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Apple geht gegen importierte iPhones vor

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Felix Rieseberg, 18.04.08.

  1. Felix Rieseberg

    Felix Rieseberg Seestermüher Zitronenapfel

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    Apple geht laut Blogger Udo Vetter massiv gegen Grauimporte vor: Mit Abmahnungen in Höhe von 13.512,80 Euro sowie einem Streitwert von satten zwei Millionen Euro versucht man, den Graumarkt massiv einzuschränken.

    In einem jüngsten Fall soll eine Mandantin von Vetter 150 Geräte aus Frankreich importiert haben, um diese dann an einen deutschen Händler weiterzuverkaufen. Sicherlich kein kleiner Gelegenheitsverkauf in der Apfeltalk-Börse, gleichzeitig jedoch auch keine Schiffsladung iPhones. Als pikantes Detail fand der Import zudem statt, bevor Apple und T-Mobile ihre exklusive Kooperation in Deutschland bekanntgaben. Man kann aus diesem Fall nur schließen, dass wir von Apfeltalk dringend empfehlen, keine größeren Mengen an iPhones in den deutschen Markt zu importieren, auch wenn das Geschäft bei den gegenwärtigen Preisunterschieden auf dem amerikanischen und deutschen Markt verlockend sein mag.

    Ob Apple auf juristischem Weg wirklich etwas gegen Grauimporte im großen Stil unternehmen kann, ist mehr als fraglich: Erst vor wenigen Tagen wurden Zahlen bekannt, nach denen in der Schweiz rund 34.000 iPhones genutzt werden, obwohl das Gerät dort offiziell noch nicht zu haben ist.

    via LawBlog
     

    Anhänge:

  2. wescom

    wescom Rheinischer Krummstiel

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    na die sollen sich mal nicht so haben...
    das gerät würde in den strassen nicht so oft gesehen werden (und somit werbung machen) wenn es die grauimporte nicht gäb.
    aus meinen freundeskreis haben genau zwei das telefon beim t gekauft und die anderen 13 eben nicht...
    schaun mer mal wie es ausgeht
     
  3. Moorcock

    Moorcock Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Apple überhebt sich

    Dem freien Warenverkehr innerhalb der EG haben schon viele versucht sich zu widersetzen. Aber einen Import aus Frankreich nach Deutschland kann Apple einfach nicht verbieten. Ausnahmen sind hier im europäischen Gemeinschaftsvertrag enumerativ aufgeführt:
    Ich wünsche Apple ein dickes blaues Auge.

    Gruß
    Moorcock

    Edit: Hier die Meldung bei Macnotes.de, wo präzisiert wird, dass es sich um Importe aus Frankreich handelt.
     
    #3 Moorcock, 18.04.08
    Zuletzt bearbeitet: 18.04.08
  4. Vanilla-Gorilla

    Vanilla-Gorilla Kleiner Weinapfel

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    Na so wird das aber dann mit den avisierten 10Mio. verkauften iPhones 2008 aber nix Apple ;)

    Vanilla-Gorilla
     
  5. aqueous

    aqueous Osnabrücker Reinette

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    im bsp hat ja jmd 150 iPhones importiert und wieder verkauft. Ich glaube, da kann man jemande Handel vorwerfen oder nicht??
     
  6. wolf1210

    wolf1210 Welscher Taubenapfel

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    Grauimporte

    ist doch klar warum Apple so dagegen ist: jedes nicht an einen T-Mobil-Vertrag (in Deutschland) gebundene Gerät bedeutet einen dicken finanziellen Ausfall für Apple. Niemand guckt gern zu , wie einem Geld durch die Lappen geht :)
     
  7. NightMare

    NightMare Zuccalmaglios Renette

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    natürlich ist das handel, aber apple tut mir in dieser hinsicht kein bisschen leid! wer es verschlampt einen interessierten markt mit zahlungskräftigen käufern (namentlich die schweiz) zu erschliessen hat es nicht anderst verdient... i höre mich frustriert an? - das bin ich!
     
  8. Moorcock

    Moorcock Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Ich find nicht, das Handel etwas ist was man vorwerfen kann. Handel ist etwas gutes. Illegalen Handel könnte man vorwerfen, wenn er denn bestünde.

    Gruß
    Moorock
     
  9. Peter Maurer

    Peter Maurer Carmeliter-Renette

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    Kann jemand diese Nachricht weiter als bis hierhin verfolgen? Mir stellen sich zwei Fragen:

    - Stimmt das?
    - Falls ja: Sind diese Anwaelte von Apple beauftragt?

    Aus dem lawblog-Eintrag geht jedenfalls nicht hervor, dass es um eine direkte Vetter-Mandantin geht.
     
