negativ auffallen.

    Dabei kannst Du es doch anscheinend: In #47 stellst Du doch eigentlich die richtigen Fragen. Warum also immer dieser "bildische" Kommentarstil?


    Das Problem von 8.0.1 hat aber mit der eigentlichen Entwicklung nichts zu tun gehabt...

    Das Ding ist doch, dass sich die Anforderungen mit der Zeit ändern bzw. der Kunde von Anfang an auch noch nicht so ganz genau weiß, was er eigentlich will.
    Gerade bei Anwendungen lernt man mit der Zeit auch durch die Verwendung, wo man optimieren kann und was noch fehlt.

    ...und Websites macht dann auch der Neffe vom Chef für 20 Euro ;)
     
    #50 Bananenbieger, 17.12.14
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.14
  11. NY152

    NY152 Cripps Pink

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    Michael, Du sprichst mir aus der Seele.

    Ich habe zu Hause leider nur eine 6000er Leitung. Resultierend daraus und aus der Tatsache, dass meine XBOX ONE letztes Jahr am day one ca. 15 GB Updates ziehen wollte, habe ich den Spaß an der Konsole schon am gleichen Tag verloren.

    Mal abgesehen von der unnötigen Schlaumeierei einiger hier, erklärt ihr Experten mir doch mal in einfachen Worten, warum ein monatliches Update für ein One Spiel (BF4) im Schnitt 3-4 GB groß sein muss?! Die Karten bleiben gleich, anderes balancing kann es doch wohl nicht sein, oder?
     
  12. Shawni2k7

    Shawni2k7 Erdapfel

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    Ja, das ist in der Tat ein wichtiger Punkt - aber Benutzer strafen vermeintliche "innovativlose" Produkte schnell ab, denn dieser Markt ist hart umkämpft. Man mag sich nur vorstellen, was passiert, wenn Apple,Samsung&Co. ihre Phones nur noch alle 2-3 Jahre herausbringen. Die perverse Gier des Marktes prügelt einem diese Denke schon ein, ob man als Unternehmen will oder nicht (seltene Ausnahmen ausgenommen).
     
  13. m4d-maNu

    m4d-maNu Signe Tillisch

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    Ja und Updaten sie nicht auf das neue Betriebsystem wo auch neue Funktionen eingebaut sind. Aber ich weis was du meinst, man braucht sich nur BlackBerry anschauen. Die haben den Trend mit den Smartphones komplett verpennt und wo sie nun stehen wissen wir alle.
     
  14. technikelse

    technikelse Jakob Lebel

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    ITler? Ja alles nutzloses Pack. Die kannst du alle in einen Sack stecken und draufhauen, da triffst du immer den richtigen. Die von der Technik sind alle miteinander so nutzlos wie ein Kropf. Schaffen den ganzen Tag nichts, sitzen nur vor ihren Computern und verdienen sich dumm und dämlich. Die schlafen mit den faulen Beamten um die Wette. Und vor der Stechuhr bildet sich stets eine Schlange, weil die, die später kommen, dort auf die treffen, die früher gehen.
    Junge junge, den ITler gibt es genauso wenig wie den Büroangestellten. ;)

    Agile Software Entwicklung heißt nicht Perfektion in Vollendung. Der Mensch ist überall das schwächste Glied in der Kette.
     
  15. z3ro

    z3ro Damasonrenette

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    Wer sich mit Software- bzw. Produktentwicklung ausseinandergesetzt hat, wird den schwarzen Peter nicht nur der Entwicklungsabteilung zu spielen. Betriebswirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge werden hier ausgespart, was den Nährboden für Stammtischweisheiten wie:

    birgt.

    Mir fehlt dem Artikel/Kommentar sachliche Tiefe.
     
  16. Michael Reimann

    Michael Reimann Geschäftsführung
    AT Administration

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    Ist das wirklich so? Sind es die Kunden, die so einen kurzen Innovations-Zyklus wünschen? Nur mal als Gedankenspiel: Wie wäre es, wenn Apple nur alle zwei Jahre ein neues Betriebssystem herausbrächte und nur alle zwei Jahre ein neues iPhone? Würden sich die Kunden dann abwenden? Ich glaube nein. Der Druck kommt meiner Meinung nach nicht von den Kunden, sondern von der Industrie. Diese will neue Produkte absetzen und ein "SmartTV" verkauft sich anscheinend besser, als ein "TV".

