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Blackmagic stellt Profi-Kamera für Vision‑Pro-Inhalte vor

Blackmagic Designs URSA Cine Immersive ist ab sofort erhältlich und zielt direkt auf Produktionen für Apples Brille Vision Pro. Die Kamera kostet knapp 30.000 US‑Dollar (rund 28.000 Euro) und richtet sich klar an Profis.

Ende-zu-Ende-Lösung für Apple Immersive Video

Blackmagic hatte die URSA Cine Immersive bereits im Juni 2024 als Teil einer kompletten Produktionskette für Apples Format Apple Immersive Video angekündigt. Dieses Format liefert 8K-3D-Videos mit einem Sichtfeld von 180 Grad und unterstützt Raumklang.

Mit Vision Pro bietet Apple Nutzer:innen schon jetzt immersive 3D-Erlebnisse, etwa über Raumvideo-Aufnahmen. Zusätzlich gibt es exklusive Inhalte in dem speziellen Format Apple Immersive Video, die direkt für das Headset produziert werden.

Inzwischen mischen weitere Hersteller mit eigenen immersiven Kameras mit. Blackmagic sticht dabei mit besonders umfangreichen technischen Daten hervor, positioniert die URSA Cine Immersive aber klar im oberen Preisbereich.

Technische Daten der URSA Cine Immersive

Die URSA Cine Immersive nimmt Apple-Immersive-Video-Material auf, das anschließend in DaVinci Resolve Studio bearbeitet werden kann. Die stereoskopische 3D-Kamera arbeitet mit zwei 8K-Sensoren und zeichnet mit bis zu 90 Bildern pro Sekunde auf.

Sie bietet eine Synchronisation auf Pixel-Ebene, einen Dynamikumfang von 16 Blendenstufen und eine Auflösung pro Auge von 8.160 × 7.200 Pixeln. Neutraldichte- und Infrarotfilter sind integriert.

Zusätzlich verbaut Blackmagic leistungsfähige optische Tiefpassfilter. Diese sollen Interferenzmuster reduzieren, die entstehen können, wenn hochauflösende Sensoren synthetische Materialien wie Stoffe oder LED-Matrizen in Videowänden aufnehmen.

Zur Bedienung verfügt die URSA Cine Immersive über einen ausklappbaren 5‑Zoll‑HDR-Touchscreen auf einer Seite und ein externes Farbstatus-LCD auf der anderen. Ein zweiter 5‑Zoll‑Touchscreen reduziert den Bedarf an externen Monitoren. Alternativ lässt sich die Kamera drahtlos über die Blackmagic-Camera-App für iOS steuern.

Bei den Anschlüssen bietet die Kamera zwei unabhängige 12G‑SDI-Ausgänge, 10‑Gigabit-Ethernet, USB‑C, XLR-Audio und weitere Schnittstellen. Vorn sitzt ein 3‑Pin‑Fischer-Anschluss mit 24 Volt für Zubehör, hinten ein 2‑Pin‑LEMO-Anschluss für Niederspannungszubehör sowie ein 8‑Pin‑LEMO-Anschluss für 12- und 24‑Volt-Stromversorgungen. Im Lieferumfang ist ein 250‑Watt‑Netzteil enthalten.

Blackmagic hat zudem die URSA Cine Immersive 100G angekündigt. Diese Variante entspricht im Wesentlichen dem Basismodell, setzt aber auf zwei 8K‑x‑8K‑RGBW-Sensoren und schnelleres 100‑Gigabit-Ethernet, wodurch SMPTE‑2110-Live-Videoausgabe möglich wird.

Beide Modelle verwenden ein Magnesiumgehäuse mit einer Außenhaut aus kohlefaserverstärktem Polycarbonat. Das soll für höhere Stabilität und eine gleichmäßigere Gewichtsverteilung sorgen. Außerdem gehört eine abnehmbare Sonnenblende zur Ausstattung.

Mehr Profi-Inhalte für Vision Pro – aber mit Grenzen

Mit einem Preis von 29.995 US‑Dollar (rund 28.000 Euro) ist die URSA Cine Immersive klar für den professionellen Markt gedacht. Blackmagic‑Chef Grant Petty betont, dass sein Unternehmen eng mit Filmschaffenden bei Apple-Immersive-Video-Produktionen zusammenarbeiten möchte.

Er hebt hervor, dass das System actionreiche Szenen, besondere Perspektiven, Landschaften und intime Performances mit hoher Detailtreue aufzeichnen soll, um Zuschauer:innen ein starkes Gefühl von Realismus und Immersion zu vermitteln.

Bisher stammen die meisten exklusiven Vision‑Pro-Inhalte allerdings von Apple selbst, Beiträge anderer Studios sind rar. Theoretisch könnte die Verfügbarkeit der URSA Cine Immersive hier für mehr Vielfalt sorgen, auch wenn es Gründe für Skepsis gibt.

Der hohe Preis der Kamera dürfte verhindern, dass sie zu deutlich mehr Drittanbieter-Inhalten für Vision Pro führt. Vergleichbare High-End-Kameras wie die V‑RAPTOR 8K VV von Red liegen neu ebenfalls bei etwa 24.000 bis 30.000 US‑Dollar (rund 22.500 bis 28.000 Euro).

Unterm Strich erweitert die URSA Cine Immersive die Auswahl für professionelle Vision‑Pro-Produktionen. Ein sprunghafter Anstieg an Inhalten von Drittanbieter:innen für Apples Headset ist jedoch nicht zu erwarten.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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