  10. Sunto

    Sunto Allington Pepping

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    Aus Frankreich ?...das ist weder ein Import noch ein Grauimport.

    Sind wir nicht in der EU ???
     
  11. _ndi

    _ndi Gloster

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    Man redet hier immer von Verlust durch Grauimport etc. Tatsache ist doch aber das Apple so oder so einen Gewinn aus einem verkauften Gerät zieht (solange es nicht gestohlen ist). Dass das iPhone über 400/500 Produktionskosten verursacht, wird wohl niemand hier behaupten.
    Klar könnte mit einem höheren Preis mehr Gewinn erzielt werden, doch spielt die teilweise Globalisierung eben nicht nur in die Hände der Grossunternehmungen, auch wenn es diese gerne so hätten...
     
  12. ifthenelse

    ifthenelse Fießers Erstling

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    Böser Apfel

    Wenn von 15 iPhones gerade mal 2 über die regulären Vertriebskanäle verkauft werden, sollen die (Apple) sich nicht so haben? Wo haben denn die 13 das Teil her? Fällt Dir da kein gewisses Missverhältnis auf?

    Und wo bitte schön, hat die Dame denn die 150 iPhones in Frankreich bezogen, und auch noch zu einem Zeitpunkt, bevor es auch dort auf dem Markt war? Wird es etwa neuerdings in Frankreich produziert? Schon mal was von Grauimporten gehört? Man Leute, erst Denken, dann schreiben!

    (nicht dass ich die Vertriebspolitik des iPhone von Apple gutheisse, aber die ist halt so wie sie ist...)

    So, und nun haut mich ;)

    Gruss, Jörg
     
  13. iChrigi

    iChrigi Angelner Borsdorfer

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    das schadet Apple doch nicht
     
  14. Moorcock

    Moorcock Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Bist Du dir sicher, dass es sich um die selben Fälle handelt? Wenn ja ist die Meldung schon recht alt (10 Oktober 2007) und der Fall sollte mittlerweile vor Gericht liegen, es sei denn die Abmahnung wurde akzeptiert oder ignoriert.

    Hier noch ein nettes Fundstück aus dem Netz gegen Abmahnraubritter:
    Gruß
    Moorcock
     
  15. Slashwalker

    Slashwalker Winterbanana

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    Ja und? Hat Apple an den 13 "Grauimporten" nichts verdient oder was? Sie hat die Geräte ja auch irgendwo gekauft, also ist irgendwie auch Kohle an Apple geflossen. Die sind selber schuld mit ihren Knebelverträgen! Sollen sie doch das iPhone für alle Netzbetreiber freigeben, wie jedes andere Handy auch!

    Es ist immer wieder Klasse, wie Fanboys abgehen, wenn man mal was gegen Apple sagt. Ist ja schlimmer als wenn man in Indien eine Kuh umfährt.
     
  16. MrWhite

    MrWhite Transparent von Croncels

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    Ay.....Apple hat natürlich was an den iPhones verdient. Irgendwo müssen die ja mal verkauft worden sein. Ich vermute mal das sind USA iPhones die den Weg nach Frankreich gefunden haben um dann weiter nach Deutschland zu wandern.
    Aber ich muss auch sagen, dass der Verkaufspreis nur die Spitze des Eisbergs ist. Apple macht den meisten Gewinn doch mit den Verträgen die abgeschlossen werden sollen beim Kauf. Dumm nur das sie bis heute nichts daran geändert haben dass man den Vertrag zuhause abschließt (USA) (UK?!)
    Da muss man sich dann wirklich nicht wundern wenn soviele von den Dingern in anderen Netze auftauchen.
    Allerdings muss ich sagen, dass ich (außer im TV) erst eine einzige Person mit dem iPhone gesehen habe/kenne.
    Bisher ist mir sonst niemand über den Weg gelaufen der so ein Ding hat.
    Und wenn Apple wirklich etwas dagegen hätte, dass man die iPhones in anderen Netzen nutz, dann würden die sich schon was einfallen lassen wie man das iPhone jedes Mal wenn es im Netz ist oder an iTunes, gesperrt wird sodass man es wieder unlocken muss....Irgendetwas das nervt.
    Ich könnte mir aber lebhaft vorstellen, dass Apple seine Vertriebspolitik mit dem iPhone 2 ändern wird. Die sehen ja dass es nichts bringt. Und beim iPhone 2 das sicherlich dank UMTS und Co. wieder teurer sein wird, aber dafür auch in mehr Netzen funktioniert wird das ganze Spiel von vorne losgehen.
    Wenn sie schlau sind, dann geben sie es frei. Dann würden sie richtig verdienen!!! Dann braucht ja niemand mehr das iPhone importieren sondern kann es direkt kaufen bei irgendeinem Betreiber und gut ist.
    Das macht die Leute erstens nicht "kriminell" (man verstößt ja schon gegen die Lizenzbestimmungen wenn man es nicht bei T-Mobile betriebt) und zweitens kommen sie dann auch auf ihr angepeiltes Ziel von 10 Mio.

