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Warum Siri AI vorerst nicht auf iPhones und iPads in der EU erscheint

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Auf der WWDC 2026 hat Apple umfangreiche Neuerungen vorgestellt – im Mittelpunkt stand dabei Siri AI als neuer, „intelligenterer“ Assistent. Für Nutzer:innen in der EU gab es jedoch eine unangenehme Überraschung: Siri AI wird dort vorerst nicht verfügbar sein.

Apples Ankündigung auf der WWDC 2026

Im Rahmen der WWDC 2026 präsentierte Apple zahlreiche Updates, darunter MacOS Golden Gate, iOS 27 und neue Kinderschutzfunktionen. Den größten Raum nahm jedoch Siri AI ein, das als erstmals wirklich smarter KI-Assistent des Unternehmens gezeigt wurde. Siri AI soll mit natürlicher Sprache umgehen können und systemübergreifend im Apple-Ökosystem funktionieren.

Für EU-Nutzer:innen wurde es kritisch, als Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering bei Apple, während der Präsentation klarstellte, dass Siri AI zunächst nicht in der Europäischen Union verfügbar sein werde. Sein wörtliches Statement: „Siri AI will not be available initially in the EU on iOS and iPad OS. We’re working hard to find a path forward to preserve our users‘ privacy and security.“

Diese ungewöhnlich deutliche Aussage zu regulatorischen Fragen in einer Entwicklerkonferenz, ohne Zeitplan für eine Einführung in der EU, sorgte für erhebliche Verunsicherung. Aus Apples Sicht steht dabei vor allem die europäische Regulierung im Weg – konkret der Digital Markets Act (DMA).

Digital Markets Act: Hintergrund des Konflikts

Der Digital Markets Act ist eine EU-Gesetzgebung, die seit Mai 2023 gilt. Er richtet sich an große Technikkonzerne wie Apple, Google, Meta oder Amazon und soll Monopole begrenzen sowie Interoperabilität fördern. Ziel ist es, dass sogenannte „Gatekeeper“ den Wettbewerb nicht einschränken, Nutzer:innen mehr Wahlfreiheit bei Online-Diensten haben und besser kontrollieren können, wer auf ihre Daten zugreift.

In der Begründung heißt es unter anderem, dass wenige große Unternehmen mit ihren „core platform services“ eine erhebliche Marktmacht und damit ein Ungleichgewicht gegenüber Geschäftskund:innen und Endnutzer:innen entwickelt hätten. Das könne sich negativ auf Preise, Qualität, fairen Wettbewerb, Auswahl und Innovation im digitalen Sektor auswirken.

Im Kern will die EU verhindern, dass Konzerne Nutzer:innen in geschlossene Ökosysteme drängen, die nur mit proprietären Technologien funktionieren. Aus Apples Sicht kollidiert genau das mit der technischen und datenschutzrechtlichen Architektur von Siri AI.

Apple: Datenschutz versus Interoperabilität

Apple positioniert Siri AI als stark auf Sicherheit und Privatsphäre ausgerichtet. Der Assistent arbeitet über alle Apple-Betriebssysteme hinweg und nutzt „Private Cloud Compute“, um wie ein privates, gerätebasiertes KI-System aufzutreten, dabei aber Vorteile einer Cloud-Infrastruktur zu behalten. Nach Darstellung von Apple würde die Umsetzung der EU-Interoperabilitätsanforderungen bedeuten, dass dieser Ansatz aufgeweicht werden muss.

In einer Pressemitteilung schreibt Apple, Siri AI sei „private by design“ und tief in die Plattformen integriert – mit On-Device-Verarbeitung und Private Cloud Compute, das die Privatsphäre und Sicherheit des iPhone in die Cloud ausdehnen solle. Unter der „extremen Interpretation“ des DMA durch EU-Regulierer müsste Apple jedoch jedem virtuellen Assistenten direkten Zugriff auf private Nutzerdaten und Kontrolle über installierte Apps gewähren, sobald Siri AI in der EU verfügbar wäre – ohne aus Apples Sicht notwendige Schutzmechanismen.

Laut Apple würde der DMA verlangen, dass jedes KI-System nahezu unbegrenzten Zugriff auf ein Gerät erhält und diese Zugriffe weitgehend autonom nutzen kann, etwa zum Lesen und Senden von Nachrichten, Tätigen von Käufen, Zugriff auf Dateien oder das Ausführen von Aktionen in beliebigen Apps. Apple stellt dies als erhebliches Risiko für den Datenschutz dar und verweist auf ein Spannungsfeld zwischen Regulierung und Sicherheitsversprechen.

Geteilte Reaktionen der Nutzer:innen

Die Diskussion unter Nutzer:innen ist stark polarisiert. In den Kommentaren zu einem begleitenden TikTok-Video von TechRadar und in einer laufenden Umfrage zeigen sich klare Lager.

Auf der einen Seite stehen Personen, die Apples Linie unterstützen. Sie argumentieren, die EU gefährde ihre Privatsphäre und es gebe bereits genügend Auswahl: Wer Siri AI nicht wolle, müsse kein Apple-Gerät kaufen. Ein Kommentar betont, es gehe nicht um kleine europäische Unternehmen, sondern um andere große US-Konzerne wie Meta, Google, X, Anthropic oder OpenAI, denen dann ebenfalls Zugriffe eingeräumt werden müssten. Andere verweisen darauf, dass sie sich gerade wegen Apples Fokus auf Privatsphäre für das Ökosystem entschieden hätten.

Auf der anderen Seite unterstützen viele die EU-Position. Sie fordern, Apple solle lediglich technische Möglichkeiten schaffen, damit andere Dienste – mit expliziter Zustimmung – auf Daten zugreifen können. Interoperabilität sei entscheidend, und Apple müsse sich an die Gesetze der Regionen halten, in denen das Unternehmen Geräte verkauft. Einige Stimmen betonen, sie wollten die Wahlfreiheit, den KI-Anbieter auf ihrem iPhone selbst bestimmen zu können, und misstrauten dabei anderen großen Playern ebenso wie Apple.

Der Konflikt zwischen Apple und dem DMA ist nicht neu: Schon zuvor hatte das Unternehmen auf Verzögerungen bei Funktionen wie Live Translation mit ähnlichen Begründungen reagiert. Wie sich die Situation rund um Siri AI in der EU entwickelt, ist laut TechRadar derzeit offen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: techradar.com

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