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Wie KI Gesundheitssensoren alltagstauglich macht – was die Apple Watch erwarten kann

Digitale Gesundheit rückt näher an den Alltag heran – oft unbemerkt. Neue KI gestützte Gesundheitssensoren könnten schon bald so selbstverständlich werden wie Schrittzähler und Herzfrequenzanzeige auf der Apple Watch.

KI-Sensoren im Miniaturformat: Krankheiten per Atem erkennen

Das französische Startup Nanoz arbeitet an Gassensoren, die nur 2 Millimeter groß sind und mit Künstlicher Intelligenz auswerten, was sie messen. In Kooperation mit der Universität Sheffield, der Indiana University und einem CNRS-Labor in Marseille sollen diese Sensoren Krankheiten wie Diabetes über die Atemluft erkennen.

Die Idee: Bestimmte Stoffwechselprozesse hinterlassen messbare Spuren in der Ausatemluft. Die winzigen Sensoren erfassen diese Gase, KI-Algorithmen analysieren Muster und ordnen sie möglichen Erkrankungen zu. Dadurch rückt eine Früherkennung näher, die ohne Blutabnahme oder aufwendige Diagnostik auskommt.

Weil die Sensoren so klein sind, ließen sie sich theoretisch in sehr unterschiedliche Geräte integrieren – von Wearables am Handgelenk bis hin zu Alltagsgegenständen in der Umgebung. Konkrete Produkte für Endnutzer:innen sind aber noch nicht genannt.

Zeckensaison zeigt: Gesundheitsdaten sind längst Alltag

Parallel erinnert die aktuelle Zeckensaison in Deutschland daran, wie prägend Gesundheitsdaten und Frühwarnsysteme bereits geworden sind. Mit steigenden Temperaturen werden Zecken wieder aktiver, sie kommen in Wäldern, Parks, Wiesen und anderen Grünflächen in ganz Deutschland vor.

Dem Robert Koch-Institut sind in diesem Jahr bislang 918 Fälle von Lyme-Borreliose gemeldet worden (Stand: 13. April). Auch Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) werden erfasst. Die Zahlen zeigen, wie stark öffentliche Gesundheitsüberwachung und Datenmeldesysteme heute in die Einschätzung persönlicher Risiken einfließen.

Benutzer:innen orientieren sich zunehmend an Warnhinweisen, Karten zu Risikogebieten oder Erinnerungen an Impfungen und Vorsorge. Damit wird deutlich, wie eng alltägliche Entscheidungen mit verfügbaren Gesundheitsinformationen verknüpft sind – von der Wahl des Ausflugsziels bis zum Verhalten nach einem Zeckenstich.

Von Atem- zu Haut- und Umgebungssensoren: Perspektiven für Apple-Wearables

Die Entwicklungen bei Nanoz stehen exemplarisch für eine neue Welle von Biosensoren. Neben Atemsensoren rücken Umgebungs- und Hautsensorik in den Fokus, die langfristig auch in Wearables wie Apple Watch oder AirPods einziehen könnten. Denkbar wären etwa Sensoren, die Luftqualität und bestimmte Gase erfassen oder Hautparameter kontinuierlich beobachten.

Im Apple-Ökosystem gibt es bereits heute eine Reihe von Gesundheitsfunktionen, auf denen solche Trends aufsetzen könnten. Dazu gehören Herzfunktionen wie Puls- und Rhythmusüberwachung, Temperaturmessung, Medikationserinnerungen und die Verwaltung von Krankenakten. Diese Funktionen werden kontinuierlich ausgebaut und in Apples Gerätefamilie integriert.

Wie zuverlässig solche Features sind, hängt von mehreren Faktoren ab, etwa von den Sensoren, den Algorithmen und der Art der Nutzung. Klar ist: Sie liefern keine ärztliche Diagnose, können aber Hinweise geben, Trends sichtbar machen und zu einem bewussteren Umgang mit der eigenen Gesundheit beitragen.

Für Euch als Nutzer:innen stellt sich die Frage, wie Ihr mit diesen Daten umgeht. Gesundheitsfunktionen können helfen, Risiken früh zu erkennen oder Therapien zu begleiten. Gleichzeitig gilt es zu vermeiden, in eine permanente Selbstvermessung zu geraten, die eher verunsichert als unterstützt.

Die aktuelle Sensorentwicklung und die Beispiele aus der Zeckenüberwachung zeigen: KI-gestützte Gesundheitstechnologie wird kleiner, näher und alltäglicher. Wenn weitere Sensor-Klassen hinzukommen, könnten künftige Apple-Wearables noch stärker zur persönlichen Früherkennung und Prävention beitragen – immer vorausgesetzt, dass Ihr sie bewusst und informierte nutzt.

Via: www.electronicsweekly.com · www.ad-hoc-news.de

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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