US-Präsident Donald Trump hat entschieden, die Gebühr für H-1B-Visa auf 100.000 US-Dollar (rund 94.000 Euro) anzuheben. Die Chefs von Nvidia und OpenAI nehmen dazu Stellung und erklären die Bedeutung hochqualifizierter Einwanderung für die Tech-Branche.
Trumps Entscheidung trifft US-Tech-Sektor
Am Freitag kündigte Donald Trump an, die Gebühr für das H-1B-Visum deutlich zu erhöhen. Unternehmen in den USA, die Arbeitskräfte aus dem Ausland mithilfe dieses Visums einstellen wollen, müssen künftig 100.000 US-Dollar (94.000 Euro) pro Antrag zahlen. Zusätzlich verlangt die US-Regierung, dass Firmen bereits vor Einreichen eines H-1B-Antrags eine entsprechende Zahlungsbestätigung vorlegen. Bis die Zahlung erfolgt ist, wird die Bearbeitung des Antrags für zwölf Monate eingeschränkt. Das betrifft insbesondere Technologie- und Finanzunternehmen, die stark auf das H-1B-Programm angewiesen sind, um hochqualifizierte Mitarbeiter:innen aus Ländern wie Indien und China zu rekrutieren.
Huang und Altman: Bedeutung von Einwanderung
In einem Interview mit CNBC äußerten sich Nvidia-CEO Jensen Huang und OpenAI-CEO Sam Altman zu Trumps Plänen. Während des Gesprächs gaben die beiden auch bekannt, dass Nvidia 100 Milliarden US-Dollar (rund 94 Milliarden Euro) in OpenAI investieren wird, um gemeinsam große Rechenzentren auf Basis von Nvidias KI-Prozessoren zu errichten. Huang erklärte, dass seine Firma sowie die Vereinigten Staaten vom Zuzug der talentiertesten Menschen profitieren. Er betonte die Rolle von Einwanderung für die Verwirklichung des amerikanischen Traums und für den zukünftigen Erfolg des Landes sowie seines Unternehmens. Huang begrüßte die Maßnahmen der Regierung im Hinblick auf Einwanderung grundsätzlich.
OpenAI-Chef Sam Altman schloss sich dieser Perspektive an. Er erklärte, es sei notwendig, die intelligentesten Menschen in die USA zu holen. Die Vereinfachung des Prozesses sowie die Einführung finanzieller Anreize wertete Altman als grundsätzlich positiv. Beide Führungskräfte sehen in qualifizierter Zuwanderung einen wichtigen Motor für Innovationen und Unternehmenserfolg in der Branche.
Auswirkungen auf Bewerber:innen und Unternehmen
Die neue H-1B-Gebühr stellt eine große finanzielle Herausforderung für Firmen dar, die qualifizierte Spezialist:innen einstellen wollen. Besonders Technologie- und Finanzunternehmen greifen häufig auf das Programm zurück, um offene Positionen mit Fachkräften aus dem Ausland zu besetzen. Im vergangenen Jahr kamen etwa 71 Prozent der H-1B-Inhaber:innen aus Indien und 11,7 Prozent aus China. Personen, die bereits ein H-1B-Visum besitzen und sich außerhalb der Vereinigten Staaten aufhalten, müssen die Gebühr bei der Wiedereinreise nicht zahlen. Das H-1B-Visa-System ermöglicht es Arbeitgeber:innen, vakante, schwer zu besetzende Stellen mit internationalen Talenten zu füllen, die auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt oft nicht zu finden sind.
Die Aussagen der Führungskräfte machen deutlich, wie wichtig internationale Talente für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der US-Tech-Industrie sind. Unternehmen müssen den neuen, hohen Kostenfaktor künftig mit einplanen, wenn sie auf internationale Fachkräfte setzen wollen.
Via: https://www.cnbc.com
