Apple hat die iWork-Webseite entfernt und könnte damit das bekannte Markenlabel für seine Produktivitätsprogramme einstellen. Hinweise darauf liefert die Einführung der neuen Creator Studio Abonnement-App.
Mit dem Start von Creator Studio gibt es Veränderungen auf Apples Webseite: Die bisherige iWork-Unterseite, die bislang nur Informationen zu Pages, Keynote und Numbers bot, wurde entfernt. Aufrufe dieser Adresse werden nun auf eine allgemeine Übersicht für Apple-Apps umgeleitet. In diesem Bereich sind neben Creator Studio auch weitere Anwendungen wie Apple Arcade, Apple Einladungen und Image Playground zu finden.
Die neue App-Seite enthält weiterhin Details zu den Produktivitätsapps in einem eigenen Bereich. Zusätzlich erfahren Nutzer:innen dort, welche Zusatzfunktionen im Rahmen eines Creator Studio-Abos für Pages, Keynote und Numbers verfügbar sind. Der Begriff iWork taucht dabei allerdings nicht mehr auf. Das deutet darauf hin, dass Apple künftig die drei Apps nicht mehr mit dem langjährigen Markennamen bewerben, sondern sie verstärkt unter dem Creator Studio-Angebot führen wird.
Es bleibt offen, ob Apple den Begriff iWork vollständig ausmustern wird. In verschiedenen Support-Dokumenten und Anleitungen ist die Marke derzeit noch präsent. Die vollständige Umstellung könnte sich noch hinziehen oder iWork bleibt in Einzelfällen erhalten. Die Markengeschichte begann bereits 2003, als Apple Keynote vorstellte. Mit der Einführung von Pages 2004 und dem Paket iWork ’05 wurden die Apps zunächst gemeinsam angeboten, damals noch für 79 US-Dollar (rund 73 Euro).
Apple präsentierte iWork seinerzeit als Nachfolger der Bürosoftware AppleWorks. 2007 kam mit Numbers die Tabellenkalkulation hinzu. 2009 ergänzte die Webplattform iWork.com das Angebot, bevor 2012 der Dienst zu Gunsten von iCloud eingestellt wurde. Später wechselte Apple auf Einzelverkauf im Mac App Store und veröffentlichte 2010 auch iOS-Versionen für iPad und iPhone – jeweils für 9,99 US-Dollar (etwa 9 Euro). Seit 2013 sind die Programme für alle neuen Macs kostenlos erhältlich, während erweiterte Funktionen heute ein Creator Studio-Abo erfordern.
Creator Studio kostet monatlich 12,99 US-Dollar (rund 12 Euro) und enthält neben Pages, Numbers und Keynote auch Profi-Programme wie Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor und MainStage. Für die klassischen Büroapps bietet das Abo einen zentralen Inhaltsbereich mit von Apple kuratierten, lizenzfreien Fotos, Vorlagen und Designs. Darüber hinaus können Bilder direkt in Dokumenten bearbeitet und mit einer Super-Resolution-Funktion hochskaliert werden.
Apple verabschiedet sich nicht nur bei iWork von älteren Namenskonzepten. In den vergangenen Jahren wurden weitere „i“-Marken entfernt oder umbenannt, darunter iBooks (jetzt Apple Books), iPhoto (Apple Fotos) und iTunes (nun Apple Musik, TV und Podcasts). Bekannte Produktnamen wie iMovie, iCloud, iPhone, iPad und iMac bleiben bis auf Weiteres bestehen.
Via: https://www.macrumors.com
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