    My 2 Cents
     
  17. Beinhorn

    Beinhorn Melrose

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    Auf den zweiten Blick

    Auf den ersten Blick nicht (wenn man die reinen Verkaufszahlen sieht).

    Es geht schließlich um Verträge zwischen T-Mobile und Apple.
    Der Telekom-Ableger hat das Exklusiv-Recht in Deutschland erworben.
    Dadurch will Apple noch mehr Geld mit dem iPhone verdienen und T-Mobile soll in der Vertragslaufzeit vor Konkurrenz geschützt werden.

    Diese Probleme gäbe es bei einem freien Verkauf natürlich nicht.
    Für mich kommt das Gerät in dieser Version nicht in Frage. Deshalb amüsiert mich die Diskussion höchstens.
     
  18. Amin Negm-Awad

    Amin Negm-Awad Süsser Pfaffenapfel

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    Mal ein Tipp vom Fachmann

    Einge kennen mich vielleicht als Sachbuchautor für Objective-C, im wahren Leben bin ich aber vor allem Rechtsanwalt und Dozent für IT- und Medienrecht. Daher mal eine kurze erste Einschätzung, die ich freilich zur Diskussion stelle:

    I. Vertragliche Beziehungen
    AFAIK werden die iPhones in .fr frei verkauft. Eine vertragliche Bindung hin zum Käufer dort kann also nicht bestehen. Möglichweise erlaubt das französische Recht eine solche BEschränkung, das halte ich aber für ganz unwahrscheinlich, weil das mit EU-REcht zumindest haarscharf an einem Unfall vorbeischlittern würde. (Mit kann ja mal jemand die französischen Vertragsbedingungen übersetzen. :))

    Insgesamt für Apple: Eher de nada

    II. Gewerblicher Rechtsschutz/Urheberrecht
    In dem iPhone sind natürlich zahlreiche absolute Rechte "verbaut". Grundsätzlich verbieten Normen des Urheber-, Patent- und Markenrechtes daher die Verwendung des Schutzgegenstandes (Werk, Patent, Marke), insbesondere gewerblich.

    Nun weiß aber jeder, dass er eine fremde Marke benutzen darf, wenn er sich selbst den Gegenstand unter dieser Marke besorgt hat. Das einfachste Beispiel ist der Gebrauchtwagenverkauf: Natürlich darf ich da "Audi A6 …" schreiben, ohne die Markenrechte der VAG zu verletzen. Un ich darf natürlich auch eine erworbene CD weiterverkaufen, ohne die Rechte des Urhebers/CD-Herstellers zu verletzen.

    Man nennt dies Erschöpfung und der Grundgedanke ist, dass beim ersten Inverkehrbringen der Rechtsinhaber ja eine Gegenleistung unmittelbar oder mittelbar erhält. Er hat damit seinen "Preis" erhalten und kann bei der Weiterverwertung nicht erneut sich auf sein Recht berufen. (Wirtschaftlich ist dieses Argument ja auch schon angesprochen worden.)

    Das Problem ist jedoch, dass diese Erschöpfung nur lokal wirkt. Da .fr jedoch ein EU-Mitgliedsstaat ist, wird die Erschöpfung EU-weit erstreckt. Das liest man zum Beispiel in § 17 Absatz 2 UrhG:
    Ohne es jetzt nachgeschlagen zu haben, dürfte das im MarkenG und im PatentG nicht anders formuliert sein. Das Ganze hängt ja mit den europäischen Marktfreiheiten zusammen.

    Insgesamt würde ich mir daher wenig Sorgen machen. Aber wie gesagt: Nur eine erste Einschätzung.

    (Dass man einen Schaden hat, weil ein Wettbewerber etwas tut, ist nicht gleich rechtswidrig . Das ist Kapitalismus. Das ist gewollt.)
     
  19. doeme89

    doeme89 Pomme Miel

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    Tja, und das gilt dann wohl auch für die Schweiz. Weil die Schweiz ja schliesslich bilaterale Verträge mit der EU geschlossen hat die den Warenverkehr regeln... Richtig?
     
  20. Slashwalker

    Slashwalker Winterbanana

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    Ich gebe dir weitestgehend Recht. Aber Lizenzbestimmungen != Gesetz. Insofern sind die Leute nicht wirklich "kriminell", weil sie iPhones importieren. Aber mir scheint, die Amis haben generell ein Problem, sich mit den EU Richtlinien, was Marktwirtschaft etc. angeht, anzufreunden.
     

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