Perplexitys KI-Plattform „Personal Computer“ ist zuerst auf dem Mac erschienen – nach Angaben des Unternehmens, weil sich die Apple-Hardware am besten für den lokalen Einsatz eignet. Besonders im Fokus steht dabei der Mac mini mit Apple Silicon.
Während der Bekanntgabe von Apples Quartalszahlen verwies CEO Kevan Parekh auf die wachsende Rolle des Mac als Basis für KI-Plattformen. Er nannte Perplexity als eines der Unternehmen, die gezielt die Stärken von Apple Silicon und dem gemeinsamen Speicherdesign nutzen.
Bereits vor Veröffentlichung der Apple-Zahlen sprach Perplexity-CEO Aravind Srinivas beim Ask-NYC-Event für Unternehmen und Finanzbranche über den Mac. Dort erläuterte er, dass „Personal Computer“, die agentische KI-Plattform von Perplexity für lokale Dateien, explizit für den Einsatz auf dem Mac entwickelt wurde.
„Personal Computer“ ist eine Variante von Perplexitys „Computer“, die mehrere spezialisierte Agenten einsetzt, um Aufgaben für Nutzer:innen zu erledigen. Der entscheidende Unterschied: Statt in der Cloud agiert das System auf einem lokalen Rechner wie dem Mac mini.
Durch diesen lokalen Ansatz erhält das Werkzeug direkten Zugriff auf die Dateien auf dem Mac mini. Je nach Aufgabe kann die KI Dokumente anlegen, bearbeiten oder aktualisieren – immer innerhalb der Umgebung des jeweiligen Macs.
Perplexity bezeichnet den Mac mini als eine der besten und zugleich zugänglichsten Möglichkeiten, „Personal Computer“ zu betreiben. Viele Nutzer:innen setzen den kompakten Desktop-Rechner ein, um die KI-Plattform in ihren Wohn- und Arbeitsumgebungen zu integrieren. Entsteht eine hybride Lösung aus Clouddienst und lokalen Dateien, greifen beide Komponenten ineinander.
Aus Sicht von Perplexity gehört der Mac mini zu den „besten Wegen“, um „Personal Computer“ mit voller Kapazität zu nutzen. Da sich Arbeitsabläufe häufig über iPhone und Mac erstrecken, knüpft „Personal Computer“ an die Kontinuität an, die Apple-Nutzer:innen bereits kennen.
Diese enge Verzahnung zwischen iPhone und Mac ist zentral, weil sich „Personal Computer“ vom iPhone aus steuern lässt. Nutzer:innen können der KI etwa Anweisungen geben, Aufgaben direkt auf ihrem Mac auszuführen.
Seit dem Start im März hat „Computer“ laut Perplexity bereits Arbeitsleistungen im Wert von über 2,8 Milliarden US-Dollar (rund 2,6 Milliarden Euro) erledigt. Intern nutzt das Unternehmen „Personal Computer“ ebenfalls intensiv und berichtet von einer Verfünffachung des Umsatzes bei gleichzeitigem Anstieg der Mitarbeiterzahl um 34 Prozent.
Auf dem Event kündigte Perplexity weitere Integrationen an. Die Nutzungserfahrung von „Personal Computer“ wird in Microsoft Teams eingebunden, sodass die KI direkt per Nachricht angesprochen oder in einen Kanal geholt werden kann, ohne die Unterhaltung zu verlassen.
Außerdem gibt es eine Beta-Version von „Computer in Excel“ mit einem nativen Seitenbereich, in dem Modell und Daten parallel in der Tabellenkalkulation sichtbar sind. Gemeinsam mit 1Password arbeitet Perplexity daran, dass „Computer“ Aktionen in passwortgeschützten Tools ausführen kann, ohne Zugriff auf die eigentlichen Zugangsdaten zu erhalten.
Mit sogenannten Workflows in „Computer“ sollen Eingaben, Kontext und gewünschtes Ausgabeformat für bestimmte Unternehmensaufgaben gebündelt werden. So sinkt der technische Vorbereitungsaufwand, bevor die KI loslegen kann.
Perplexity baut derzeit eine Bibliothek solcher Workflows für häufig genutzte Aufgaben auf, aktuell mit mehr als 70 Vorlagen. Diese Workflows lassen sich zwischen Teammitgliedern teilen, separat planen, anpassen und auch asynchron ausführen.
Die Funktionen von „Personal Computer“ stehen allen Perplexity-Pro-, -Max- und -Enterprise-Abonnent:innen mit Mac zur Verfügung. Die Preise beginnen bei 17 US-Dollar (rund 16 Euro) pro Monat für Pro und 167 US-Dollar (rund 155 Euro) pro Monat für Max.
Wer sich nun einen Mac mini oder einen Mac Studio für „Personal Computer“ zulegen möchte, braucht möglicherweise Geduld. Laut Apple ist die Nachfrage aktuell sehr hoch, gleichzeitig gibt es Lieferengpässe, die noch mehrere Monate anhalten sollen.
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