Die WWDC 2026 steht vor der Tür und Apple dürfte einige wichtige Neuerungen für seine Plattformen ankündigen. Statt großer Designsprünge rücken Stabilität und KI-Funktionen in den Mittelpunkt.
Die WWDC 2026, Apples jährliche Entwicklerkonferenz, findet vom 8. bis 12. Juni statt. Nach der Einführung des Designmaterials Flüssiges Glas im vergangenen Jahr, das mittlerweile in allen Betriebssystemen steckt, sollen die kommenden Änderungen weniger äußerlich, aber ebenso bedeutsam ausfallen. Im Zentrum steht offenbar ein umfassend überarbeitetes Siri, das mit Angeboten wie ChatGPT und Gemini konkurrieren könnte.
Ihr könnt die WWDC-2026-Keynote live auf Apples Website, dem YouTube-Kanal sowie über den Apple-Developer-Kanal bei Bilibili in China verfolgen. Zudem überträgt Apple wie gewohnt den Vortrag „Plattformen – Stand der Technik“ und bietet einzelne Entwickler:innen-Workshops auf der eigenen Entwicklerseite an. Dort geht es ausführlicher um die Software-Updates, die im Laufe des Jahres für iOS, iPadOS, macOS, watchOS, visionOS und tvOS erscheinen sollen. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass vor allem Stabilitätsverbesserungen und KI-Funktionen im Fokus stehen.
Apple plant laut Bloomberg, iOS 27 ähnlich anzulegen wie damals Mac OS X Schneeleopard aus dem Jahr 2009. Damals nutzte das Unternehmen das Release primär, um die Leistung zu verbessern und bestehende Funktionen aus Leopard zu verfeinern. Ein vergleichbarer Ansatz soll nun auch bei iOS 27 gelten: Die Aktualisierung soll sich „auf die Verbesserung der Softwarequalität und der zugrunde liegenden Leistung“ konzentrieren.
Apples Entwicklungsteams prüfen demnach derzeit die Betriebssysteme auf überflüssigen Ballast, Fehler und Optimierungspotenzial bei Performance und Gesamtqualität. Diese Arbeiten dürften sich nicht nur auf iOS, sondern auch auf die anderen Plattformen des Unternehmens erstrecken.
Ein Teil der Anstrengungen könnte zudem den mit Flüssigem Glas eingeführten visuellen Änderungen gelten. Das neue Design ist unter besonders engagierten Apple-Fans umstritten, weshalb Apple nach dem Start von iOS 26 bereits Anpassungen zur besseren Lesbarkeit vorgenommen hat. Bloomberg berichtet, dass Apple in den nächsten Updates noch weitergehen könnte, etwa mit einem systemweiten Regler, über den Ihr die Intensität von Flüssigem Glas – also Effekte wie Transparenz und Spiegelungen – anpassen könnt.
Neben Stabilität und Leistung stehen größere Veränderungen bei Siri im Raum. Mit „Apple Intelligenz“, vorgestellt auf der WWDC 2024, hatte Apple bereits eine erweiterte Siri-Version angekündigt, die mithilfe persönlicher Kontexte wie sicher auf dem iPhone gespeicherten Informationen übergreifend in Apps handeln sollte. Diese Funktionen verschob Apple im März 2025 und gab im Januar 2026 eine Kooperation mit Google bekannt, um Gemini-Modelle einzusetzen.
Diese Fähigkeiten könnten nun mit den diesjährigen Updates tatsächlich starten. Gleichzeitig soll sich laut Bloomberg die Art ändern, wie Ihr mit Siri interagiert: Der Assistent soll sich stärker wie ein Chatbot verhalten. Das soll die Unterhaltung mit Siri natürlicher und interaktiver machen und neue Möglichkeiten eröffnen, etwa zwei Aktionen gleichzeitig zu beauftragen. Entwickler:innen sollen zudem eigene KI-Assistenten mit Siri integrieren können, ähnlich wie es OpenAI mit ChatGPT gelöst hat.
Die chatbotartige Version von Siri soll nicht nur über die gewohnten Wege verfügbar sein, sondern auch über eine eigenständige Siri-App. In dieser Anwendung könnt Ihr den Assistenten beauftragen, Aufgaben auf dem Gerät zu erledigen, im Internet zu suchen oder Nachrichten abzurufen – ähnlich wie in den heutigen Apps für Gemini und ChatGPT. Laut Bloomberg wird die App außerdem dazu dienen, vergangene Unterhaltungen mit Siri einzusehen und Vorschläge für mögliche Eingaben zu erhalten.
Zusätzlich werdet Ihr Siri direkt in anderen Apple-Apps über eine neue Funktion namens „Siri fragen“ nutzen können. Diese Option könnte in App-Menüs auftauchen und Euch erlauben, der KI Fragen zu Inhalten innerhalb der jeweiligen App zu stellen. Ob der Funktionsumfang mit Angeboten wie „Karten fragen“ oder „Fotos fragen“ von Google vergleichbar sein wird, ist offen. Es deutet aber darauf hin, dass Apple in eine ähnliche Richtung denkt wie der eigene KI-Partner.
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