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Ubuntu auf dem Mac Mini 2014: So installiert ihr Linux auf älterer Apple-Hardware

Wer noch einen alten Intel-Mac besitzt, muss sich langsam nach Alternativen zum macOS umschauen. Ein aktuelles Linux wie Ubuntu kann hier eine praktikable Lösung sein.

Alte Apple-Hardware weiter nutzen

Der gezeigte Mac Mini stammt aus dem Jahr 2014 und verfügt noch über einen Intel-Prozessor. Apple hat mit macOS 23 („Tahoe“) die letzte Systemversion für Intel-Macs veröffentlicht. Neue macOS-Versionen wird es für diese Geräte nicht mehr geben. Trotzdem funktionieren viele ältere Intel-Macs noch zuverlässig und sind hardwareseitig zu schade für den Ruhestand. Die Integration eines Linux-Systems – in diesem Fall Ubuntu – ist eine Möglichkeit, dem Gerät neues Leben einzuhauchen. In diesem Beispiel ist eine NVMe-SSD und eine zweite SSD installiert. macOS bleibt auf der NVMe-SSD, Ubuntu kommt auf die zusätzliche SSD.

Vorbereitung: USB-Stick und ISO-Datei

Für die Installation benötigen Nutzer:innen lediglich einen USB-Stick mit mindestens 32 GB Speicher. Besser ist ein moderner USB-3.0-Stick, da der Mac Mini diese Schnittstelle bereits unterstützt. Zusätzlich wird die Ubuntu-Desktop-Version als ISO-Datei heruntergeladen sowie das Tool „Balena Etcher“, mit dem das ISO auf den USB-Stick übertragen und dieser bootfähig gemacht wird. Vor dem Kopieren sollte der Stick mit dem Festplattendienstprogramm korrekt formatiert werden. Wichtig dabei: Das Volume muss mit dem Dateisystem MS-DOS (FAT) und einer GUID-Partitionstabelle versehen werden. Im Formatierungsmenü des macOS-Dienstprogramms müssen dazu alle Geräte angezeigt werden.

Anschließend wählen Nutzer:innen im Etcher-Tool das ISO-Image und den USB-Stick aus und starten den Flash-Vorgang. Nach erfolgreicher Übertragung wird noch überprüft, ob das Image korrekt auf dem Stick liegt.

Installation von Ubuntu auf der SSD

Der Mac Mini muss nun neu gestartet werden. Dabei haltet ihr die Alt- beziehungsweise Optionstaste gedrückt, um das Bootmenü anzuzeigen. Dort erscheint unter anderem der USB-Stick mit dem Ubuntu-System. Mit „Try or Install Ubuntu“ kann das System zunächst von diesem Stick gestartet werden. Ubuntu startet vollständig, auch ohne Installation, aber mit eingeschränkter Geschwindigkeit. Ihr erkennt, welche SSD ihr verwenden möchtet, in diesem Fall bleibt macOS bestehen und Ubuntu kommt auf die zweite SSD.

Im Installationsprozess wählt ihr Deutsch als Systemsprache und Tastatur-Layout. WLAN wird während der Installation zunächst nicht erkannt, da proprietäre Mac-Treiber fehlen. Deshalb erfolgt der Internetzugang zuerst über Ethernet. Während der Einrichtung lässt sich aber die Drittanbieter-Software für WLAN und Grafik installieren. Das kann die Hardwarekompatibilität später verbessern.

Bei der Festplattenauswahl achtet darauf, die korrekte SSD zu wählen und bestätigt die Formatierung. Die Installation erfolgt danach automatisch. Nach Abschluss startet ihr den Mac erneut mit gedrückter Optionstaste und wählt Ubuntu vom nun bootfähigen Laufwerk.

Ubuntu läuft – WLAN funktioniert ebenfalls

Nach erfolgreichem Start meldet sich Ubuntu mit gewohntem Desktop. Die Sound- und WLAN-Hardware wird erkannt. Der Firefox-Browser ist vorinstalliert und alle Laufwerke werden angezeigt – unter anderem die macOS-SSD. Ubuntu lässt sich so einfach ausprobieren und gegebenenfalls dauerhaft nutzen.

Das System funktioniert nun stabil, der Mac Mini kann sowohl mit Linux als auch weiter mit macOS betrieben werden. Dank Unix-Basis ist der Umstieg nicht allzu schwer. Was mit Ubuntu auf älterer Apple-Hardware möglich ist, zeigt sich in weiteren Projekten. Diese Installation jedenfalls hat problemlos funktioniert.

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Michael Reimann

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