2026 dürfte für die Mac-Familie ein intensives Jahr werden: Apple soll gleich vier neue MacBook-Modelle planen. Die Palette reicht von einem günstigen Einstiegsgerät bis zu komplett neu gestalteten Pro-Modellen.
Günstiges MacBook für Einsteiger:innen
Apple bereitet laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman erstmals ein preisgünstiges MacBook vor, das Kund:innen von Chromebooks und günstigen Windows-Notebooks abwerben soll. Das Gerät richtet sich demnach an Schüler:innen, Studierende, Unternehmen und Gelegenheitsnutzer:innen, die vor allem im Web surfen, Dokumente bearbeiten oder leichte Medienbearbeitung nutzen.
Das neue MacBook soll ein 13‑Zoll‑Display besitzen, ähnlich, aber etwas kleiner als beim MacBook Air, und ein sehr dünnes, leichtes Gehäuse mit einem einfacheren LCD-Bildschirm bieten. Nach Einschätzung des oft gut informierten Analysten Ming‑Chi Kuo setzt Apple dabei auf den A18‑Pro‑Chip, der im iPhone 16 Pro debütiert ist. Der Chip liegt rund 40 Prozent unter der Leistung des aktuellen M4, erreicht laut Bericht aber in der Mehrkern-CPU-Leistung nahezu das Niveau des M1 aus dem MacBook Air von 2020 und übertrifft ihn bei der Grafikleistung.
Da der A18 Pro kein Thunderbolt unterstützt, dürfte das Einsteiger-MacBook mit herkömmlichen USB‑C‑Anschlüssen ausgestattet sein. Das aktuelle 13‑Zoll‑MacBook Air startet in den USA bei 999 US‑Dollar (rund 915 Euro), das neue Modell wird zwischen 699 und 899 US‑Dollar (rund 640 bis 825 Euro) erwartet. Zusätzlich ist von mehreren Farbvarianten wie Silber, Blau, Pink und Gelb die Rede.
MacBook Pro mit M5‑Chips und neues MacBook Air
Zu Beginn des Jahres 2026 will Apple laut Bericht die übrige MacBook‑Pro‑Reihe mit M5 Pro und M5 Max aktualisieren, nachdem das 14‑Zoll‑Basismodell bereits im Oktober einen M5 erhalten hat. Die M5‑Serie basiert auf TSMCs dritter Generation der 3‑Nanometer‑Fertigung. Neben der neuen Chipgeneration sind schnellere SSDs und eine höhere Speicherdurchsatzrate für die Top-Modelle zu erwarten, größere Designänderungen sollen jedoch erst mit der M6‑Generation folgen.
Bleiben die bisherigen Preise, startet das 14‑Zoll‑MacBook Pro mit M5 Pro bei 1.999 US‑Dollar (rund 1.830 Euro), das 16‑Zoll‑Modell mit M5 Pro bei 2.399 US‑Dollar (rund 2.200 Euro). Die Varianten mit M5 Max könnten bei 3.199 US‑Dollar (rund 2.930 Euro) für 14 Zoll und 3.499 US‑Dollar (rund 3.210 Euro) für 16 Zoll beginnen.
Parallel rückt das MacBook Air mit M5‑Chip in den Fokus. Der M5 wird laut Berichten mit TSMCs fortschrittlichem 3‑Nanometer‑Verfahren gefertigt. Hinweise auf die Leistung liefert das bereits vorgestellte iPad Pro mit M5: Benchmark-Werte von etwa 4.133 Punkten im Single‑Core‑ und 15.437 Punkten im Multi‑Core‑Test bedeuten rund 12 bis 15 Prozent mehr Leistung als beim M4‑iPad‑Pro. Die Grafik soll dabei bis zu 36 Prozent schneller sein.
Die Werte deuten darauf hin, dass Apple vor allem Taktfrequenz und Effizienz der Kerne verbessert, ohne die Architektur grundlegend zu verändern – ähnlich dem Sprung von M3 auf M4. Erwartet werden etwa 10 bis 15 Prozent mehr CPU‑Leistung, eine etwas stärkere GPU und bessere Effizienz, was auch die Akkulaufzeit erhöhen könnte. Gurman geht von einem Marktstart der M5‑MacBook‑Air‑Modelle im ersten Quartal 2026 aus, vermutlich im März. Der Einstiegspreis soll beim aktuellen Niveau von 999 US‑Dollar (rund 915 Euro) bleiben.
MacBook Pro mit OLED-Touchscreen und M6
Für die Oberklasse arbeitet Apple laut Berichten an einer umfassend neuen Generation des MacBook Pro mit M6‑Chips. Diese könnten auf TSMCs 2‑Nanometer‑Technik mit neuer Gehäuseintegration basieren, bei der CPU, GPU, Arbeitsspeicher und Neural Engine enger zusammengeführt werden.
Gurman zufolge stattet Apple diese Modelle mit OLED‑Bildschirmen aus. Im Vergleich zu den heutigen Mini‑LED‑Displays sollen OLED‑Panels unter anderem höhere Helligkeit, besseren Kontrast mit tieferen Schwarzwerten und mehr Energieeffizienz für längere Akkulaufzeiten bringen. Zusätzlich ist von „dünneren und leichteren Rahmen“ die Rede, wobei Apple weiter auf ein möglichst dünnes Gerät zielt, ohne Akkulaufzeit oder wichtige Funktionen zu opfern.
Die überarbeiteten 14‑ und 16‑Zoll‑MacBook‑Pro‑Modelle sollen zudem eine Kameralösung mit Loch-Aussparung an der oberen Displaykante erhalten, anstelle der bisherigen Notch. Laut Gurman entsteht dadurch ein Anzeigebereich um den Sensor herum, ähnlich dem Prinzip der „dynamischen Insel“ beim iPhone.
Analyst Ming‑Chi Kuo erwartet außerdem einen Touchscreen im ersten OLED‑MacBook‑Pro. Gurman bestätigt diese Aussage und ergänzt, dass Trackpad und Tastatur vollständig erhalten bleiben. Das Marktforschungsunternehmen Omdia hält es für „sehr wahrscheinlich“, dass Apple 2026 neue MacBook‑Pro‑Modelle mit OLED‑Displays vorstellt. Gurman rechnet mit einem Start Ende 2026 oder Anfang 2027. Zwei MacBook‑Pro‑Updates im selben Jahr wären ungewöhnlich, kamen aber bereits 2023 vor, als Apple zuerst M2 Pro/M2 Max und später M3/M3 Pro/M3 Max einführte.
Wegen der teureren Komponenten dürften die neuen 14‑ und 16‑Zoll‑Modelle einige Hundert US‑Dollar mehr kosten als die aktuellen Varianten. Diese beginnen derzeit mit den leistungsstärkeren Chips bei 1.999 US‑Dollar (rund 1.830 Euro) für 14 Zoll und 2.499 US‑Dollar (rund 2.290 Euro) für 16 Zoll.
Via: https://www.macrumors.com
Titelbild KI (Zur Illustration)