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WWDC: Apple setzt auf „Apple Intelligence“ statt auf den Begriff KI

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Die Entwickler:innenkonferenz WWDC steht vor der Tür, doch die Erwartungen bleiben verhalten. Apple dürfte sich auf neue Plattformen, Dienste und das Thema „Apple Intelligence“ konzentrieren – ohne es zu laut KI zu nennen.

Geringe Erwartungen an große Ankündigungen

Auch in diesem Juni steht wieder die WWDC an, doch Beobachter:innen rechnen dieses Mal nicht mit spektakulären Neuheiten für die breite Masse. Jason Snell fordert vor allem praktische Funktionen für Benutzer:innen, egal ob mit oder ohne Künstliche Intelligenz. Filipe Esposito geht sogar davon aus, dass Apple keinerlei neue Hardware vorstellen wird.

Für Entwickler:innen dürfte es wie üblich neue Werkzeuge geben, mit denen sich Apps verbessern lassen. Für alle anderen bleibt die Frage, was konkret bei ihnen ankommt. Die WWDC ist traditionell weniger eine Bühne für neue Geräte als vielmehr für neue Plattformen und Dienste, die Entwickler:innen nutzen können.

In diesem Jahr könnte Apple seinen erwarteten Vorstoß im Bereich Heimautomatisierung in den Mittelpunkt rücken. Tim Cook verweist zwar auf Fortschritte bei einer verbesserten Siri, doch diese soll erst später im Jahr erscheinen. Das lässt eine Reihe möglicher Produkte vorerst in der Warteschleife.

„HomePad“ und der heikle Umgang mit dem Begriff KI

Schon länger wird über ein Heimkommandozentrum mit dem Arbeitstitel „HomePad“ spekuliert. Das Gerät soll offenbar bereitstehen und nur noch auf seinen Auftritt warten. Apple könnte ähnlich wie beim Vision Pro vorgehen, das Gerät samt Schnittstellen für Entwickler:innen ankündigen und erst später ausliefern – wenn eine dialogfähigere Siri so weit ist, zumindest einfache Unterhaltungen zu führen.

Gleichzeitig steht Apple vor einem Kommunikationsproblem: Der Begriff Künstliche Intelligenz ist angekratzt. Die Konkurrenz, allen voran Google auf der Entwicklerkonferenz I/O, hat das Thema so stark betont, dass es vielen zu viel wurde. In den vergangenen Tagen haben sich die Stimmungen gegenüber KI nicht verbessert.

Berichte zeigen, dass Studierende in den USA pro-KI-Redner:innen bei Abschlussfeiern ausgebuht haben, weil diese „den Raum nicht lesen“. Ein anderer Redner rief Absolvent:innen dazu auf, die Mission ihrer Generation sei es, KI zu zerstören. Auch Ärzt:innen sollen KI ablehnen, und selbst Entwickler:innen sind zunehmend frustriert.

Ein Beispiel ist Microsofts Änderung des Abrechnungsmodells von Github Copilot: Statt einer festen Monatsgebühr wird nun eine Abrechnung auf Token-Basis genutzt, was die Kosten deutlich steigen ließ.

Sicherheitsprobleme und schwierige Erwartungen

Besonders deutlich werden die Risiken von KI beim Support von Meta. Das Unternehmen hat im März den Kundendienst für Facebook und Instagram weitgehend an einen KI-Chatbot ausgelagert. Laut Berichten konnten Angreifer diesen Bot überreden, die E-Mail-Adressen hochkarätiger Instagram-Accounts zu ändern, und so die Kontrolle übernehmen.

Betroffene Benutzer:innen berichten zudem, dass sich das Problem nicht an menschliche Beschäftigte eskalieren lässt. Wer den Zugang verliert, steht also allein dem KI-System gegenüber, ohne nachvollziehbaren Weg zur Lösung.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, für wen die WWDC eigentlich gedacht ist. Offiziell richtet sie sich an Entwickler:innen – das steckt im Namen –, doch auch Kund:innen sollen einen Ausblick auf künftige Funktionen erhalten. Entwickler:innen wünschen sich KI, die ihre Arbeit erleichtert, während viele Nutzer:innen Angeboten ohne KI eher vertrauen und diese bevorzugen. Das erschwert die Botschaft auf einer Entwickler:innenkonferenz zusätzlich.

Hinzu kommt eine dritte Gruppe: Investor:innen, die möglichst oft das Schlagwort KI hören wollen. Apple sollte seine WWDC-Kommunikation allerdings nicht an ihnen ausrichten. Ihre Interessen stehen häufig im Gegensatz zu dem, was Kund:innen wirklich erwarten. Offener Widerstand wie bei US-Abschlussfeiern ist auf der WWDC zwar nicht zu erwarten, doch wenn Apple zu stark die Technologie statt konkrete, greifbare Funktionen betont, könnte die Kritik im Nachgang deutlich ausfallen.

Via: https://www.macworld.com

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Tags: WWDC, Entwicklerkonferenz, Apple Intelligence, Heimautomatisierung, HomePad, Apple, iOS, künstliche Intelligenz, Siri

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