    Ich möchte nicht wissen wie viele dieser "SmartTVs" in den Wohnzimmern stehen und lediglich als reines Fernsehgerät arbeiten, weil die Kunden es eh nicht verstehen oder keine Lust auf die vielen Zusatzfunktionen haben, die ihnen der Eletronikverkäufer im Markt noch so angepriesen hat.
     
  17. Farafan

    Farafan deaktivierter Benutzer

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    Der einzige der sich kürzeste Produktzyklen wünscht ist der grausame Orkus der Börse.

    Apple ist ein Unternehmen das wie kein zweites unter Beobachtung steht getrieben von astronomischen Margen der Vergangenheit. Apple lässt sich durch einen Herrn Icahn und fragwürdige institutionelle Anleger in diese Hetzjagd treiben. Früher war Apple ein grundkonservatives Unternehmen das besser fünfmal geprüft, gecheckt und wieder verworfen hat bevor ein Produkt auf den Markt kam.

    Heute giert und geifert die profithungrige Meute von lauter glattrasierten Bübchen täglich, stündlich und minütlich nach News, Innovationen und Futter für die globale Geldvernichtungsmaschine.
     
  18. technikelse

    technikelse Jakob Lebel

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    Genau, und früher waren die Gummistiefel auch noch aus Holz. Würden Apple heute noch so agieren wie früher, wären sie da wo sie früher mal waren nämlich kurz vor dem Aus. Und wenn Samsung irgendeinen nutzlosen Mist rausbringt, fängt die Blogger- und Foristengemeinde an zu gieren. Und wenn bei der Keynote nicht auch reichlich medienwirksamer aber größtenteils genauso nutzloser Mist präsentiert wird, ist die Heulerei groß.
     
    prostetnik gefällt das.
  19. Bananenbieger

    Bananenbieger Golden Noble

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    Nicht jeder kauft jedes Jahr ein neues iPhone. Und Apple kann stolz darauf sein, dass auch ältere Geräte noch in den Genuss von neuer Software kommen. Die meisten Leute nutzen Apple-Geräte rund zwei Jahre. Nur wenige verrückte müssen immer das allerneuste Gadget besitzen (wie man bspw. an den hohen Gebrauchtpreisen sieht!).
    Apple hat bei den meisten Produkten einen Innovationszyklus von einem Jahr. Damit werden die Nachfragespitzen schon mal abgemildert, aber was viel wichtiger ist: Apple kann jedes Jahr neue Technologien breit ausrollen und muss nicht zwei Jahre lang blind fliegen und dann feststellen, dass man totalen Schmu entwickelt hat, der absolut nicht marktgerecht ist.

    Es sind viele, was aber primär an den Rechteinhabern und der letzten Meile liegt. In 10 Jahren werden die meisten Leute wohl primär Video-on-Demand nutzen. Zudem werden TV-Geräte bislang noch nicht jedes Jahr neu gekauft und sind somit länger im Wohnzimmer. Klar, dass man deshalb auch Technologien mit ausrollt, die noch recht frisch sind. Man bedenke, dass unter dem Potsdamer Platz in Berlin ein U-Bahnhof mitgebaut wurde, der wahrscheinlich erst in einigen Dekaden überhaupt gebraucht wird.
     
  20. doc_holleday

    doc_holleday Orleans Reinette

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    Die immer wieder unterstellte geplante Obsoleszens ist ja schon schlimm genug - so sie denn angewendet wird, aber dass die "Masse" dazu ermutigt wird perfekt funktionierende Geräte gegen neuere auszutauschen, finde ich noch schlimmer.

    Was soll denn dieser Quatsch in der Werbung, dass man jedes Jahr ein neues Smartphone bekommt? Als ob ein Jahres-Smartphone in die Tonne gekloppt gehört und wenn man nicht mit macht ist man sowas von hinten dran, dass man froh sein kann nicht augenblicklich alle (Facebook-) Freundschaften gekündigt zu bekommen.

    Auf der einen Seite Kernkraftwerke abschalten wollen und nur noch Bio-Tomaten mampfen und dann so ein Quatsch. Als ob für die Millionen an Smartphones keine Ressourcen unnötig verheizt würden.

    George Orwell hätte mit seinem Doublethink nicht näher an der Wahrheit liegen können.